Redaktionelle Anmerkung

Bei den im Anstifter-Blog zum Ausdruck kommenden Meinungen handelt es sich ausschließlich um Meinungen der genannten, selbstverantwortlich handelnden Autoren und Autorinnen. Gegenreden, Kommentare zu und Zweifel an den hier erscheinenden Texten sind ausdrücklich erwünscht. Vorschläge für eigene Beiträge können über die Adresse blog@die-anstifter.de eingereicht werden.

Die Redaktion

Kuscheln nein – soziale Kontakte ja

Social distancing

Mit Blick auf die Kontaktverbote angesichts der Corona-Pandemie hat das deutsche PEN-Zentrum an Politik und Medien appelliert, auf den Ausdruck „soziale Distanz“ zu verzichten.

Er könne durch „physische Distanz“ oder „körperlicher Abstand“ ersetzt werden, sagte PEN-Präsidentin Regula Venske. „Soziale Distanz“ klinge wie ein Begriff aus dem Wörterbuch des Neoliberalismus, führte die Schriftstellerin aus: „Wir alle aber wissen, dass jetzt soziale Nähe gefragt ist: Kooperation, Verantwortung füreinander.“ Es gebe sicherlich derzeit dringlichere Probleme, als Worte auf die Goldwaage zu legen, betonte Venske, aber Sprache präge des Denken und Verhalten der Menschen. Im Englischen bedeute das Wort „social“ heute vor allem „gesellig“ und erst in zweiter Linie das, wofür „sozial“ im Deutschen stehe, nämlich für gesellschaftliche Werte wie Gemeinsinn und Solidarität.

Quelle: Pen-Pressedienst

Gaming
Ältere mehr, Jüngere weniger

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Der Branchenverband Game stellt fest, dass immer mehr Deutsche über 60 Jahren ihren Computer, ihr Tablet oder ihr Smartphone dazu nutzen, um Skat zu spielen, eine Aufbausimulation zu machen oder ein Kreuzworträtsel zu lösen.

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Songwriting
Stu Larsen gerät in einen Sturm

Stu Larsen
Zum Abspielen auf das Bild klicken

„Hurricane“ ist die neueste Single von Stu Larsen, diesem ewig Reisenden, der weltweit mit seinem Gitarrenkoffer unterwegs ist. (Ich hatte ihn bereits hier vorgestellt.)

Und erleben nicht auch wir gerade einen Sturm der ganz besonderen Art? Kommt gut durch diese Zeit! mehr…

Ranking der Online-Sichtbarkeit im Jahr 2019

Internetsuche

Das Unternehmen searchmetrics.com beschäftigt sich mit Ranglisten im Internet und gibt jährlich einen entsprechenden Report heraus, der jetzt auch für das Jahr 2019 erschienen ist.

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Corona-Pandemie und Informationsbedürfnis

Laptop

Ältere Menschen – und dazu zählen Personen schon ab 40 – haben das größte Interesse an Online-Nachrichten über die Corona-Pandemie.

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Frauen im Rock XIV
Larkinpoe

Larkin Poe | Bleach Blonde Bottle Blues (Official Video)

Die Schwestern Rebecca & Megan Lovell von Larkin Poe sind Singer / Songwriter, Multiinstrumentalistinnen, die ihre eigene Marke von Roots Rock ’n‘ Roll kreieren: grobkörnig, gefühlvoll und von ihrem südlichen Erbe geprägt. Sie stammen ursprünglich aus Atlanta und leben derzeit in Nashville. Inspiration für den Namen der Band war Larkin Poe, ein Ur-Ur-Ur-Großvater der Lovells. Dieser war zugleich ein Cousin des legendären Schriftstellers Edgar Allan Poe.

Rassismus
Nicht nur Corona tötet

Diskriminierung

Michel Abdollahi schreibt:
Rassismus ist auch ein Virus, das sich in der Gesellschaft festgesetzt hat. Dieses Virus befällt Menschen und tötet. Aber eben nicht alle. Es genießt aktuell immer noch eine zweifelhafte Exklusivität. Würde es alle befallen, wir wären schon längst anders gegen es vorgegangen. Solange wir aber glauben, gegen Rassismus immun zu sein, reicht es meist nicht zu mehr als zu kurzfristiger Betroffenheit. Aber der Hass gegenüber Haltung, wie sie etwa Walter Lübcke zeigte, wird sich weiter ausbreiten. Dann wird auch Herkunft kein Privileg mehr sein. Dann kann es jeden treffen.
Quelle: Spiegel
Ein ausführliches Interview mit ihm kann man hier lesen/hören

Zeit zum Nachdenken

Peter Grohmann Foto: © M. Seehoff
Foto: © M. Seehoff

Peter Grohmann, Gründer der AnStifter, lässt uns folgende Botschaft zukommen:

Liebe Leute,

vielen Dank für die freundliche Post, für Nachfragen, Anrufe und die interessanten Ideen zur eigenen, der Volksgesundheit und der Rettung der Demokratie.

Leider sind – aus Mangel an Erkenntnis und Zeit – viele Menschen, die uns nahestehen, durch unser eher mageres Informationsraster gefallen – nicht nur jene, die keine eMail-Adresse haben. Jetzt besteht deshalb für uns alle eine gute Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen. Kontaktsperre aufheben. mehr…

Herzlichen Glückwunsch
Zum 75. Geburtstag von Eric Clapton

Eric Clapton 2008 im Hyde Park, London
Eric Clapton 2008 im Hyde Park, London
Foto: © Majvdl / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Heute, vor 75 Jahren, wurde Eric Clapton in Ripley, ca. 40 km südlich von London, geboren. Zur Zeit seiner Geburt war seine Mutter gerade mal 16 Jahre alt, sein Vater, ein in England stationierter, 24-jähriger kanadischer Soldat, hatte das Land bereits verlassen. Dass Eric Clapton einer der bekanntesten und besten Bluesgitarristen werden sollte, konnte die alleinerziehende Mutter zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.
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Ásgeir singt und spielt unter der Brücke

Ásgeir - King And Cross (Live at The Bridge)

Der achtundzwanzigjährige Singer-Songwriter Ásgeir Trausti ist in Island kein Unbekannter. Ásgeir ist der Sohn des isländischen Dichters Einar Georg Einarsson, der für Ásgeir die meisten Lieder geschrieben hat. Sein Debütalbum „Dýrð í dauðaþögn“ wurde das bestverkaufte Debütalbum Islands. Etwa 10 % der Isländer (340.000) besitzen dieses Album. Mit einer Neuauflage des ursprünglich in Isländisch gesungenen Albums und mit Björk als Labelkollegin im Rücken, gelang ihm 2014 auch international der Durchbruch („In the Silence“). Mittlerweile ist er heiß begehrt, tourt durch die ganze Welt und erklärt dabei in Interviews immer wieder so sympathisch bescheiden, dass er als Kind kaum etwas anderes zu tun hatte als Musik zu machen. Ich habe mich auf Anhieb in seine wunderschöne Stimme verliebt.

Naomi Klein
Coronavirus Capitalism — and How to Beat It

Coronavirus Capitalism — and How to Beat It

Naomi Klein, Journalistin, Autorin und Aktivistin: „I’VE SPENT TWO decades studying the transformations that take place under the cover of disaster. I’ve learned that one thing we can count on is this: During moments of cataclysmic change, the previously unthinkable suddenly becomes reality. In recent decades, that change has mainly been for the worst — but this has not always been the case. And it need not continue to be in the future. This video is about the ways the still-unfolding Covid-19 crisis is already remaking our sense of the possible […]“ Weiter zum vollständigen Text über den Videobeitrag auf The Intercept.

Weitere Informationen:

Website von Naomi Klein

Naomi Klein auf Perlentaucher.de

Info zu The Intercept „award-winning news organization dedicated to holding the powerful accountable through fearless, adversarial journalism.“

 

Frauen im Rock XIII
Samantha Fish „Chills And Fever“

Samantha Fish - Chills And Fever - Daytrotter Session - 9/8/2017

Die 1989 in Kansas City geborene Samantha Fish ist eine Blues- und Country-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin. Bei ihren Auftritten wird sie zumeist nur von E-Bass und Schlagzeug, manchmal auch von Keyboard, Saxophon und Trompete begleitet. Samantha Fish stammt aus einer musikalischen Familie, denn sowohl ihr Vater als auch ihr Onkel spielten Bluesgitarre; sie selbst begann zunächst Schlagzeug, später dann im Alter von 15 Jahren, Gitarre zu spielen. Für ihre erste Plattenproduktion „Runaway“ (2011) erhielt sie den Blues Award für das beste Debütalbum. Ihre achte LP erschien 2019.

Trauer in der Musikerszene
Manu Dibango ist tot

Festival der Kulturen in Stuttgart, 2013 Foto: © M. Seehoff
Festival der Kulturen in Stuttgart, 2013
Foto: © M. Seehoff

Der aus Kamerun stammende Saxophonist Manu Dibango verstarb am 24. März im Alter von 86 Jahren. Auf seiner offiziellen Facebook-Seite wurde bestätigt, dass er dem Coronavirus zum Opfer gefallen ist. Manu Dibango galt als Star des Afro-Jazz. Er verband Jazz und Funk mit den musikalischen Einflüssen seiner Heimat Kamerun – unter anderem der Tanzmusik Makossa.
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Katie Noonan
Coverversion von Chandelier

Katie Noonan

Live At The Bridge ist eine Videoserie, in der ausgewählte Musiker aus aller Welt ihre Lieblingslieder unter der Sydney Harbour Bridge aufführen. Die australische Künstlerin Katie Noonan spielt auf hohem Niveau Alternative Rock, Jazz. Auch von Opermusik hält sie sich nicht fern. Hier im Video interpretiert sie den Song „Chandelier“ der australischen Sängerin und Songwriterin Sia Kate Isobelle Furler.

Textlich hat das Lied ein melancholisches Thema, das die Demoralisierung und Rationalisierung des Alkoholismus durch den Denkprozess eines „Partygirls“ beschreibt. Im weiteren Sinne spricht das Lied die flüchtigen Gefühle der Befreiung und Verlassenheit an, die mit der Vergiftung einhergehen, sowie den Schmerz, die Schuld und die Leere, die mit Sucht, Alkoholismus und hedonistischem Übermaß einhergehen.

In Zeiten des Coronavirus ein Zeichen der Verbundenheit setzen

L'inno d'Italia cantato da balconi e finestre in tutto il Paese

Aus der Stille der italienischen Städte steigt ein Chor, ein Konzert, ein herzerwärmendes Lebenszeichen. Alle paar Stunden, irgendwo im Land, treten Menschen aus der Isolation, die ihnen die Regierung wegen der Verbreitung des Coronavirus verordnet hat, heraus. Sie stellen sich auf ihre Balkone oder an ihre Fenster und stimmen in Lieder ein, alle miteinander, über Straßen und Piazze hinweg, manchmal begleitet von improvisierten Schlagzeugern, die sich mit Pfannen behelfen, mal von Trompetern zweifelhafter Güte, mal von richtig guten Tenören und Gitarrenspielern. Jeder mit seinem Talent.
Quelle: Süddeutsche Zeitung

Coronavirus
… und nun?

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Coronavirus
Ein Ländervergleich

Herzlichen Glückwunsch
Bobby McFerrin wird 70

Photo by Szaniszlo Ivor, CC BY-SA 3.0
Photo by Szaniszlo Ivor, CC BY-SA 3.0

Bobby McFerrin, dieser große Stimmkünstler wird heute 70 Jahre alt. Man kann den Eindruck gewinnen, er sei vom Himmel geschickt, um uns mit seiner Stimme zu verzaubern. Ich hatte das Vergnügen, ihn in den 80ziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Hamburg zu erleben. Es ist nicht nur seine Stimme, die mich für ihn eingenommen hat. Es ist sein ganzes, den Menschen freundlich zugewandtes Wesen. Bescheiden tritt er auf die Bühne, ganz ohne Starallüren, die er damals schon hätte haben können. mehr…

Lernort Komödien
Von der Freundschaft zwischen Kommunisten und Anarchisten

Känguru-Chroniken: Freunde sein
Foto: X Verleih

Die Komödie Die Känguru-Chroniken ist gerade angelaufen. (Regie Dani Levy nach dem Buch von Marc-Uwe Kling). Darin findet sich dieser klärende Dialog:

Känguru: „Ich bin Kommunist und was sind Sie?“
Marc-Uwe: „Ich bin Anarchist“
Känguru: „Cool, dann können wir Freunde sein. Bis zur Revolution. (leiser, für sich) Danach wird es allerdings schwierig.“