Alle Beiträge von Fritz Mielert

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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Einfach wunderschön
Thilo Jung zu Merkels Burkaverbot

Mitschnitt online
Jürgen Resch: „Saubere Luft“ für Stuttgart ab 2018!

Am vergangenen Donnerstag war Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf Einladung des Klima- und Umweltbündnisses Stuttgart, der AnStifter, des VCD Stuttgart, des BUND Stuttgart und der Umweltgewerkschaft zu Gast im Württembergischen Kunstverein.

Resch referierte über die gesundheitlichen Folgen von Luftverschmutzung mit Feinstaub und NOx, erläuterte die Hintergründe und neuesten Entwicklungen beim großabgelegten Betrug der Automobilindustrie und schilderte, wie die DUH in enger Zusammenarbeit mit anderen Umwelt- und Verkehrsverbänden juristisch gegen die Luftverschmutzung vorgeht. Für Stuttgart fordert er, sich nicht auf die Politik zu verlassen, sondern Fahrverbote durch Umweltverbände juristisch zu erstreiten.

Leider ist es uns nicht möglich, die Vortragsfolien online zu stellen.

DVD
Das zweite Trauma – Sant’Anna di Stazzema

DVD Das zweite TraumaNach der sehr erfolgreichen Premiere am 20. November im Atelier am Bollwerk ist nun die DVD zum Autorenfilm „Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von Sant’Anna di Stazzema“ erschienen.

Unter der ISBN 978-3-941585-06-5 kann sie im Buchhandel für 15 Euro bestellt werden – und natürlich auch direkt beim Macher Jürgen Weber unter info@querwege.eu.

 

Manche meinen, wir verzetteln uns…

Liebe Leute,

lange hat er dran gearbeitet, der AnStifter Jürgen Weber. Nun, am Sonntag den 20. November um 11 Uhr hat sein Dokumentarfilm „Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von Sant’Anna di Stazzema“ Premiere. Und wir freuen uns sehr, dass er sich entschieden hat, die Premiere im Stuttgarter Atelier am Bollwerk stattfinden zu lassen – natürlich nicht zuletzt wegen der mehr als unrühmlichen Rolle der Stuttgarter Justiz.

Ähnlich unrühmlich, aber doch ganz anders gelagert, ist die Rolle Stuttgarts als Feinstaubhauptstadt, deren zweifelhafter Titel nicht ganz unwesentlich auf den Emissionen des Autoverkehrs basiert. Eine wichtige Rolle bei der Aufklärung der Betrügereien der deutschen Automobilindustrie spielte und spielt die Deutsche Umwelthilfe. Deren Chef Jürgen Resch kommt auf Einladung des Klima- und Umweltbündnisses, der AnStifter und anderer am Donnerstag, den 24. November in den Württembergischen Kunstverein, um ab 19 Uhr über “Schadstoffarmes Stuttgart statt Feinstaubhauptstadt – das ist möglich!” zu sprechen.

Eine Woche später, am Mittwoch, den 30. November, erinnern wir dann an einen zivilisatorischen Tiefpunkt in Stuttgart: Am Morgen des 1. Dezember vor 75 Jahren verließ ein Zug mit 1.000 württembergischen Jüdinnen und Juden den Stuttgarter Güterbahnhof, um sie zu ihrer Ermordung nach Riga zu bringen. Ab 19:30 Uhr zeigen wir deshalb in der Martinskirche eine kurze Dokumentation über die Überlebende Hannelore Marx, Titus Simon liest aus seinem Roman „Hundsgeschrei“ und der Liedermacher Erik Beisswenger gibt seine Vertonungen von Gedichten jüdischer Zeitzeugen zum besten.

Falls Ihnen dies alles zu depressiv erscheint, können Sie natürlich auch gerne am 24. November ab 19:30 Uhr mit uns in der Stiftung Geißstraße 7 über Hannah Arendt und die These “Der Sinn von Politik ist Freiheit” diskutieren.

Herzliche Grüße & immer schön weiterdenken

Fritz Mielert, Peter Grohmann, Evy Kunze, Ebbe Kögel & Annette Ohme-Reinicke

PS: Peter Grohmann wetterte über Blut und Boden, die QuerfrontLuther und Hillary Clinton.

Urgewald
„Schluss mit der Blutkohle“

Die Umweltschutz- und MenschenrechtsaktivistInnen von urgewald haben eine wichtige Unterschriftensammlung an Ministerpräsident Kretschmann und den Energiekonzern EnBW gestartet, die uns sehr am Herzen liegt.

Die EnBW hat im vergangenen Jahr mehr als 1,3 Mio Tonnen Steinkohle von den Firmen Drummond (USA) und Prodeco/Glencore (Schweiz) aus Kolumbien importiert, obwohl diese Unternehmen im dringenden Verdacht stehen, in Kolumbien paramilitärische Verbände unterstützt zu haben. Ehemalige Kommandanten haben unter Eid ausgesagt, dass beide Unternehmen zwischen 1996 und 2006 Zahlungen an die Paramilitärs geleistet und mit diesen zusammengearbeitet haben. Diesen bewaffneten Gruppen werden mehr als 3.100 Morde, über 55.000 Vertriebene und 240 Verschwundene angelastet.

In der Bergbauregion Cesar, wo Drummond und Prodeco/Glencore Kohle abbauen, leiden Gewerkschafter, Menschenrechtler und Vertreter von Opfern bis heute unter Einschüchterungen und Gewalt. Neuer trauriger Höhepunkt war die Ermordung des Gemeindevertreters Néstor Martínez am 11. September 2016. Er hatte sich gegen die Expansionspläne von Drummond ausgesprochen und für die Rechte von Vertriebenen eingesetzt.

Der EnBW und auch Ministerpräsident Kretschmann sind diese Vorwürfe seit langem bekannt. Die EnBW hält jedoch weiter an diesen Geschäftspartnern fest, obwohl die Vorwürfe bis heute nicht aufgeklärt worden sind und diese weiterhin von der Gewalt profitieren. Während die EnBW weiter besonders billige Kohle von diesen Lieferanten kauft, werden die Opfer weiter ignoriert. Dabei sollte man insbesondere von der EnBW, die zu fast 100 Prozent dem Land Baden-Württemberg und baden-württembergischen Landkreisen gehört, erwarten können, dass sie ihre Verantwortung für die eigene Lieferkette gemäß den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte wahrnimmt.

Urgewald möchte mit seiner Kampagne erreichen, dass die EnBW keine Blutkohle mehr kauft, bis aktuelle Verbrechen adressiert sind und erkennbare Schritte zu Abhilfe für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen eingeleitet wurden.

Bitte druckt Euch die Unterschriftenliste Blutkohle aus und sammelt kräftig in Eurem Bekanntenkreis.

Die AnStifter suchen eine*n engagierte*n Geschäftsführer*in

Herzlichen Dank für die vielen Bewerbungen. Bitte schicken Sie uns keine weiteren mehr.

Frieden stiften, Streit schlichten, Brücken bauen: Mit Zivilcourage und Eigensinn!

Im Bewusstsein, dass jeder Mensch Verantwortung für den Fortbestand der Erde trägt, in der Gewissheit, dass Gerechtigkeit der Gewalt den Boden entzieht und in der Überzeugung, dass eine andere Welt möglich ist, wurde 1993 in Dresden der Grundstein zu den AnStiftern gelegt. Mittlerweile sitzen sie in Stuttgart und sind ein großes Netzwerk geworden, das weder eine selig machende, noch eine verbindliche theoretische, weltanschauliche, religiöse oder ideologische Basis besitzt. Vielfalt und Unabhängigkeit sind seine Stärken. Für Gewalt, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gibt’s bei den AnStiftern keinen Platz. Willkommen sind alle, die laut werden, tolerant bleiben und Zivilcourage und Eigensinn zeigen.

Seit 2003 verleihen die AnStifter jährlich den Stuttgarter Friedenspreis. Wichtig sind ihnen anstiftende Bürgerprojekte, eine starke Zivilgesellschaft, politische Alltagspraxis, Interventionen etwa zu Rassismus, eine breit gefächerte Bündnisarbeit und die Förderung von Eigeninitiative. Ein Schwerpunkt der Bildungsarbeit ist das Philosophische Café im Hegelhaus.

Ziel der Stelle
Sie sind der praktische und emotionale Knoten, der das Netz der AnStifter zusammenhält und stärkt. Ihre Arbeit gilt den AnStiftern, ihren Initiativen und Partnern genauso wie der Öffentlichkeit.
Sie sorgen für Verwaltung, Finanzen, Bilanzen und Fundraising, vertreten die AnStifter in Gremien, unterstützen selbständig arbeitende Projekte und Initiativen und verwalten die IT (Webserver und Arbeitsplatzrechner) der AnStifter. Mehr Ideen Ihrerseits? Nur zu!

Voraussetzungen
Sie haben einschlägige Berufspraxis, idealerweise etwa in einer NGO,
Sie sind ein engagierter, kritisch denkender Mensch, ideenreich, kontakt-freundlich und tolerant, Sie arbeiten nicht von 8:15 h bis 15.30 h,
Sie bringen möglichst viel praktisches Wissen um Finanzen und IT mit.

Das bieten Ihnen die AnStifter
– Die Möglichkeit, an der Idee einer anderen Welt mitzuwirken und
– die Chance, andere Menschen zu motivieren, zu begeistern – und das alles in einer
– unbefristeten 60-Prozent-Stelle mit einem Gehalt in Anlehnung an den TVöD 12
mit besten Aussichten, die Stelle bei Erfolg aufzustocken – und sofort, also übermorgen, bei den AnStiftern einzusteigen.
Ihr „Dienstsitz“ ist die DenkMacherei in der Werastraße 10, 70182 Stuttgart

Ihre Bewerbung
richten Sie bitte gleich mit einem Motivationsschreiben und dem Lebenslauf (PDF) an
kontakt@die-anstifter.de
z.Hv Ebbe Kögel und Peter Grohmann

Machen Sie sich vorher mit den AnStiftern vertraut – fragen Sie!
Für den Vorstand:
Peter Grohmann (0711 248 56 77) und Ebbe Kögel

Gedanken zum postfaktischen Zeitalter

Es ist eine Tatsache, dass Gefühle zunehmend die Wahrnehmung vieler stärker prägen als Fakten und Daten, gerade auch in politischen Kontexten. […] Neu ist jedoch der Umstand, dass im Internet falsche Behauptungen weiter massenhaft und unbeirrt durchgehalten werden, auch wenn sich die, die sie geäußert haben, in sachlicher Hinsicht nach Strich und Faden blamiert haben. […] In einem Zeitalter der postfaktischen Re-Ideologisierung von Politik gerät die Demokratie als solche in Gefahr.

Der Medienwissenschaftler Jochen Hörnisch in einem IPG-Intervies zur Gefühlspolitik und das postfaktische Zeitalter.

Wer Visionen hat, soll sie umsetzen

Liebe Leute,

neulich erläuterte Alexander Neupert-Doppler auf Einladung des Hannah Arendt Instituts für politische Gegenwartsfragen im Württembergischen Kunstverein plastisch den Unterschied zwischen Ideologie und Utopie und, dass es immer schwieriger werde, Utopien für komplette Gesellschaften zu entwickeln. Vielmehr müsse man sich auf Teilbereiche konzentrieren. Die Debatte um Gemeingüter/Commons zeige viele interessante Möglichkeiten auf und setze diese in Nischen auch schon praktisch um.

In genau diese Kerbe schlägt die Ökonomin Friederike Habermann, die heute Abend ab 19 Uhr wiederum im Kunstverein unter dem Titel “Ecommony: UmCARE zum Miteinander” ihre Utopie eines Wirtschaftssystems nach dem Kapitalismus vorstellt. Sie zeigt in ihrem Vortrag Ansätze zu einer “neuen Form des Wirtschaftens” auf und lädt dazu ein, sich eine Welt nach dem Kapitalismus praktisch vorzustellen.

Klar, das ist jetzt etwas kurzfristig, verspricht aber umso mehr eine spannende Debatte, als dass sich gleich morgen schon ein Workshop mit der Referentin anschließt (10-13h).

Herzliche Grüße

Fritz Mieler, Peter Grohmann, Evy Kunze & Ebbe Kögel

PS: Peter Grohmann wetterte in der Zwischenzeit unter der Überschrift Paar in die Fresse?.
PPS: Ihr Hinterkopf könnte sich für die Nachricht interessieren, dass am 20. November im Stuttgarter Kino Atelier am Bollwerk der Film Das zweite Trauma über die Aufarbeitung des NS-Massakers im italienischen Sant’Anna Premiere feiert.

Freitag am Landtag
Schon wieder CETA stoppen!

Liebe Leut,

die Zeit der großen Massendemonstrationen ist vorbei. Ach so? Am 17.9.2016 versammelten sich in sieben Städten über 300.000 Menschen, fast soviel wie vor 33 Jahren bei der 107 km langen Menschenkette Ulm-Stuttgart. Kinder, wie die Zeit vergeht! Und die AnStifter damals und heute mittendrin.

Damals ging’s um die Stationierung neuer Raketen im alten Land, heute um Ceta, TTIP, Tisa – ist die Kapitulation vor den Konzernen noch zu verhindern? „Proletarier aller Länder!“, möchten man gern rufen. Aber momentan vereinigen sich leider nicht die Proletarier aller Länder, sondern weltweit nationalistische Spießbürger – und gleich nebenan um die Ecke bei uns germanische Rutengänger, Geisterbeschwörer und ihre Handlanger, um Hass und Zwietracht zu säen und Feuer zu legen.

Gerade deshalb ist unser Ja zu Europa wichtig, dem weltoffenen Haus ohne Stacheldraht. Ja, wir sind immer noch Träumer von einer besseren, einer anderen Welt, in der nicht der Profit, sondern Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit an erster Stelle stehen.

Es sind die Träume von einer Welt, die nicht den Ärmsten der Armen ins Gesicht spuckt, einer Welt, die ihren Reichtum, ihre Ressourcen nicht in Kanonen, Bomben und Raketen steckt, nicht in die Sanierung von Banken, sondern die dafür sorgt, dass alle ausreichend zu essen haben, überall. Wir sind Realisten, weil wir wissen: Es ist genug für alle da. Deshalb beginnen unsere Erzählungen auch bei solchen altmodischen Begriffen.

Wir sind unterwegs und freuen uns, wenn wir Sie treffen – als Freunde und Förderer, als Mitstreiterinnen und kritische Begleiter. Machen Sie uns winterfest – Werden Sie AnSifter*in!

Vielleicht sehen wir uns ja schon am Freitag, den 30. September um 8:30 Uhr am Eckensee in Stuttgart. Denn da die SPD nicht den Mumm besaß, vergangene Woche das Handelsabkommen CETA zwischen der Europäischen Union und Kanada Woche zu stoppen, gehen unsere Proteste weiter. Warum Freitag? Im Landtag findet eine öffentliche Anhörung zu CETA statt. Renommierte Experten werden den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion macht das Landesbündnis für eine verantwortungsvolle Handelspolitik deutlich: Ein solches Handelsabkommen ist mit uns nicht zu machen. Zu viele „rote Linien“ wurden bisher schon gerissen.

Vor dem Landtag, direkt außerhalb der Bannmeile, werden wir große, rote „STOP CETA“-Buchstaben aufbauen. Davor stehen Menschen mit Masken von Ministerpräsident Kretschmann und CDU-Chef Strobl und reißen ihre eigenen roten Linien ein. Lautstark protestieren wir dagegen. Machen Sie mit?

Wie wäre es sonst am Dienstag, den 4. Oktober: Um 17 Uhr wird am früheren Städtischen Kinderkrankenhaus nach peinlichen Querelen endlich eine Gedenktafel für die dort in der NS-Zeit ermordeten Kinder aufgestellt (Türlenstraße 22). Im November widmen wir eine Veranstaltungsreihe den Themen „Gewalt vergessen“ – Gespräche, Kontroversen, Filme und Musik.

Für die FriedensGala am 10. Dezember hat der Vorverkauf begonnen. Tickets nur übers Theaterhaus unter http://www.reservix.de/off/login_check.php?id=c6ec16e8cf3cd507f72ad77e4fd1ff4b30e590c423cdf45ff72ad77e4fd1ff4b5caa98c434898faf&eventID=850769 oder 0711 4020720.

Herzliche grüßen

Peter Grohmann, Fritz Mielert, Evy Kunze & Ebbe Kögel

PS: Peter Grohmann wetterte über Alles BeschissFalschpisser und Die Hure Babylon