Redaktionelle Anmerkung

Bei den im Anstifter-Blog zum Ausdruck kommenden Meinungen handelt es sich ausschließlich um Meinungen der genannten, selbstverantwortlich handelnden Autoren und Autorinnen. Gegenreden, Kommentare zu und Zweifel an den hier erscheinenden Texten sind ausdrücklich erwünscht. Vorschläge für eigene Beiträge können über die Adresse blog@die-anstifter.de eingereicht werden.

Die Redaktion

Songwriting
Digger Barnes – Ein Leben on the road

Digger Barnes “TRAVELIN´ MAN” Music Video

Seit fünfzehn Jahren dokumentiert der Musiker Kay Buchheim unter seinem Künstlernamen und Alter Ego Digger Barnes sein Leben on the road. Vielmehr noch: Er macht die Entwurzelung eines melancholischen Reisenden zum Gegenstand seiner Musik. „Der Beruf des Cowboys ist ein verdammter Scheißberuf“, sagte er einmal in einem Interview. mehr…

Stuttgarter FriedensPreis 2020
Ihre Vorschläge sind gefragt!

Ab sofort können Sie uns Ihre Vorschläge für den Stuttgarter FriedensPreis 2020 zusenden. Mit dem Stuttgarter FriedensPreis zeichnet das Bürgerprojekt Die AnStifter seit dem Jahr 2003 Menschen und Projekte aus, die sich in besonderer Weise für “Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität” einsetzen.

Das sind nicht Hinz und Kunz, aber auch nicht die von der Gesellschaft sowieso gepamperten Großprojekte, die leichter Hand die Öffentlichkeit erreichen, wie sich gezeigt hat. Über den Stuttgarter FriedensPreis stimmen die AnStifterinnen und AnStifter demokratisch ab. Bei ihnen haben meist Außenseiter und nicht besonders privilegierten Projekte bisher die besten Chancen gehabt.

Der Stuttgarter FriedensPreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird alljährlich im Rahmen einer FriedensGala im Herbst verliehen.

Kriterien für Vorschläge zum Stuttgarter FriedensPreis der AnStifter

Bis zum 31. März 2020 können Vorschläge zum Stuttgarter FriedensPreis per E-Mail (vorschlag@stuttgarter-friedenspreis.de) oder Post (Die AnStifter, Werastraße 10, 70182 Stuttgart) eingereicht werden. Vorschläge kann jede und jeder namentlich einreichen – ob AnStifterIn oder nicht. mehr…

Was macht Angst bei Digital?

Angst vor Digitalisierung

Umfragen kann man viele machen. Oft reicht ein Telefon. Umfragen sind unterhaltend und werden gerne als Grundlage für kleine Pressetexte verwendet. In der Umfage dieses kleinen Textes geht es um die Angst der Menschen vor der Digitalisierung.

mehr…

Frauen im Rock (XI)
Nita Strauss

NITA STRAUSS - Pandemonium (Official Video)

Nita Strauss ist eine Ausnahmegitarristin. Seit 2014 ist Nita Strauss Mitglied in der Band von Alice Cooper und wurde von Guitar World auf Platz Eins der „10 weiblichen Gitarristen die man kennen sollte“ gewählt. Negative Äußerungen aufgrund ihres Geschlechts, hat die Musikerin bisher zum Glück nicht hinnehmen müssen. Sie selbst sagte einmal:
mehr…

Google Maps Hack

Google Maps Hacks | Google Maps Traffic Jam by Simon Weckert

Simon Weckert ist Künstler. Er malt jedoch nicht, ist kein Bildhauer, stellt keine experimentellen Videos her und performt auch nicht. Simon Weckert setzt sich mit dem Digitalen auseinander. mehr…

Buchvorstellung
Müllers Meinungsmache

In den Paul-Lechler-Saal im 1. OG des Stuttgarter Hospitalhofs passen schätzungsweise 500 Personen. Der Saal ist zu Dreiviertel gefüllt, als ein Herr ans Mikrofon tritt, um den Abend zu eröffnen. Er begrüßt Albrecht Müller und stellt die Vorstellung seines neuesten Buches „Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst“ in eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Was ist Demokratie?“ mehr…

Wahl zum Ministerpräsidenten in Thüringen

Wahl von Kemmerich
Dammbruch?

Ein Ministerpräsident, der sich mit Hilfe der AfD wählen lässt?

Jörg Meuthen twittert dazu: Der erste Mosaikstein der politischen Wende in Deutschland: Sieg der bürgerlichen Mehrheit!!!

Auch der Tweet des Landesvorsitzender der AfD Berlin lässt nichts Gutes ahnen:
Diese bürgerliche Wende ist ein gutes Zeichen für Deutschland! Endlich wird deutlich, dass es eine Mehrheit gegen die linksrotgrüne Vorherrschaft nicht nur auf dem Papier gibt. Glückwunsch nach Thüringen.

Ziehen wir uns warm an!

Filmkritik
Sorry, we missed you

Sorry we missed you
Noch ist die Familie unbeschädigt …

Ein Film wie ein Faustschlag. Kaum auszuhalten und ich frage im Anschluss an der Kasse, welche Altersbegrenzung der Film hätte. Ab 12 Jahren. Ich hatte es befürchtet.
Ken Loach ist seit Jahren ein ausgewiesener Sozialdramenfilmer. Aber selten hat er die Ausweglosigkeit seiner Protagonisten mit derartiger Wucht auf die Leinwand gebracht. Dieser Film hat nichts mehr von der Leichtigkeit, die das Sozialdrama „Angles Share“ auszeichnete. Seine Hauptfigur in „Sorry, we missed you“, der Familienvater Ricky, trägt Züge von Hiob, dem ein Hindernis nach dem anderen in den Weg gelegt wird und der trotzdem nicht verzweifelt. Doch Ricky glaubt nicht wie Hiob an Gott sondern daran, dass er es schaffen kann in dieser brutalen Wirtschaft, wenn er nur hart genug arbeitet und sich selber ausbeutet. Das geht zu Lasten der Familie.
mehr…

US Wahlen
Neil Young darf in den Vereinigten Staaten wählen

Neil Young Kurz vor den ersten Vorwahlen in Iowa – die in ihrer Durchführung für die Demokraten ein Desaster waren – erhielt Neil Young seine US-Staatsbürgerschaft. Jetzt darf er in den Vereinigten Staaten wählen. Der gebürtige Kanadier, der seit mehr als 50 Jahren in Kalifornien wohnt, wurde am 22. Januar amerikanischer Staatsbürger. Umgehend präsentierte er sich vor einem Registrierungsbüro. Er wolle seine Haltung zu dem Land deutlich machen und das könne er am besten an der Wahlurne. Neil Young: „Wir haben einen Klima-Notstand und die Regierungen handeln nicht.“
mehr…

Deniz Yüzel und der Journalismus

In seinem letzten Artikel für die in Berlin erscheinende, um die 50.000 Abonnenten zählende taz, erwähnt Deniz Yüzel zwei ihm wichtige journalistische Erkenntnisse

mehr…

Müllers Mühle

Dass Juden auch Schuld am Antisemitismus sind, das weiß der bekannte Publizist Albrecht Müller.

mehr…

Studie
Viele Bürger und Bürgerinnen benötigen Hilfe im Umgang mit digitalen Medien

Digitalisierunglernen

Nicht schlecht, oder? 74% der Bundesbürger und -bürgerinnen sagen, dass sie Smartphones und Computer nutzen und bedienen können. Wenn es aber darum geht, dabei Fehler oder unvorhergesehene Ereignisse zu bewältigen, dann sind die meisten aufgeschmissen.

mehr…

Auschwitz-Appell
Landespressekonferenz am 27. Januar 2020

Landespresseschau

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau stellen die AnStifter einen Appell vor, der die Bundesregierung auffordert, dauerhaft die Gedenkstätten in Auschwitz-Birkenau durch finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die AnStifter befürchten, dass die Gedenkstätten und die Museen existenziell bedroht sein könnten. Angesichts dieser Gefahr haben die AnStifter den „Auschwitz-Appell“ der Öffentlichkeit vorgestellt.
mehr…

Yad Vashem, den 23. Januar 2020
Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

בָּרוּךְ אַתָּה יְיָ אֱלֹהֵינוּ מֶלֶךְ הַעוֹלָם שֶׁהֶחֱיָנוּ וְקִיְּמָנוּ וְהִגִּיעָנוּ לַזְּמַן הַזֶּה׃

„Gepriesen sei der Herr, […] dass er mich heute hier sein lässt.“

Welche Gnade, welches Geschenk, dass ich heute hier in Yad Vashem zu Ihnen sprechen darf. Hier in Yad Vashem brennt die ewige Flamme der Erinnerung an die Toten der Shoah. Dieser Ort erinnert an ihr millionenfaches Leid.

Und er erinnert an ihr Leben – an jedes einzelne Schicksal.

Dieser Ort erinnert an Samuel Tytelman, ein begeisterter Schwimmer, der bei Makkabi Warschau Wettkämpfe gewann, und an seine kleine Schwester Rega, die ihrer Mutter beim Kochen für den Schabbat half.

Dieser Ort erinnert an Ida Goldiş und ihren dreijährigen Sohn Vili. Im Oktober wurden sie aus dem Ghetto Chișinău deportiert, und im Januar, in bitterster Kälte, schrieb Ida ein letztes Mal an ihre Eltern und an ihre Schwester: „Ich bedaure aus tiefster Seele, dass ich beim Abschied die Bedeutung des Augenblicks nicht erfasste, […] dass ich Dich nicht fest umarmt habe, ohne loszulassen.“

mehr…

Bundesinnenminister will nicht „ausgeforscht“ werden

Ein Bundesinnenminister kann lesen, was er will. Wenn er als Kabinettsmitglied Entscheidungen auf Regierungsniveau vorbereitet, dann ist es von öffentlicher Seite nicht ganz unberechtigt zu fragen, worin diese Lektüre besteht. mehr…

Internet
Gewinner und Verlierer der letzten Google-Updates

Google führt ab und an Updates seiner Suchalgorithmen durch. Die betriebswirtschaftlichen Konsequenzen dieser Umstellungen sind alles andere als banal. Nur Unternehmen, denen das Internet egal ist, die nichts über das Internet verkaufen und hier keine Kundschaft akquirieren, sind diese Veränderungen schnuppe. Alle anderen Unternehmen bekommen die mehr oder weniger regelmäßig durchgeführten Google-Updates zu spüren. Im Guten wie im Schlechten. mehr…

Frag den Staat

Ich glotz TV
Dokumentationen, Filme zum Gedenken an die Befreiung von Auschwitz

Foto: © Eva Haag
Foto: © Eva Haag

Am 27. Januar jährt sich zum 75. Mal die Befreiung von Auschwitz. 1945 befreiten sowjetische Truppen das größte deutsche Vernichtungslager während der NS-Zeit. Der Name Auschwitz steht seither für die grausamen Vernichtungsmethoden und die standardisierte Todesmaschinerie der Nationalsozialisten.
Auf folgende Dokumentationen und Filme in den öffentlich-rechtlichen Sendern möchten wir an dieser Stelle hinweisen:
mehr…

Herzlichen Glückwunsch
Ernesto Cardenal

Ernesto Cardenal
Bildquelle Wikipedia CC BY-SA 3.0

Heute, am 20. Januar vor 95 Jahren, wurde eine der schillerndsten Figuren Lateinamerikas, der Priester und Lyriker Ernesto Cardenal in Granada, Nicaragua geboren. Der katholische Priester, Mystiker, Widerstandskämpfer, Revolutionär und Ex-Kulturminister Nicaraguas nennt sich selbst „Sandinist, Marxist und Christ“. Für Linke war er seit dem Sturz der Somoza-Diktatur 1979 der Beweis dafür, dass sich Christentum und Marxismus nicht widersprechen.
mehr…

Entwurf für EU-Weißbuch sieht Verbot automatischer Gesichtserkennung vor

Dass eine EU-Kommissarin ein Weißbuch vorstellen will, ist alleine wohl noch keine Meldung wert. Etwas interessanter wird es, wenn sich das Weißbuch mit einem Thema wie der künstlichen Intelligenz auseinandersetzt. Und wenn dann noch von automatischer Gesichtserkennung die Rede ist, muss auch ein Bundesinnenminister kurz innehalten, um zu überlegen, ob sein Vorhaben, an 135 Bahnhöfen und 14 Flughäfen entsprechende Überwachungssysteme zu installieren, nicht doch später in die Praxis umgesetzt oder erstmal ganz verschoben werden sollte. mehr…