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Mittwoch, 27. November 2019, 19:00 Uhr Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi-Bleicher-Straße 20, Bambussalon

Diskussionsveranstaltung mit Thomas Renner und Dr. Maximilien Kintz (Fraunhofer IAO Stuttgart)

KI – „künstliche Intelligenz“ – ist in aller Munde. KI findet zunehmend den Weg aus der Forschung in die Anwendung in der Wirtschaft. KI-Technologien durchdringen die Wirtschaft und das Alltagsleben der Menschen schon in erheblichem Ausmaß. Die öffentliche Förderung wird mit hohen Erwartungen verbunden, was alles durch KI gelöst werden kann: Beitrag zum Klimaschutz, mit KI gegen den Krebs, für eine saubere und sichere Energieversorgung usw. Auf der anderen Seite löst KI auch Ängste aus, Ängste vor der Entwertung menschlicher Fähigkeiten und dem Verlust von Arbeitsplätzen. Allein mit ihrem Namen rückt sie uns Menschen so nahe wie kaum eine andere Technik.

Was aber ist KI und wie funktioniert sie? Die (erste) Veranstaltung der AnStifter in Kooperation mit dem DGB-Stadtverband Stuttgart soll über die technische Seite aufklären und Stoff für weiterführende Debatten liefern:

  • Was ist neu an der KI?
  • Wie wird die Maschine schlau gemacht? Prinzipien des maschinellen Lernens am Beispiel künstlicher neuronaler Netze.
  • Welche Nebeneffekte kann es dabei geben? Wie steht es um die Erklärbarkeit und Fairness der Ergebnisse?
  • Typische Anwendungsfelder in Dienstleistungen und Produktion.

Thomas Renner leitet den Forschungsbereich Digital Business am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart. Dr. Maximilien Kintz ist Data Scientist und Projektleiter für Angewandte Künstliche Intelligenz am Fraunhofer IAO.

Weitere Veranstaltungen der AnStifter im Umfeld der KI sind geplant. Dabei wird es um die Auswirkungen gehen – in der Arbeitswelt, auf die kommunale Infrastruktur – und um die Frage nach den „Stellschrauben“. Was ist nötig, damit KI-Systeme im Einklang mit den Grund- und Menschenrechten und ausgerichtet auf das Gemeinwohl entwickelt werden?

Die Bundesregierung postuliert zwar, dass „wir im Rahmen eines breiten gesellschaftlichen Dialogs und einer aktiven politischen Gestaltung KI ethisch, rechtlich, kulturell und institutionell in die Gesellschaft einbetten werden“. Doch wie soll das tatsächlich gehen? Welche Strukturen sind notwendig, damit es zu einer echten Beteiligung der Zivilgesellschaft kommt und Anforderungen der Zivilgesellschaft in die Forschungsinstitute eingebracht werden können? Diese Frage drängt sich auch deshalb auf, weil das Land in der Region Stuttgart-Tübingen mit dem „Cyber Valley“ eine der größten Forschungskooperationen Europas aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) fördert. An dieser Initiative sind die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die beiden Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie die Unternehmen Amazon, BMW AG, Daimler AG, IAV GmbH, Porsche SE, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG beteiligt.