Redaktionelle Anmerkung

Bei den im Anstifter-Blog zum Ausdruck kommenden Meinungen handelt es sich ausschließlich um Meinungen der genannten, selbstverantwortlich handelnden Autoren und Autorinnen. Gegenreden, Kommentare zu und Zweifel an den hier erscheinenden Texten sind ausdrücklich erwünscht. Vorschläge für eigene Beiträge können über die Adresse blog@die-anstifter.de eingereicht werden.

Die Redaktion

Grohmann wettert gegen Böhmermann

Böhmermann, böser Mann …

Was sich der ZDF-Star-Kabarettist des ZDF Jan Böhmermann dieser Tage erlaubte, geht auf keine Kuhhaut! Nicht nur das. Das ZDF-Magazin Royal war schlicht Gotteslästerung! So was gefährdet die Ampelkoalition, schändet den grünen Aufbruch und stört den Weihnachts-, ja den Völkerfrieden! Nicht umsonst will z.B. Recep Tayyip Erdoğan schon lange nichts mehr von Jan wissen und bis zur letzten Patrone kämpfen, um dieses Kriegerdenkmal zu schleifen. Und Tayyip ist nicht irgendwer, sondern ein enger Verbündeter, der unsere Grenzen sauber hält. Zurück zu ZDF-Royal letzte Woche: Die Grünen sind eine ganz normale Partei, die Ideale und Wahlversprechen vergisst, behauptet der Satiriker – aber kein Wort darüber, dass auch alle anderen Parteien ihre Wahlversprechen vergessen! Kein Ton zu den Linken, die über Wagenbach und Marx längst vergessen haben, dass sie in der DDR einst fast 95 % der Stimmen erhalten haben. So etwas muss doch einen Grund haben! In 14 von 16 Ländern der Republik hätten die Grünen in den letzten Jahren mitregiert, außer in Bayern und Mecklenburg-Pommes. Die Partei, so einer der unweit hergeholten Vorwürfe, sei mitverantwortlich für Hartz IV und den beherzten Einsatz im Kosovo-Krieg. „Grüne Politik passt zu allem – wie ein schwarzes Top oder Ketchup,“ sagt Böhmermann. Und dass die hessischen Grünen etwa gemeinsam mit der CDU NSU-Akten unter Verschluss halten, geschieht nur zu unserem Besten und damit nichts rauskommt. Böhmermann hat großes Glück, dass es bei uns noch die Pressefreiheit gibt – wenn auch sehr spät abends Meine Empfehlung: Machen Sie sich Ihr eigenes Bild über Böhmermann und ZDF-Royal, noch jeden Freitag! Wer weiss …

Korruption ist legal. Wenn sie klug daherkommt, kann sie gern steuerlich geltend gemacht werden, heisst aber bissel anders, wie das Beispiel S 21 zeigt. Die englische (!) Financial Times machte jüngst darauf aufmerksam – zwei Whistleblower hatten dem Blatt gesteckt, dass dem Bahnprojekt durch korrupte Ingenieure etwa 600 Millionen EU Mehrkosten entstanden seien. Bitte? 600 Mio? Wo lebt Ihr denn, Leute! Bei Stuttgart 21 geht’s um Mehr-kosten von 6 -10 Milliarden, da zahlt die Stadt die 600 aus der Hosentasche! Die AnStifterin Petra Reski machte jüngst beim Thema 21 wieder mal auf die ‘Ndrangheta aufmerksam – und die italienische Antimafia-Behörde DIA hält in ihrem jüngsten Halbjahresbericht fest, dass Deutschland für die Mafia vor allem der Geldwäsche diene, unter anderem über Immobilien. Wenn Sie sachdienliche Hinweise haben, wenden Sie sich an KONTEXT oder gern direkt an jochen.bernhard@menoldbezler.de, den Antikorruptionsanwalt der Landeshauptstadt. Geht auch anonym.

Peter Grohmann (peter-grohmann@die-anstifter.de)
ist Kabarettist und Koordinator des Bürgerprojekts http://www.die-anstifter.de

Coronadiktatur – das Sterben verlacht
Peter Grohmanns Wettern der Woche

Coronadiktatur – das Sterben verlacht: Peter Grohmanns "Wettern der Woche"

Heute früh bin ich mal wieder aufgewacht und sofort furchtbar erschrocken: Die Corona-Diktatur ist über Nacht eingeführt worden – und ich hab’s komplett verschlafen! Selbst alte Freunde aus fernen Dörfern im Remstal waren schneller und haben bereits vor Wochen maskenfrei gegen das neue Regime gewettert. Sie sind inzwischen untergetaucht. Am ehesten, sekundierten sie der AfD, merke man es an der gleichgeschalteten Presse. Keine Debatte nirgends, die ersten Journalisten aus der Verantwortung geflohen – das hatten wir ja früher schon – oder verfolgt oder schlicht von der Bildfläche verschwunden wie diese rotchinesische Tennisspielerin und der totgeschwiegene Julian Assange. Allenthalben manipulierte Auflagenzahlen der System-Medien a la Wirecard.

Das Auto-Immun-System steht wie eine Eins. Aus der Illegalität ist mir von unterdrückten rosa Luxemburgisten ein digitales Flugblatt aus Österreich zugespielt worden, das sich wie das Kommunistische Manifest in einfacher Sprache liest. Ich hab’s geahnt: Ein Gespenst geht um in Europa oder „30 Gründe, warum ich mich nicht impfen lasse“.
Ich kann Sie beruhigen, das österreichische Bundesheer rebelliert vom Offizierschor aus gegen Impfpflicht, aber Österreich bleibt deutsch, von der Maaß bis an die Ischgl. Inzwischen wurde von Israel und Christian Drosten festgestellt, dass auf den innerdeutschen Intensivstationen fast keine Querdenker oder routiniertere Impfgegner am Tropf hängen, sondern größtenteils erschrockene Nachbarn, oft nicht informiert, oft mit bereits halbtoten Bildungsstand, oft nicht mal biodeutsch.

Tot oder lebendig – das führt mich direktemang zu Friedrich Hecker, bei dem die Leute fragen: Lebt der Hecker noch? / Dann könnt ihr ihnen sagen / Ja, er lebet noch! /Er hängt an keinem Baume / er hängt an keinem Strick / Er hängt nur an dem Traume / der deutschen Republik. Ausgeträumt? Ist die Republik als Gemeinschaft entschiedener Freunde der Menschenrechte passé? Habt acht, Freunde: Ebenso wie das ‚Offene‘ liegt die Würde der Menschen nicht offen dar. Sie in Anspruch zu nehmen, zu verteidigen und auszukosten, ist in diesen Zeiten schwer, ob hier oder bei den Bergvölkern meiner Omi Glimbzsch, ob im bayrischen Rottal oder Tirol.

Die Gesellschaft von heute lässt Unglückliche und sozial Ausgesonderte zurück – an den Rändern der Städte, an den Grenzen der Nachbarschaft. Theorie ist die Fähigkeit, aus der Anschauung allgemeine Schlüsse zu ziehen, nach denen sich handeln lässt. Dieses Handeln ist das Eigentliche im Leben, das Richtige im Richtigen – als Maxime der ‚Versammlung der entschiedenen Freunde der Verfassung‘ vom 12. September 1847. Mit Blick auf die Möglichkeiten des Volkes heute – auf Deine Möglichkeiten, Freundin und Freund, auf die sich selbst begrenzende Presse, auf fehlende Laune zur Demokratie, auf Streitkultur, auf fehlende Mittel für uneigennützige, nicht am Profit orientierte Informationen. Dafür lohnt sich’s, den Diktatoren in der Demokratie Widerstand zu leisten.

Peter Grohmann (peter-grohmann@die-anstifter.de) ist Kabarettist und Koordinator des Bürgerprojekts www.die-anstifter.de

Wettern der Woche
Impfskeptiker? Sterben und sterben lassen!

Impfskeptiker? Sterben und sterben lassen! – Peter Grohmanns "Wettern der Woche"

Impfskeptiker? Sterben und Sterben lassen!

Polizeigewalt, Rechtsradikalismus und Flüchtlingsschutz – das sind vielleicht die drei größten Baustellen der runderneuerten Regierung – ohne Bauzaun. Im Grund genommen ist das ja alles Polizeiarbeit, und vieles muss man gottlob nicht mal selber machen. Das Ertränken im Mittelmeer übernimmt in der Regel Frontex; die Jahresgehälter liegen bei rund 200 000 EU. Nicht gerade viel, wenn man weiß, wie schwer es oft ist, einem Ertrinkenden beim Ertrinken zuzuschauen. Es ist selbstverständlich auch für einen guten Katholiken in Polen nicht eben leicht, Kinder oder Schwangere in den Nato-Stacheldraht Richtung Belarus zurückzuschubsen – aber Befehl ist Befehl, und wenn der es nicht macht, macht es ein anderer. Außerdem kann er ja beichten. Tut mit leid, Leute, aber so ist die Lage, und das alles kurz vor Weihnachten, wo es uns doch zu Liebe und Versöhnung drängt und bei uns
inzwischen sogar viele Türken Weihnachtsbäume in die gute Stube stellen. Andererseits ziehen immer mehr Bio-Deutsch neuerdings die Schuhe aus, bevor sie in ihre Wohnung treten. Das kenne ich sonst nur aus Sachsen, wo in jedem guten Haushalt vor der Wohnungstür für den Besucher ein Paar Potschen bereitstehen (Schlappen, wie man in Untertürkheim sagt). Daran erkennt man, wie weit die Entdeutschung bereits vorangeschritten ist. Da fehlen nur noch die feuerfesten wissenschaftlichen Belege, dass der Mensch doch vom Affen abstammt und den weiten Weg über Afrika und Sibirien ins Erzgebirge bis nach Annaberg-Buchholz auf sich genommen hat, um dort nicht geimpft zu werden.
Die höchste Zahl der Impfskeptiker lebt also nicht mehr in Afrika, sondern mehr oder minder unter sich und unterprivilegiert in Sachsen. Es sind lt. Studie Menschen mit geringem Einkommen, die als ArbeiterInnen oder Freiberufler tätig sind, zwischen 31 und 40 Jahre alt. Sie haben einen (bundesrepublikanischen!) Realschulabschluss und eine extrem starke Parteiensympathie für die AfD. Auf Gemeindeebene (Annaberg-Buchholz) liegt der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe bei ca. 34 Prozent. Doch Vorsicht mit dem Bade: Dieses soziale Milieu gibt es natürlich auch bei uns, in Stetten im Remstal oder Heidenheim, in Sigmaringen oder Horb. Aber dort wird lieber CDU gewählt. Ist das ein Trost? In vielen erzgebirgischen Gasthäusern pfeifen Wirte und Gäste gemeinsam auf Impfpass, auf G2 oder 3 oder AHA. Test Test Test. Ja, ein hartes Völkchen – die erste Gebirgsbildung reicht 350 bis 250 Millionen Jahren zurück!
Wie sagt der Impfgegner im Osten oder Westen gern? Sterben und sterben lassen. Wenn’s hart auf hart kommt: Mein Omi Glimbzsch in Zittau kennt die Nummer der Pannenseelsorger: Sorgentelefon, 0800 – 086 72 53.

Peter Grohmann (peter-grohmann@die-anstifter.de) ist Kabarettist und Koordinator des Bürgerprojekts www.die-anstifter.de und nächstes Mal am 16.11. in der Geißstraße 7 wieder auf der Bühne.

Ekkehard Rössle spielt „In einem fernen Land“ am 9.11.2021 am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in Stuttgart

Gedenkveranstaltung der AnStifter und zahlreicher weiterer Organisationen zum 9.11.21

Video: Thomas Renkenberger

Anmerkungen zum Auschwitz-Appell der AnStifter und der Zusage der Bundesrepublik Deutschland, bis Ende 2021 bis zu 60 Mio. Euro zum Kapitalstock der Stiftung Auschwitz-Birkenau beizutragen


Zum Zeitpunkt der Gründung der Auschwitz-Birkenau-Stiftung im Jahr 2009 wurde davon ausgegangen, dass aus dem Stiftungskapital jährlich 4 -5 Millionen Euro erzielt werden müssen, um dem Stiftungszweck annähernd gerecht zu werden. Dazu sollte die Stiftung mit 120 Millionen Euro ausgestattet werden.
Zum 31.12.2018 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) belief sich das Stiftungsvermögen auf 111 Mio Euro. Das angestrebte Ergebnis wurde bisher in keinem Jahr erreicht. Im Gegenteil. Aufgrund der aktuellen makroökonomischen Lage vermindern sich die zu realisierenden Erlöse.
Konnten 2016, bei 10 Mio Euro weniger Stiftungsvermögen und ungünstigerem Wechselkurs, noch 11,8 Mio PLN ( 2,7 Mio Euro) erzielt werden, so weist die Gewinn- und Verlustrechnung für 2018 nur noch einen Ertrag von 8,65 PLN (2,01 Euro) aus. Da sich die Verhältnisse an den Finanzmärkten auf absehbare Zeit voraussichtlich nicht wesentlich ändern werden, risikoreicheres Agieren im Markt ggf. den Bestand der Stiftung gefährden könnte, wird angestrebt, das Stiftungsvermögen über die 120 Millionen Euro hinaus weiter aufzustocken. Die Bundesrepublik Deutschland leistet dazu mit bis zu 60 Mio Euro in den nächsten zwei Jahren einen Beitrag.
Aber: Selbst wenn das Stiftungskapital in kurzer Zeit auf 240 Millionen Euro anwachsen würde, wäre es eine äußerst sportliche Aufgabe, das 2009 gesteckte Ziel- einen Erlös von 4 -5 Millionen Euro – zu erreichen.
Es kommt hinzu, dass der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle spielt. Je später die notwendigen Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten ausgeführt werden, um so aufwendiger und teurer werden sie sein.
Wir haben starke Zweifel, dass der Erhalt dieses Welterbes, dieses Ortes der kollektiven Erinnerung und Begegnung, der Aufklärung nur mit Hilfe der Stiftung mit ihrer derzeitigen und auch künftigen finanziellen Ausstattung zu gewährleisten ist.
Wir erwarten deshalb von der Bundesrepublik Deutschland und der neuen Bundessregierung, dass sie mit geeigneten Maßnahmen dafür Sorge tragen.
Dr. Klaus Kunkel für den Vorstand der AnStifter eV. und die Initiatoren und Unterzeichnenden des Auschwitz-Appells

Aktualisierung am 9.11.2021 
Die Kapitalausstattung der Auschwitz-Birkenau-Stiftung ist im letzten und diesem Jahr deutlich verbessert worden. Mit den 60 Millionen Euro Deutschlands (28,9 Mio Euro in 2020) und Zuwendungen anderer Staaten (u. a. Taiwan, Irland, Niederlande, GB, USA), privater Organisationen und Privatpersonen wird das Stiftungskapital Ende 2021 zwischen 175 und 180 Millionen Euro betragen. Das ist eine deutliche Annäherung an das Ziel, jährlich vier bis fünf Millionen Euro aus Kapitalerträgen für den Erhaltungaufwand der Gedenkstätte und des Museums zur Verfügung stellen zu können. (Auf den Jahresertrag 2020 hatte die bis dahin erfolgte Kapitalerhöhung noch keinen großen Einfluss.)
Es ist allerdings zu erwarten, dass Aufwand und Kosten zur Erhaltung in den nächsten Jahren weiter zunehmen werden, was auch einen höheren Kapitalertrag der Stiftung erfordern wird.
Es ist nach wie vor sehr ambitioniert bzw. fraglich, ob mit dem jetzt vorhandenen Stiftungskapital in der aktuellen Finanzmarktsituation ein Erlös von vier bis fünf Millionen Euro erzielt werden kann.
Wir erwarten deshalb, dass die Bundesrepublik Deutschland – über die Zuwendung an die Stiftung Auschwitz-Birkenau hinaus – weitere finanzielle Hilfe für den Erhalt von Gedenkstätte und Museum bereitstellt.Wir fragen uns ernsthaft, was die Bundesrepublik Deutschland daran hindert, für den Erhalt von Auschwitz-Birkenau zuverlässig eine jährlich wiederkehrende, den Erfordernissen genügende Finanzierung zu leisten?
Dass dies möglich ist, zeigt der Umgang mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Hier trägt die BRD zu einem guten Drittel das Budget des eingetragenen Vereins (2019 ca. 17 Mio Euro von 52 Mio Euro) durch die Erstattung seitens der Bundesregierung (Kriegsgräber), der Bundesländer (Gräberpflege Inland) und für Workcamps.

Das konvivialistische Manifest – Für eine neue Kunst des Zusammenlebens

Am vergangen Donnerstag diskutierte die Steuerungsgruppe der AnStifter nach einer Einführung von Ulrich Börngen angeregt und  kontrovers  über das konvivialistische Manifest.

Auf der Website http://www.diekonvivialisten.de/ heißt es zu diesem Manifest:

„Die globalen Probleme des Klimawandels, der Armut, der sozialen Ungleichheit oder der Finanzkrise erfordern ein Umdenken und veränderte Formen des Zusammenlebens. Viele Bewegungen, Initiativen und Gruppierungen suchen aktuell schon nach alternativen Wegen. Ihnen allen gemeinsam ist das Streben nach einer neuen Kunst, miteinander zu leben (con-vivere).

Als sich im Jahr 2010 Wissenschaftler_innen um Alain Caillé, Marc Humbert, Serge Latouche und Patrick Viveret zu einem Kolloquium in Tokio trafen, um über die Aktualität von Konvivialität und Konvivialismus zu debattieren, war noch nicht abzusehen, welche Resonanz diese Begriffe in den Folgejahren erfahren würden.

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Pressespiegel
Die Trägerin des Stuttgarter FriedensPreises 2021 muss für elf Jahre in Haft

Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Die belarussische Oppositionelle Maria Kolesnikowa ist fast ein Jahr nach ihrer Festnahme im Zuge der Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte das Gericht laut belarussischen Staatsmedien in Minsk mit. Das Urteil erging wegen angeblicher versuchter illegaler Machtergreifung“

Quelle: sueddeutsche.de 

Aus der Neuen Zürcher Zeitung: „Ihr mit beiden Händen geformtes Herz wurde im Sommer vergangenen Jahres zu einem Symbol des friedlichen Aufbegehrens gegen den Machthaber Alexander Lukaschenko in Weissrussland. Maria Kolesnikowa mit dem charakteristischen blonden Kurzhaarschnitt repräsentierte zusammen mit der oppositionellen Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja und Weronika Zepkalo ein weissrussisches Sommermärchen: Die drei Frauen lösten mit ihrer Kampagne Begeisterung aus. Sie gaben dem Wahlkampf und den Protesten nach der gefälschten Präsidentschaftswahl vom 9. August 2020 jenes weibliche Gesicht, das kurze Zeit auch den Westen Europas elektrisierte“

Quelle: nzz.ch

In der taz: „In einer ersten Stellungnahme forderte die im litauischen Exil lebende Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja die sofortige Freilassung von Maria Kolesnikowa und Maxim Snak. Das Urteil sei Terror gegen das belarussische Volk. „Maria und Maxim sind Helden für die BelarussInnen. Das System will uns brechen und uns die Kraft nehmen. Doch seht sie an: sie lachen und tanzen“, so Tichanowskaja auf Twitter.“

Quelle: taz.de

BürgerInnenbrief Nr. 518

Leider kam es beim Druck von Peter Grohmanns BürgerInnenbrief Nr. 518 zu Problemen. Deswegen veröffentlichen wir ihn jetzt hier als PDF.

Der nächste BürgerInnenbrief erscheint dann wieder in gedruckter Form.

Von Murr ans Meer zum Gedenken

Die Radbande hat das Campo della Pace erreicht und die Marbacher Zeitung berichtet erneut.

Für weiterführende Informationen zum Campo della Pace können Sie die neue Website besuchen:  https://santanna-together.eu/de/start

 

 

AnStifter auf dem Weg nach Sant’Anna di Stazzema.

Fritz Hirschmann aus Murr und sein Team
Foto privat

Die Murrer Radbande mit AnStifter Fritz Hirschmann ist auf dem Weg.
Ziel: Sant’Anna di Stazzema. Das italienische Dorf in der Toscana ist seit dem 12. August 1944 untrennbar mit dem Massaker verbunden, das deutsche SS-Soldaten hier anrichteten.
Hier gehts zum Bericht in der Marbacher Zeitung.

Seit gestern sind auch die Beteiligten des diesjährigen Friedenscamps nach Sant´Anna unterwegs. Nachdem es im vergangenen Jahr wegen Corona zur Friedenswanderung umgewandelt werden musste, wird es in diesem Jahr wieder einendeutsch-italienischen Jugendaustausch vor Ort geben. Schwerpunkt in diesem Jahr wird das Thema Antisemitismus sein.

Für Maria Kalesnikava

Kolesnikova from Vaclav Reischl on Vimeo.

Morgen soll Maria Kalesnikava unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Prozess gemacht werden. Die AnStifter fordern ein faires Verfahren für die Trägerin des Stuttgarter Friedenspreis 2021.

 

Hochwasser-Hilfe Hagen
Spendenaufruf

Das AllerWeltHaus Hagen wurde vom Hochwasser schwer getroffenen.
Wir können mit einer Sammelspende helfen.
Im AllerWeltHaus engagieren sich Leute wie die AnStifter für Frieden und
soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Menschenrechte. Im
Bildungszentrum mit Kulturbüro, Weltladen und Café treffen sich ua.
Peacemaker-Orchester, Amnesty, Fridays for Future, Frauenring,
Asyl- AK… Wir freuen uns, wenn Sie sich an unserer Hochwasserhilfe für das AllerWeltHaus beteiligen.
Spendenkonto der AnStifter:
IBAN: DE31 4306 0967 7000 5827 01.
BIC: GENODEM1GLS Bank: selbstverständlich GLS
Kennwort Hochwasser Hagen (Spendenbescheinigung)
Fragen? peter-grohmann@die-anstifter.de

Den Reinerlös der satirischen Lesung mit Musik (Grohmann und Eisele)
am 21.8. (19 h) im Theaterhaus (Hof) stellen wir der Aktion zur Verfügung

Wimmelbild „Recht auf Stadt“

Ausschnitt

Jetzt wieder auf Lager (d. h. auf wundersame Weise wieder aufgetaucht) und in der Denkmacherei abholbar: sieben Exemplare des Wimmelbilds „Recht auf Stadt“ von Markus Wende aus dem Jahr 2016.

Plakat, DIN A1 Hochformat, 594 × 841 mm, gefalzt auf DIN A4
ohne Verlag & ISBN

Mehr Infos zum Künstler und zum Wimmelbild gibt’s hier: http://wimmelbild.animationsfilm.de/hintergrund/

BRIEF DER 120 FÜR DIE FREIHEIT VON JULIAN ASSANGE

Foto: /challengepower.info

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

wir sind in großer Sorge um die Gesundheit und das Leben des Journalisten Julian Assange und wenden uns an Sie im Hinblick auf Ihren geplanten Besuch bei US-Präsident Joe Biden in Washington in diesem Monat.

Seit nunmehr elf Jahren kann der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks nicht mehr in Freiheit leben. Seit April 2019 ist er im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London inhaftiert, wo er auf die Entscheidung warten muss, ob er von Großbritannien an die USA ausgeliefert wird. Dort drohen Julian Assange wegen seiner journalistischen Arbeit, darunter die Enthüllung von US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan, 175 Jahre Haft.

Wie viele namhafte Menschenrechtsorganisationen und Journalistenverbände sehen auch wir in der Verfolgung von Julian Assange einen Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit, der mit aller Entschlossenheit zurückgewiesen werden muss. Wer Menschenrechten und Demokratie verpflichtet ist, kommt nicht umhin, sich für die Freiheit von Julian Assange einzusetzen.

mehr…

Mir lebn ejbig – Mitteilung der Familie Bejarano und des Auschwitz-Komitees

Die Nacht war dunkel. Am frühen Morgen des 10. Juli 2021 ist Esther Bejarano im Alter von 96 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit von uns gegangen. Sie war nicht allein, ihre Familie und ihre Freundinnen und Freunde waren in den letzten schweren Tagen bei ihr.

Wir trauern gemeinsam mit ihrer Familie um diese großartige, mutige und unerschütterliche Frau, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück, Antifaschistin, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Sängerin, Zeugin der Zeit.

Heute wollen wir innehalten. Und schweigen und trauern. Um dann Esther Bejaranos Auftrag zu erfüllen:

„Nie mehr schweigen, wenn Unrecht geschieht. Seid solidarisch! Helft einander! Achtet
auf die Schwächsten! Bleibt mutig!. Ich vertraue auf die Jugend, ich vertraue auf euch!
Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!“

Familie Bejarano
und das
Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e. V.

http://www.auschwitz-komitee.de/

Esther Bejerano war in der Endrunde für den diesjährigen Friedenspreis. Wir hatten gehofft, sie im Dezember im Theaterhaus begrüßen zu dürfen.

Deutsch-italienisches Friedenscamp Sant’Anna – jetzt anmelden!

Die Termine:

Friedenscamp 1 in Pruno /Sant’Anna di Stazzema: 03.08.–14.08.2021

Friedenscamp 2 (Nachbereitung) in Stuttgart: 14.10.–17.10.2021

Mehr Informationen und Anmeldung:
https://www.nfjw.de/veranstaltungen/internationale_jungendbegegnung/-/

und im Flyer.

Social Media – Instagram:
https://www.instagram.com/stories/highlights/17863273640039615/

Hintergrundinfos gibt es hier.

Rückblick auf  Friedenscamp 2019:
https://www.die-anstifter.de/2019/08/75-jahre-massaker-der-waffen-ss-in-santanna-di-stazzema-zum-dritten-mal-deutsch-ita lienisches-friedenscamp-campo-della-pace/

Gefördert vom Auswärtigen Amt, der Landeszentrale für Politische Bildung und vom Kultusministerium Baden-Württemberg

Je nach Pandemieentwicklung und Bewilligung der Fördermittel bleiben Änderungen vorbehalten.
Falls eine Absage wegen Corona-Einschränkungen erfolgen muss, wird voraussichtlich ein alternatives Programm angeboten.

Bitte Infos auf der Homepage der NFJW beachten (Link s.o.)

Kontakt:  Naturfreundejugend Württemberg  – Tel.: 0711 48 10 77 –  info@nfjw.de

Geneva calls for the release of Julian Assange

Geneva calls for the release of Julian Assange

Club suisse de la presse – Geneva Press Club | Geneva calls for the release of Julian Assange

Post von Wolfgang Niedecken

Unser lieber Kollege Rüdiger Schmidt hat vor kurzem Post von Wolfgang Niedecken erhalten. Mit schönen Grüße an alle AnStifter.

Ein Leben in politischem Aufruhr

Aus der Stuttgarter Zeitung vom 27.5.21

Hier in besserer Auflösung als PDF:

StZ 2021-05-27 Ein Leben im politischen Aufruhr

Homo comunis – wir für alle

Homo communis – wir für alle, demnächst im Kino, TRAILER 2021, Infos auf: https://homocommunis.de from SeeMoreFilm on Vimeo.

Homo communis – wir für alle stellt Menschen in den Mittelpunkt, die ihre Vision von Kooperation und Teilen leben und zu realisieren versuchen. Der Film spürt Orte solchen Tuns auf – jenseits von Markt und Staat.  In Venezuela und Deutschland treffen wir auf Menschen, denen es um stabile Beziehungen, ein verlässliches Miteinander in Arbeit und Leben und ein Teilen der Ressourcen geht.

Wir haben einen kritischen Punkt erreicht.  Auf der einen Seite erleben wir die stetige Evolution der technischen Möglichkeiten, die uns unglaubliche Perspektiven eröffnet.  Aber zur gleichen Zeit stehen wir vor massiven ökologischen Einbrüchen, wenn wir uns nicht für eine andere Verhaltensweise im Umgang mit unserer Welt entscheiden. Wir erleben eine tiefe Kluft zwischen arm und reich, Kriege, Bürgerkriege und Massenflucht – zentralistische Hierarchien einerseits und entfesselte Märkte andererseits. Von der Geburt bis zum Tod werden die persönlichsten Lebensbereiche immer weitreichender kommerzialisiert, technisiert und uns entfremdet.

Gemeinsam mit den Protagonisten machen wir uns auf den Weg und entdecken alte und neue Modelle des Teilens, der Kooperation und eines Zusammenlebens, die auf Gemeinschaft basieren.

Wir vermitteln keine Ideologien, keine Patentlösungen oder den Eindruck zu wissen, wo es in Zukunft langgehen wird. Der Film lädt ein, die Welt mit Gemeinschafts-Augen zu sehen und aktiv zu werden.“

https://www.homocommunis.de/?page_id=161