Aktuelles

Verleihung des Stuttgarter FriedensPreises und des JugendPreises: FriedensGala der AnStifter am 4.12.22 im Theaterhaus

Mit dem Stuttgarter FriedensPreis zeichnen das Bürgerprojekt Die AnStifter und die Stiftung Stuttgarter FriedensPreis seit 20 Jahren Menschen und Projekte aus, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit, Zivilcourage und Solidarität einsetzen.

Reporter ohne Grenzen dokumentieren Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit weltweit und alarmieren die Öffentlichkeit, wenn JournalistInnen und deren Mitarbeitende in Gefahr sind. Sie setzen sich für mehr Sicherheit und besseren Schutz von Medienschaffenden vor allem in Krisengebieten ein.  Reporter ohne Grenzen kämpfen online wie offline gegen Zensur, gegen den Einsatz sowie den Export von Zensur-Software und gegen restriktive Mediengesetze. Seit 1994 ist die deutsche Sektion von Berlin aus aktiv. Der Verein Reporter ohne Grenzen ist Teil der 1985 gegründeten internationalen Organisation Reporters sans frontières.

Unsere mit dem Jugendpreis ausgezeichnete Projektgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Friedrich-Eugen-Gymnasium Stuttgart versucht dem Anspruch der Schule ohne Rassismus durch unterschiedliche Aktionen gerecht zu werden: Fotowettbewerb „Jüdisches Leben in Stuttgart“, gemeinsames Iftar-Fastenbrechen von muslimischen und nicht-muslimischen Schülern im Ramadan, Kinderbetreuung, Workshops zu den Themen Mobbing und Ausgrenzung, Rechtspopulismus und Homophobie – um diesen besser begegnen zu können.Sie will Rassismus bekämpfen und Verständnis für kulturelle Vielfalt schaffen.

Laudatio: Frank Werneke

Vorsitzender von ver.di, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft

Musik: Matthias Schriefl  

Multiinstrumentalist und Paradiesvogel in der Jazz-Szene mit internationaler Karriere: Eigenkompositionen und Volksgut aus dem Allgäu und der Ukraine.

Der  Musikliebende und Vermittler ohne Grenzen gehört laut Süddeutscher Zeitung zu den besten Jazz-Trompetern der Welt

Moderation: Sidar Carman  

In diesem Jahr im Rahmen der Reihe „30 Tage im November – Vom Wert der Menschenrechte“.

Tickets gibt es beim beim Theaterhaus.


Aufzeichnung der Podiumsdiskussion "Boycott Qatar 2022" am 2.22.2022 im Theaterhaus Stuttgart

Mit Bernd Sautter (Moderation)

Dietrich Schulze-Marmeling (Autor/Mitinitiator der Kampagne Boycott Qatar 2022)

Sophia Gerschel (Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte e. V.)

Andreas Zweigle (vertikalpass.de)

Stephanie Doetzer (Arbeitete vier Jahre für Al Jazeera in Doha)


 

Die Zeitung „Vom Wert der Menschenrechte“ steht hier zum kostenlosen Download bereit und kann ab kommenden Dienstag (4.10.22) in der Denkmacherei abgeholt werden.


Petition – Ein Platz für Betty Rosenfeld!


Ein Platz für Betty Rosenfeld! – Online-Petition (openpetition.de)

Wir möchten den Stuttgarter Gemeinderat auffordern, die Umbenennung des Bismarck-Platzes in Betty-Rosenfeld-Platz zu beschließen.

Die Erinnerung an Betty Rosenfeld, an ein beispielhaftes Leben für die Freiheit und soziale Gerechtigkeit darf nicht verschüttet bleiben. Daher soll ein Platz im Stuttgarter Westen an sie erinnern. Etwa der Bismarck-Platz: Dieser müsste nicht länger für einen autoritären preußischen Politiker stehen, der alles andere als ein Demokrat war, dessen aggressive Außenpolitik drei Kriege vorbereitete und der mit den Sozialistengesetzen die SPD verboten hat. Hingegen würde dem bald erneuerten Platz besser eine mutige Demokratin aus dem Westen selbst, die ihr Leben im Engagement für internationale Solidarität und Freundschaft verloren hat, zu Gesicht stehen.

Eine Petition der AnStifter und der Initiative „Ein Platz für Betty Rosenfeld“.

Begründung

Betty Rosenfeld ist in Stuttgart-West aufgewachsen. Sie lebte mit ihrer jüdisch-liberalen Familie in der Breitscheidstraße, sie besuchte das Königin-Olga-Stift und wurde am Katharinenhospital zur Krankenschwester ausgebildet. Die politische Entwicklung in der Weimarer Republik ließ sie bald aktiv gegen die Nazis werden. Doch als Jüdin und Kommunistin sah sie sich in den dreißiger Jahren zweifach zur Flucht nach Palästina gezwungen. Aber bald war sie die einzige Frau aus Stuttgart, die sich in Spanien den Internationalen Brigaden anschloss, um dort für die Freiheit und gegen die Faschisten zu kämpfen. Ihr Lebensweg endete nach einer jahrelangen Odyssee durch französische Internierungs-Lager in Auschwitz.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Die Anstifter e.V. aus Stuttgart


Die Wahlergebnisse zum Stuttgarter FriedensPreis und zum JugendPreis der AnStifter stehen fest

Der Stuttgarter FriedensPreis geht in diesem Jahr an die deutsche Sektion von Reporter ohne Grenzen, die mit 99 von insgesamt 356 abgegebenen gültigen Stimmen knapp vor Mariya Oysyannikova (92 Stimmen), Wolfgang Sternstein (86 Stimmen) und Gerhard Trabert (79 Stimmen) landete. Die Wahlbeteiligung lag entsprechend bei 32,78%.

Der JugendPreis der AnStifter geht im Jahr 2022 das Projekt „Schule ohne Rassismus“ am Friedrich Eugens Gymnasium Stuttgart, das sich im zweiten Wahlgang mit 195 Stimmen vor den Waldbesetzer*innen im Altdorfer Wald (152 Stimmen) durchsetzte. Die Wahlbteiligung lag hier bei 31,95%.

Die AnStifter gratulieren den Preisträger*innen, die am 4.12.2022 bei unserer FriedensGala im Theaterhaus geehrt werden, und wir danken allen Wähler*innen für ihre Beteiligung!


Vortrag von Dr. Ulrich Bausch: „Putins Krieg – hat die Diplomatie noch eine Chance?“

Bei unserem Sommerfest am 29.5.22 hielt Dr. Ulrich Bausch von der VHS Reutlingen einen, wie wir finden, sehr lesenwerten Vortrag. Sie können ihn hier nachlesen: Putins Krieg – Hat die Diplmatie noch eine Chance