Vaclav Reischl
Hölderlin im Städtischen Lapidarium

Wer mehr über die Arbeit des Fotografen, Filmemachers und AnStifters Vaclav Reischl wissen will: Hier ght´s zum Blog.

Demokratie wagen

Das Wichtigste zuerst: „Wir wollen mehr Demokratie wagen“, wie das uneheliche Kind Willy Brandt alias Herbert Frahm 1969 behauptete, als es Kanzler wurde. Heute nimmt Deutschland 50 Flüchtlinge auf, und beim Stuttgarter Festival der Kulturen bekommen alle, die „öffentlich“ anreisen, zwei Gläser Sekt zum Preis von einem.

Wären nicht erst im Oktober 2018, sondern bereits am nächsten Sonntag Wahlen in Bayern, käme die CSU auf 39 Prozent, scharf verfolgt von AfD und Grünen mit je 14 Prozent, während die SPD mit satten 12 Prozent und die Linken immerhin mit 3% punkten könnten. In der gleichfalls gebirgigen Sächsischen Schweiz, der Heimat meiner Omi Glimbzsch, wird erst 2019 gewählt. Hinter den Bergen kann die AfD dort mit 40 Prozent rechnen, die NPD sattelt noch 7 Prozent drauf. Falls da Unruhe aufkommt (die erste Bürgerpflicht, so die Hoffnung von Jürgen Habermas 1958): Dort, wo der Pole keine Fahrräder klaut, sieht alles viel ruhiger aus. So Gott will und uns kein Krieg heimsucht, hätte zwar auch dort das Schwarz-Rote Regierungsbündnis in Dresden keine Mehrheit mehr und die Wahl, entweder die Linken oder die AfD mit ins Boot zu nehmen, um noch mehr Demokratie zu wagen. Aber woher kommt’s? „Es fehlt der Linken an überzeugenden Konzepten“, meint wohl Sahra Wagenknecht. Doch offenbar fehlt auch der Demokratie selbst ein überzeugendes Konzept.

Vielleicht braucht man ja gar keine Opposition? Nehmen wir Afrika, die FIFA oder Russland, da geht’s auch ohne, und wir kommen trotzdem gut miteinander aus. Herr Müller sitzt ja direkt in der Bundesregierung und möchte, dass europäische Kommissare gewissermaßen die Macht in Afrika übernehmen und den anderen Schwarzen sagen, wie man richtig wirtschaftet und sich wohlfühlt zu Hause (Wohlfühl-Kapitalismus). Von 2021 bis 2027 solle die EU für Afrika 39 Milliarden Euro ausgeben, sagt Müller. Mit dem Geld, sag‘ ich jetzt mal, könnten die Afrikaner dann Hähnchen, Getreide oder Dieselfahrzeuge und manches mehr bei uns kaufen.

Wahr ist: Als Togo noch Deutsch war, 1848, mussten die Menschen jedenfalls nicht abhauen (sofern sie anständig waren). Ja, die guten alten Zeiten! Die neue Rheinische Zeitung hatte 1848 eine Auflage von 60 000 Exemplaren – aber sie könnte der TAZ nie das Wasser reichen. Wir sehen: Fehlfarben! Geschichte wird gemacht – es geht voran. Wenn wir trotzdem nicht locker lassen: Wir brauchen keine Alternative für Deutschland, aber drübernaus. Das hält uns wach.

Meine Fresse!

In Sidney werden jetzt beim Abflug aus dem Land der Kängurus Gesichtsscanner eingesetzt – für die Kriminellen wird immer sinnloser, mit gefälschten Papieren zu reisen. Auch Erdoğan kommt zunehmend in Kalamitäten: Eben hat er wieder über 18000 Staatsbedienstete – Lehrerinnen, Polizisten, Militärs entlassen, darunter auch viele seiner eigenen Wähler, weil sonst niemand mehr da war. Am Ende hat er niemanden mehr, der im Kriegsfall für ihn schießt. Dann muss der Gute selber ran. Ostfront? Westfront? Heimatfront!

In den USA wäre das alles kein Problem – do it yourself. Die Bibel in der Rechten, die Knarre in der Linken. Bei den Militärausgaben stehen die Staaten allerdings mit ihren 4,3 % des BIP auf einem ganz miesen 9. Platz – weit hinter dem Südsudan, das mehr als 10 % für sein Militär her-gibt. Schlecht für die Neger, gut für die Weißen – Heckler & Koch ist hocherfreut. Unsereins reicht eben mal 1,3 % an die Truppe weiter – das sind schlappe 38 Milliarden im Jahr. Sechs bis sieben Milliarden EU mehr (jedes Jahr) müssen schon drin sein, fordert Cheflobbyist Donald Trump. Geld, das dann allerdings bei Stuttgart 21 fehlen würde.

Keinundzwanzig? Ein ganz heikles Thema, bei dem sogar meine Omi Glimbzsch in Zittau kalte Füße bekommt. Mittlerweile findet ja auf breiter Front eine Art S-21-Absetzbewegung statt – frei nach dem Motto: Umsteigen, bevor der Russe kommt oder der letzte Zug weg ist. Es war nicht irgend jemand, sondern die Schwertgosch aus Tübingen, Ministerin für Justiz und Ordnung von 1998 -2002, die die hohe Kunst der tiefen Schläge beherrscht. Herta Däubler-Gmelin, die frisch-fröhliche Sozialdemokratin, meinte in ihrem Plädoyer auf der Stuttgarter Kundgebung am 7.7.2018, es könne sich niemand mehr darauf berufen, daß die Volksabstimmung zu S 21 Grundlage oder auch nur ein politisches Mäntelchen für irgendeinen Auftrag sei. Die Abstimmung beruhte auf falschen Angaben, die entweder mit der Absicht der Täuschung von Anfang an verfälscht wurden oder die jedenfalls der Volksabstimmung die Grundlage entzogen haben, wenn später relevante, nicht kalkulierte Veränderungen hinzugekommen sein sollten:
„Die missbräuchliche Verwendung öffentlicher Gelder (bezeichnet) unser Strafgesetzbuch … als Untreue … .“

Sag‘ ich doch! Herr Staatsanwalt, Ihre Zeugin. Übernehmen Sie!

Doppelpass, zeitgleich

Am Wochenende hat die Polizei in Kempten 1000 (in Worten: tausend) sturzbesoffene Jugendliche von einer Grünfläche entfernt. Alles wegen Bayern. Fast zeitgleich trafen am 30.6. in Augsburg hochgerechnet 6000 Polizistinnen ebenso viele DemonstrantInnen. Alles wegen Demokratie. Die Freunde von Toleranz und Vielfalt trieben’s erst einmal getrennt: Vor der mit Stacheldraht umzingelten AfD-Festung sind es vor allem junge Linke, die den Anfängen wehren wollen, die anderen wollen später wehren. Klar, nicht jeder will beim Kampf gegen rechts gleich mit den Linksautonomen losrennen und aus der Puste kommen. Im Land der Buntgescheckten darf bei der Abschlusskundgebung gegen den AfD-Parteitag jemand von der CSU sprechen – aber dann ist Schluss mit lustig! Halt – klar: Der bayrische Stacheldraht könnte doch anschließend direkt an den Außengrenzen hochgezogen werden, oder? Merke: Niemand hat de Absicht, eine Mauer zu errichten, die die freie Sicht auf’s Mittelmeer vermiest. Bekanntlich hat man (auch wieder zeitgleich) in den USA gerade mal 2500 Kinder von ihren Müttern getrennt: Der Protest „gegen so was“ treibt in 100 Städten der Staaten 100000 auf die Straßen. Bei uns spielt man da eher auf Zeit und weiß: Die Kinder werden ja irgendwann auch mal erwachsen. Die Segnungen des Friedens und der Menschlichkeit, wie sie die Präambel der Bayerischen Verfassung prophezeit, gelten (eingedenk einer mehr als tausendjährigen Geschichte dieses Landes) eh nur für die Ureinwohner. So hilft den flüchtigen Müttern, Vätern oder Kindern in Augsburg oder Nürnberg auch kein Verweis auf Artikel 125 der Verfassung. Dort wird behauptet, „(1) Kinder sind das köstlichste Gut eines Volkes“. Alternativ für Deutschland finden sie auch Trost im Absatz 2, nach dem „Die Reinhaltung, Gesundung und soziale Förderung der Familie (die) gemeinsame Aufgabe des Staates und der Gemeinden ist.“

Das alles, köstlich an einem lauen Sommerabend serviert, beschert nach Umfragen meiner Omi Glimbzsch in Zittau der verfolgten SPD etwa 17,5 % – wenn’s hoch kimmt. Die AfD kann, Demos hin, (Denk)Blockaden her, mit 16,5 % rechnen. Während die Radikalinskis vor der Augsburger Halle noch von der Polizei in Schach gehalten werden, jubeln im Saal die Nationalkonservativen dem Kollegen Walter Metzinger zu: Heil! Der stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende aus Günzburg ist nun auch Vorstand der AfD Günzburg. 2013 kandidierte er noch für den Landtag, als Kandidat der Linken. Was sagt uns das? Paß bloß auf!

Stuttgarter Friedenspreis 2018 für Emma González

Emma GonzálezDer Stuttgarter FriedensPreis der AnStifter 2018 geht an die US-amerikanische Schülerin Emma González. Mit einem Stimmanteil von 33,5 Prozent, landet sie eindeutig auf dem ersten Platz der Abstimmung zum zweiten Wahlgang.

English version: Stuttgarter Peace Prize 2018 – press release (.pdf)

„Emma González repräsentiert eine neue, junge Generation, die sich gegen einen staatlich tolerierten Missbrauch von Jugendlichen, als Objekte der Waffenindustrie, zur Wehr setzt“, bewertet Annette Ohme-Reinicke, die Vorsitzende der AnStifter, die Entwicklung in den USA. „Emma González und ihre Mitstreiter/innen haben Worte für die oft tödliche Verflechtung von Politikern und Waffenverkäufern gefunden und dies angegriffen. Diese Jugendlichen haben nicht nur ihre eigenen TodesÄngste zum öffentlichen Thema gemacht, sondern auch den Vielen eine Stimme gegeben, die unter Waffengewalt leiden. Mit ihren Aktionen des zivilen Ungehorsams kündigten sie an, dass jetzt eine Generation die öffentliche Bühne betreten hat, die der Propaganda ‚mehr Sicherheit durch Waffen’ nicht mehr folgt, sondern widerspricht und politische Veränderungen fordert. Das lässt hoffen.
Emma González repräsentiert damit auch das ‚andere Amerika’: Das Amerika jener starken Zivilgesellschaft, die sich jetzt verstärkt gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit oder jüngst den staatlich verordneten Missbrauch kleiner Kinder zur Abschreckung möglicher Migranten erfolgreich wehrt.“

Wahlstatistik Stuttgarter Friedenspreis 2018
Über Emma González

Emma González überlebte das Schulmassaker von Parkland am 14. Februar 2018 in der Marjory Stoneman Douglas High School (MSD). Als Reaktion auf die Schießerei gründete sie mit anderen Mitschülern die Organisation Never Again MSD, die für eine stärkere Kontrolle des Schusswaffenbesitzes mit verschärften Waffengesetzen und gegen den politischen Einfluss der NRA in den USA eintritt. Emma González wird inzwischen als „das Gesicht der Schülerproteste“ bezeichnet. Beifall erhält sie dafür, dass sie daran erinnert, dass die National Rifle Association (NRA) mehr als 30 Millionen Dollar für die Wahl Trumps zum Präsidenten gespendet hat. „Shame on you“ – Schande über euch, ruft sie an die Adresse von Trump und allen anderen Politikern, die regelmäßig Geld von der Schusswaffenlobby bekommen. Emma González will, dass das ganze Land die Videos von den Schüssen, den Schreien und dem Sterben im Klassenzimmer sieht: „Falls ihr das braucht, um zu verstehen, was wir durchgemacht haben.“

Beim March for our Lives, einem von Never Again MSD angeführten und organisierten weltweiten Massenprotest gegen Waffengewalt, trat Gonzáles am 24. März 2018 während der Hauptveranstaltung am 24. März auf und hielt eine beeindruckende Rede.

Der Stuttgarter Friedenspreis

Seit 15 Jahren zeichnen die AnStifter Menschen und Projekte aus, die sich in besonderer Weise für „Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität“ einsetzen. Der Preis ist mit 5000 € dotiert. Der diesjährige FriedensPreis wird am 2. Dezember 2018 im Rahmen einer FriedensGala im Theaterhaus überreicht.

„Süperdoğan!“

Der Türke an sich ist pflegeleicht, ob als Fußballerina, Chefarzt, Journalist oder Putzfrau, und willig obendrein. Er ist bündnistreu, auch wenn er hin und wieder mit Putin poussiert – aber nur, um uns zu ärgern. Der Türke kennt seine Grenzen, und er hält sie dicht. Aber darauf ist geschissen, würde meine Omi Glimbzsch in Zittau sagen, denn er hat wider besseres Wissen Erdoğan gewählt. Geschenkt, dass es in den kurdischen Gebieten massive Manipulationen gab, dass zehntausend Widerständige drangsaliert, inhaftiert, schikaniert wurden: Asyl würden wir ihnen nur ungern geben. Ganz abgesehen davon sind wir letztlich doch treue Erfüllungsgehilfen des Tayyip. Der Kurde an sich hat jetzt übrigens auch oft genug Erdoğan gewählt, erstens, weil wir ihm davon dringend abgeraten haben, zweitens, weil er trotz aller Sucherei nichts Besseres auf den Wahlzetteln fand. Rache ist süss: Jetzt müssen wir alle Drei achten – den Kurden, den Türken und Erdoğan – und wie rohe Eier aus Ungarn der Polen behandeln. Übung haben wir ja.

Der Hiob und seine Botschafter sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Die vier Boten, die Hiob in seinem Wüstenrot-Eigenheim besuchten, erzählten ihm das, was wir auch unseren Kindern erzählen: Dass durch Kriegs- und Naturkatastrophen sein gesamtes Vieh den Bach runtergeht, schließlich gar seine Knechte und um Gottes Willen auch seine Söhne und Töchter verloren gehen. Klima hin, Flüchtlinge her, die schlechten Nachrichten überholen sogar das Internet. Weiss man’s, ob Merkel noch an der Macht ist, wenn diese Hiob-Zeile hier die werte Leserin liest? Eben.

Wenn 320000 Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen fehlen, müssen sich eher die Alten Sorgen machen und nach dem Verursacher suchen: Zu lange Lebensdauer, zu viel Gesundheit, zuviel Geld in falschen Kanülen. Bei uns pflegt Maria aus Ratibor. Wenn 270000 Kindergärtner und Erzieherinnen fehlen, müssen sich dagegen die Jungen sorgen machen und nach dem Verursacher suchen. Wenn zwei Millionen Mietwohnungen fehlen, müssen sie sich gemeinsam auf die Suche machen. Sie werden schnell fündig, müssen aber mindestens bis an ihr Lebensende warten, bis sich was ändert. Alles Hiob, oder was? Hiob ist ein freundlicher Mann. Er ist reich. Hiob hilft den Armen, selbst Frauen, deren Mann gestorben ist, oder Kindern, die keine Eltern mehr haben. Gut zu wissen!

Arschkarte

Was für die einen der Sonnenaufgang ist, ist für die anderen ihr Untergang. Aber wenn Deutschland in der Vorrunde ausscheidet, gibt es die Chance zu einer Rochade: Angela Merkel, die früher oder später sowieso zurücktreten muss, wird Bundestrainerin und Jogi Löw wird Kanzler.

Sonnenaufgang war für viele Menschen die Aquarius. Viele der in letzter Minute geretteten Schiffbrüchigen mussten wiederbelebt werden, andere waren schwer verletzt: Ein giftiges Gemisch aus Urin, Salzwasser und Benzin hatte vor allem die Haut der kleinen Kinder verätzt. Nach neun Stunden waren mehr 600 Menschen in einer halblebigen Sicherheit. Wie gut, dass es internationale Verträge gibt, etwa das Seerecht. Das gebietet, Schiffbrüchige in den nächstgelegenen sicheren Hafen zu bringen.

Aber was ist heut schon sicher, würde meine Omi Glimbzsch in Zittau fragen. Nicht mal Fünf Sterne in Italien, kein Macron, kein Rajoy. Das gute alte Recht ist im Mittelmeer ertrunken und gilt natürlich weder für Frankreich noch für Italien, nicht für Sachsen oder Bayern. In beiden Bundesländern gibt es ja bislang Null Meer, aber eine historische Achse. Und so müssen wir Österreich schon aus Sicherheitsgründen weiter im Auge behalten. Zugegeben, die Türkei und Italien haben die Arschkarte gezogen. Sie müssen uns gegen gutes Geld (gelobt sei Jesus Christus) die muslimischen Flüchtlinge vom Hals halten.

Was lernen wir daraus? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das weiss am besten der evangelikale Markus Söder, ein frommer Staatstrojaner, der selbst vor dem Papst nicht zurückschreckt. Laut Innenministerium ist die Kriminalität auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren – da muss man doch was tun, etwa die Polizeigesetze verschärfen. Da sind sich alle Bundesländer mit der AfD einig, und so gibt’s demnächst ein Wunschkonzert für Scharfmacher: Nach dem vorbildlichen Bayrischen Polizeigesetz u.a.m. sind Einbrüche jetzt vollkommen legal, wenn sie von der Polizei begleitet werden. Die Unschuldsvermutung wird auf den Müll der Geschichte geworfen, wenn Gefahr droht. Gefahr droht bekanntlich jederzeit und überall. Wer’s kritisiert, kann weggesperrt werden und bekommt Oktoberfestverbot. Der Rest vom Fest wird per Video überwacht.

Wer sagt’s denn: Es geht doch! Und so kann auch der mögliche Einsatz von Maschinengewehren und Handgranaten weder schrecken noch schocken, wir haben ja (noch) die Süddeutsche. Leute, der Terrorist sucht doch eh‘ den Tod und nicht die Demokratie!

Eine Hüpfburg für die Linke!

Merkel kritisiert Trump, Wagenburg kritisiert Klipping, Gauland kritisiert Auschwitz – eine Hüpfburg jedenfalls würde Wunder wirken bei der Partei der Arbeiterklasse. Kritik war ja zeitlebens ein Qualitätsmerkmal der emanzipatorischen Linken – aber die „linken“ Machthaber haben in der Geschichte ihre Widersacher dafür oft kurzerhand in den Knast gesteckt. Denn dann war Ruhe im Karton, wie meine Omi Glimbzsch in Zittau sagen würde. Heute sehnen wir uns alle nach Harmonie, Küsschen und Rückenklopfen, bis es rülpst. Kein Angst – anders als gestern (oder war’s früher?) führt der Streit um den richtigen Weg aus dem Sumpf des Neoliberalismus nicht mehr zwangsläufig in den Gulag.

Es gibt so viel zu tun! Wenn ich nur an die Bienchen denke, unsere Bestäuber, an den Preisverfall für gewürzte Schweinehälse, an die Diätenmacher der Großen Koalition! Was tun, wenn Trump den Nordkoreaner aus dem Sattel schießt? Das Besetzen einer leerstehenden Wohnung gilt den Regierenden faktisch als Verbrechen, während sie die Totmacher aus Untertürkheim moralisch durchwinken: Freie Fahrt für freie Bürger. Die werden jederzeit gemeinsam mit den staats- und autotragenden Parteien auf die Barrikaden gehen, wenn man dem Auto auch nur das geringste Leid zufügt.

In Mannheim hebt die Bundeswehr letzte Woche wie beim Tag der nationalen Volksarmee jubelnde Kinder in die Panzer – demnächst dürfen die Kleinen auch mit uranummantelter Munition spielen, eingebettet in die eigene Scheiße einer maroden Armee. Das ist zum Kotzen, Herr Major. Dass sich auch die Fernsehleute (am Besten Südwesten) zu Jubelpersern für den Kindsmissbrauch mausern und den Pazifisten vor den Kasernentoren nicht einen Ton, nicht ein Bild, nicht ein Wort widmen, den Protest einfach untergehen lassen im Kindergeschrei, lässt auf Demenz schließen. Die Aufgaben einer öffentlich-rechtlichen Anstalt werden einfach runtergespült im redaktionellen Hurra für unsere Jungs. Wache, abführen.

Und jetzt ist mal Schluss mit dem Gezerfe! Vergesst Erdogan und Merkel, Klaus und Lindner, Fifa und Folter. Jetzt ist Fussball und nicht Kopfball. Ich bin sicher, wir werden siegen. Sonst marschieren wir ein, wo auch immer. Schwerter zu Weltmeistern! Wir werden siegen – und dann ist aber auch mal Frieden!

Kruzitürken…

…jetzt hammers! Das Kreuz des Südens hängt seit dem 1. Juni schief im Jahre des Herrn 2018 über den bayrischen Dächern: Leuchten sollten sie, die fünf Sterne des Populisten Söder. Dem Gekreuzigten aus München schwimmen die Felle davon, und kein Ankerzentrum weit und breit! Es rettet ihn kein höh’res Wesen, sang ihm der Heilige Vater in Rom ins Ort. Vergebens.

Der Italiener als solcher ist ja guter (Europa-)Liebhaber, aber er kann seine alten Parteien auf Teufel komm raus nicht mehr leiden. Die haben über Jahrzehnte geschummelt und betrogen, sagt er sich, und mit Europa war’s auch keine wahre Liebe. Er greift wie der Flüchtling auf dem Mittelmeer nach dem letzten Strohhalm – halb links, ganz rechts, halb mittig, halb egal, aber immer ganz volksnah, etwas Wagenknecht, etwas Söder, etwas Trump, etwas Putin, eine Prise SPD mit Grünkern. Unsereins muss nun tüchtig mit dem Südländer schimpfen, weil er uns ins Schlamassel führt. Oder waren das doch eher die traditionsreichen demokratischen Parteien? Polit-Kommissar Günther Oettinger (einer von uns) ist ehrlich genug: „Die Märkte weisen euch den Weg“ – und sonst garnix. Ich sag mal so: Hauptsache, der Italiener hält uns die Flüchtlinge vom Hals.

Macron seinerseits will die Fluchtursachen durch eine Interventionsarmee bekämpfen: Angela Merkel ist dankbar über jeden Vorschlag. Kein Mensch hat vor, eine Mauer zu bauen, sagte meine Omi Glimbzsch in Zittau gern. Und wenn der Italiener oder Grieche nicht gut tut, kommen wir mit Oettinger, General Speidel und der Deutschen Bank zum Aufräumen. Abflug in Hamburg. Bei der Räumung von zwei besetzten Wohnungen in Stuttgart-Heslach musste die Armee leider noch nicht eingreifen, da reichte die Ausgangssperre für die Göppinger Hundestaffel der Bundespolizei, die Abriegelung des Viertels und 100 für den Nahkampf ausgerüstete Polizisten mit Schlagstock und Pfefferspray. Die Behörden, so hört man, wollen keine Illegalitäten nicht länger dulden.

Ich entschuldige mich für jede Polemik, auch Ihre. Auch die Bahn hat sich nochmal entschuldigt, wg. Eschede. Verspätung 15 Jahre. Bundespräsident Steinmeier hat sich letzte Woche ebenfalls entschuldigt, da war die Verspätung noch krasser. 85 Jahre.

Stuttgarter Friedenspreis 2018
Die 10 Nominierten für den 2. Wahlgang stehen fest

Vor wenigen Tagen wurde die erste Runde der Abstimmung für den Stuttgarter FriedensPreis 2018 der AnStifter abgeschlossen. 33 Vorschläge standen zur Wahl. Keiner der Vorschläge erreichte mehr als die Hälfte der Stimmen. Deshalb steht nun eine weitere Abstimmungsrunde an, in der die zehn Vorschläge mit den meisten Stimmen zur Auswahl stehen. Diese Abstimmung endet am 25. Juni. Hier reicht dann die einfache Mehrheit. Die Bekanntgabe dieses Wahlergebnisses ist für Donnerstag, den 25. Juni vorgesehen.

Seit 15 Jahren zeichnen die AnStifter Menschen und Projekte aus, die sich in besonderer Weise für „Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität“ einsetzen. Der diesjährige FriedensPreis wird am 2. Dezember 2018 im Rahmen einer FriedensGala im Theaterhaus überreicht.

Unter diesen zehn Vorschlägen fällt nun die Entscheidung –
aufgeführt in alphabetischer Reihenfolge:

Esther Bejarano. Musik gegen Nazis

Esther Bejarano engagiert sich als Musikerin und Sängerin gegen den wachsenden Nazismus. Sie stammt aus einer saarländischen jüdischen Familie. 1943 wurde sie nach Auschwitz verschleppt, wo sie gezwungen wurde, im Mädchenorchester der Tötungsanstalt als Akkordeonistin mitzuspielen. Nach ihrer Befreiung wanderte sie zuerst nach Palästina aus und kehrte 1960 mit ihrer Familie nach Hamburg zurück. Nachdem Neonazis in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung einen Infostand aufbauten, begann sie sich öffentlich gegen die neuen Rechten zu stellen. Mit anderen Antifaschist*innen gründet sie das Auschwitz-Komitee in der BRD, wird Mitglied in der VVN und kämpft gegen das Vergessen und für eine Welt ohne Nazis. Sie tritt in verschiedenen Musikformationen mit internationalem Repertoire an Widerstands- und Friedensliedern auf. Ihr Mut und ihre Lebensfreude stecken an. In Schulen berichtet Esther Bejarano über ihre Erlebnisse und die Methoden der Nazis. Mit 94 Jahren singt sie heute immer noch auf Internationalen Festivals . „Ich singe so lange, bis es keine Nazis mehr gibt”, sagt sie über sich.
https://de.wikipedia.org/wiki/ Esther_Bejarano

Emma González. Schülerin gegen US-Waffenlobby

Emma González überlebt den Amoklauf an der Parklandschule in Florida. Vier Tage später demonstriert die 18-Jährige gemeinsam mit vielen anderen Mitschüler*innen in Fort Lauderdale. In ihrer Rede klagt sie die politisch Verantwortlichen an, die nichts unternehmen, um den Handel mit und den Zugang zu Schusswaffen stärker zu reglementieren. Beifall erhält sie dafür, dass sie daran erinnert, dass die National Rifle Association (NRA) mehr als 30 Millionen Dollar für die Wahl Trumps zum Präsidenten gespendet hat. „Shame on you“ – Schande über euch, ruft sie an die Adresse von Trump und allen anderen Politikern, die regelmäßig Geld von der Schusswaffenlobby bekommen. Sie will, dass das ganze Land die Videos von den Schüssen, den Schreien und dem Sterben im Klassenzimmer sieht: „Falls ihr das braucht, um zu verstehen, was wir durchgemacht haben.“ Zusammen mit den anderen neuen Aktivist*innen ihrer Schule ist sie in der gerade gegründeten Kampagne #NeverAgain aktiv.
https://de.wikipedia.org/wiki/ Emma_González

Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges

In der IPPNW engagieren sich Ärzt*innen, Psychotherapeut*innen sowie Medizinstudierende für eine menschenwürdige Welt frei von atomarer Bedrohung: für die Ächtung jeglichen Krieges, für gewaltfreie, zivile Formen der Konfliktbearbeitung, für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die gerechte Verteilung der Ressourcen sowie für ein soziales und humanes Gesundheitswesen. Die Bedrohung durch Atomwaffen ist nach Ende des Kalten Krieges nicht geringer geworden. Für die Abschaffung und internationale Ächtung aller Atomwaffen! Militärische und zivile Nutzung der Atomenergie sind eng miteinander verbunden. Die IPPNW fordert den Ausstieg aus der Atomenergie. Die neoliberale Globalisierung vertieft die Spaltung der Welt in Reich und Arm, zwischen Nord und Süd. Die IPPNW analysiert und benennt die Ursachen von Konflikten und Kriegen. Frieden ist eine wesentliche Voraussetzung für den wirksamen Schutz der Menschenrechte.
https://www.ippnw.de/

Jan Ilhan Kizilhan. Trauma-Arbeit mit Kriegsopfern als Friedensengagement

1966 in der Türkei geboren, emigrierte Kizilhan mit seiner Familie 1973 nach Deutschland. Er ist seit 2010 Leiter des Studiengangs Psychische Gesundheit und Sucht an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und leitet das Sonderprojekt für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Irak. Kizilhan arbeitet seit 20 Jahren mit kriegstraumatisierten Menschen im In- und Ausland und bildet Fachkräfte in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten aus. Das Institut für Psychotherapie und Psychotraumatologie an der Universität Duhok im Nordirak wurde im März 2017 gegründet, um den Irak beim Aufbau der psychosozialen Versorgung zu unterstützen. Die Arbeit mit schwer traumatisierten Menschen im Irak und Deutschland ist zugleich Friedensarbeit, Dialog, Versöhnung, Gleichberechtigung aller Menschen und Toleranz ist eine wichtige Grundlage. Mit dem Preisgeld soll die Arbeit mit traumatisierten Menschen aufgrund von Kriegsfolgen und Terror wie z.B. Geiselhaft, Folter, Vergewaltigung im Irak unterstützt werden.
stuttgarter-zeitung.de https://bit. ly/2DTmE4V

Lebenshaus Schwäbische Alb.
Gemeinschaft für Frieden und Ökologie

Das Lebenshaus Schwäbische Alb feiert 2018 sein 25-jähriges Bestehen. Es versteht sich als “Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie” und setzt diese Ideale im täglichen Leben und Wirken um. In Gammertingen haben schon viele von Haus und Heimat Vertriebene Zuflucht, menschliche Wärme und Lebensmut gefunden. Initiator Michael Schmid und Katrin Warnatzsch tragen hauptamtlich die vielfältige Last, wobei ihnen Gandhis und Martin Luther Kings Leben und Werte als Vorbilder dienen. „Diese historischen Beispiele bestärken uns in dem Anliegen, dass nur der Einsatz gewaltfreier Mittel die Gesellschaft gestalten soll.“ Der Sensbachtaler Friedensaktivist Klaus Vack schreibt über das Haus: „Trotz gegenläufiger und zerstörerischer gesellschaftlicher Entwicklungen wird im Lebenshaus praktisch gegen den herrschenden Strom geschwommen. Im Sinne von Ernst Blochs ‚Prinzip Hoffnung’. Human gesehen brauchen wir solche Anfänge, Nischen der Menschlichkeit, überall – auch auf der Schwäbischen Alb.”
http://www.lebenshaus-alb.de/

Saúl Luciano Lliuya. Ein Kleinbauer gegen ein Großunternehmen

Saúl Luciano Lliuya ist Bauer und Bergführer in Peru. Mit Unterstützung der NGO Germanwatch hat er jetzt gegen den Energiekonzern RWE geklagt. Er fürchtet um seine von einer möglichen Flutwelle bedrohte Heimatstadt Huaraz. Der Konzern, so die Argumentation, sei maßgeblich mitverantwortlich für das Abschmelzen der Andengletscher und die dadurch entstehende Bedrohungslage für sein im Gebirgstal gelegenes Haus. RWE solle sich an der Finanzierung von Schutzmaßnahmen an dem durch die Gletscherschmelze wachsenden Gebirgssee oberhalb der Stadt beteiligen – und zwar in einer Größenordnung, die dem Anteil des Energiekonzerns an der Verursachung des globalen Klimawandels entspricht. Die Folgen des Klimawandels sind weltweit Grund für Flucht und Konflikte. Eine erste erfolgreich genommene Hürde des Präzedenzfalls ist die Zulassung der Klage vor Gericht. Bereits jetzt hat Saúl Luciano Lliuyas Engagement eine Signalwirkung entwickelt, um Konzerne stärker in die Verantwortung für ihre klimaschädlichen Machenschaften zu nehmen.
https://germanwatch.org/de/11284

Ruben Neugebauer, Seawatch. Seenotrettung

Ruben Neugebauer, 28 Jahre, fliegt mit einer einmotorigen „Moonbird“ über das Mittelmeer, um in Seenot geratende Flüchtlingsboote ausfindig zu machen. Er riskiert bei dieser Tätigkeit, die er ehrenamtlich ausführt, oft selbst sein Leben. Ruben Neugebauer ist Mitbegründer von Seawatch und Sprecher, Koordinator und Krisenmanager dieser NGO, die mit zwei Schiffen der ein- motorigen „Moonbird“ mit haupt- und ehrenamtlich Tätigen versucht, Flüchtende zu retten. Mit Seawatch verbringt Neugebauer soviel Zeit wie andere für einen Vollzeitjob. Er arbeitet als Film- und Fotojournalist und recherchiert Kampagnen für NGOs. Die Arbeit ist mit Risiken für Leib und Seele verbunden, sie ist anstrengend, zermürbend, aber auch dankbar, denn Ruben Neu- gebauer und die fest angestellten und freiwilligen Helfer*innen von Seawatch, unter ihnen viele Ärzt*innen und Sanitäter*innen, waren in den vergangenen Jahren an der Rettung von mehr als 50.000 Menschen beteiligt.
https://sea-watch.org

Christoph Nix, Intendant. „Haltung geht vor Karriere“

Christoph Nix, Jahrgang 1954 ist Jurist und Theaterintendant. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist er als Intendant am Stadttheater Konstanz tätig. Christoph Nix begreift die politische Einmischung als Grundaufgabe des Künstlers. Sein Theaterkonzept beschreibt er so: „Sie können linkes Theater machen, solange Sie alle in der Stadt in Ruhe lassen. Das ist dann okay. Aber wenn Sie die Frage stellen, wem welche Immobilien gehören, dann haben Sie ein Problem. Die Wahrheit ist konkret, die großen Dinge wollte ich immer herunterbrechen.” Unter anderem brachte er ein Stück über das Verbrechen des türkischen Staates an den Armeniern auf die Bühne und nannte es beim Namen: Völkermord. Seitdem steht er unter massivem Druck der Türkei. Seine stadtpolitischen Aktionen führten dazu, dass sein Vertrag über 2020 hinaus nicht verlängert wurde, worauf er die Durchführung der Baden-Württem-bergischen Theatertage absagte. „Im Zweifel geht Haltung vor Karriere”, so sein Credo.
Kontextwochenzeitung: https://bit.ly/2DSNFps

Henrik Paulitz. Friedens- und Konfliktforscher

Henrik Paulitz bietet mit seinen Büchern „Anleitung gegen den Krieg“ und „Kriegsmacht Deutschland?“ der Friedensbewegung völlig neue Denk- und Handlungsansätze an. Mit der Entwicklung einer „deskriptiven, ökonomisch orientierten Friedens- und Konfliktforschung“ dechiffrierte er die universellen Zwecke von Kriegen: „Ressourcenkontrolle“ zugunsten der Profite der Ölmultis, Abbau industrieller Überkapazitäten, Geschäfte mit dem Wiederaufbau, das gezielte Töten und Vertreiben von Zivilisten, sowie die gezielte Zerstörung ziviler Einrichtungen wie Krankenhäuser und Schulen. Anstelle des ewigen Streits um „gute und böse Staaten“ schlägt Paulitz vor, den erpresserischen Druck transnationaler Konzerne an den Pranger zu stellen, der seiner Meinung nach dazu führe, dass Staaten als „Getriebene“ in globaler Arbeitsteilung als Ordnungsmächte fungieren. Die Ideen von Henrik Paulitz sind wichtige Impulse für die aktuellen Debatten um Krieg und Frieden.
https://www.akademie-bergstrasse.de

Gerhard Trabert. Armut macht krank, Krankheit macht arm

Am Zusammenhang von Krankheit und Armut orientiert Prof. Gerhard Trabert sein soziales Engagement. „Ein demokratisch-humanistischer Staat muss sich daran messen lassen, wie er mit seinen Schwachen umgeht“, sagt er. In Mainz startete er eine medizinische Versorgung von Obdachlosen, aus dem das „Mainzer Modell“ entstand. Das Arzt-Mobil ist europaweit auf Achse. 1997 gründete Trabert den Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland“ und ist auch weltweit unterwegs. So behandelt er Gefängnisinsassen in Äthiopien und syrische Flüchtlinge im Libanon, derzeit versucht er im Norden Syriens die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. Nicht zuletzt nimmt er auch öffentlich Stellung zu den Problemen, gleich ob in Mainz, Bozen oder Syrien. So kritisiert er, dass in Deutschland zwölf Millionen Menschen in Armut leben. Armut bedeute nicht „nur“ geringere gesellschaftliche Teilhabe, Armut bedeute in einem der reichsten Länder der Erde auch, früher sterben zu müssen.
http://www.armut-gesundheit.de/