Songwriting
Es ist zu spät heute Nacht, um die Vergangenheit ans Licht zu zerren

Johnny Cash, der viel zu früh verstorbene  US-amerikanischen Country-Sänger und Songschreiber (* 1932, †  2003), fragte drei Jahre vor seinem Tod, ob alles ans Licht gezerrt werden muss:

Wird es jetzt besser?
Oder fühlst du dich noch wie vorher?
Wird es einfacher für dich,
jetzt, wo du einen Schuldigen gefunden hast?

One

Is it getting better
Or do you feel the same?
Will it make it easier on you now
You’ve got someone to blame?
mehr…

Europa Čaputová?

Das ist bei uns nicht möglich: Dass unerfahrene Komiker Wahlen gewinnen oder Oligarchen ganze Parteien kaufen. Zugegeben, hin und wieder schänden wir das Grundgesetz oder pfeifen auf unsere Verfassung, aber im Grunde genommen gibt es weder Komiker noch echte Korruption. Wir machen es anders. Bei allem Jubel über den Wahlsieg, oh Zuzanna!, bürgerbewegte Freundin Europas und der Umwelt, übersieht man leicht, dass Čaputová nicht viel zu sagen hat und rund 50 % der Schlowacken zu Hause blieben. So was ist scharf zu kritisieren und bei uns allenfalls bei Europawahlen zugelassen. mehr…

Hauptsache ans Bein pinkeln
Vom Umgang mit unbequemen Standpunkten

Wenn man sich schon nicht mit Inhalten auseinandersetzten kann, dann versucht man es auf eine ganz einfache Art: Man versucht, jemanden wegen irgendetwas lächerlich zu machen und zu diskreditieren. Genau das macht der Stuttgarter-Zeitungs-Autor Tomo Pavlovic. Er haut in die Modekerbe: Stuttgarter Zeitung vom 3. April 2019:

Thunberg hat in Interviews immer wieder betont, dass ihre Gegner sie wegen ihres Aussehens angreifen. Tatsächlich gibt sich das Mädchen ausgesprochen uneitel, sie trägt oft Zöpfe, einfache Wollmützen, praktische Funktionskleidung oder Skihosen in der Stadt. Scheinbar hat sie keinen Sinn, keine Zeit für Mode. Wer die Welt retten muss, schaut nicht in den Spiegel, sondern in die Zukunft. Doch bei aller Sympathie: Auch Thunbergs Aura des Authentischen und Unschuldigen ist eine modische Masche – eine richtig gute.

Und dann kommt natürlich noch die Kritik an ihren Klamotten:

Niemand fragt so ein 16-jähriges Mädchen, ob ihre olle Daunenjacke und ihre verwaschenen T-Shirts tatsächlich fair und klimafreundlich produziert worden sind. Sie behauptet, sie kaufe sich niemals neue Kleidung. Trotzdem wechselt sie für ihre diversen öffentlichen Auftritte die Klamotten. Die Farbe ist dabei stets wohl gewählt: Zur Preisverleihung der Goldenen Kamera trug sie ein weißes Kleidchen, als ginge sie zur Buße oder Kommunion. Greta Thunberg, ein Heiligenbild. Und eine heimliche Modeikone.

Das waren noch Zeiten, als zum guten Journalismus gehörte, Tatsachen zu schreiben und nicht Wertungen. Das beginnt mit den für ein Thema relevanten journalistischen W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Woher/welche Quelle?

Songwriting
Der Geschmack von Trauer

Wunderbar, wie leicht Louise Thiolon die Trauer besingt:

Wir werden überqueren, was uns trennt
Wir werden den Zug nehmen
Komm mit mir
Wir werden dort mit dem Zug fahren

Streit suchen

En aktueller Termin verspricht interessant zu werden: Am 02. April 2019 – 19.30 Uhr ist Gabriele Krone-Schmalz im Forum der BW-Bank am Kleinen Schloßplatz. Ihre Frage: Bleiben wir zusammen? Russland und Deutschland – wie ein Leben in Frieden und Selbstbestimmung möglich ist.

Ohne Russland ist ist kein Frieden zu machen, oder täuschen wir uns nur?

 

 

Hörzu, guck hin!

Ein Beispiel für die mediale Verwertung von Greta Thunberg fand am vergangenen Wochenende statt: die Verleihung der Goldenen Kamera durch die Fernsehzeitschrift Hörzu.
Angesichts fallender Zuschauerzahlen wollte man sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen und erfand die „Goldene Kamera für den Klimaschutz“. Für die Frauen und Männer im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sicherlich ein willkommener Inhalt, denn die Goldene Kamera konnte in einem Atemzug mit der jungen Schwedin und dem Vorschlag dieser für den Friedensnobelpreis genannt werden. mehr…

Stuttgarter Friedenspreis 2019
Redaktionelle Bearbeitung der Vorschläge


Der Schlusstermin für die Einreichung von Vorschlägen war der 31.03.2019 23:59 Uhr. Jetzt müssen wir noch sehen, ob irgendwo Schreiben in der Pipeline sind, ob in den verschiedenen E-Mail-Konten vielleicht etwas übersehen wurde, ob noch Briefe auf dem postalischen Weg mit entsprechendem Poststempel unterwegs sind. Dann wird der Kasten zugemacht und es geht an die redaktionelle Bearbeitung. mehr…

Andreas Scheuer macht seinem (Be)Namen(t) alle Ehre

Andreas Scheuer und Greta Thunberg
Fotos: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de und Anders Hellberg CC BY-SA 4.0

Während in Berlin 25.000 Schüler für den Klimawandel demonstrierten, präsentiert Minister Scheuer sein Papier zum Klimaschutz. Er präsentiert einen Vorschlag mit der Kernbotschaft (auf einer Seite!!):

Die deutschen Klimaziele für 2030 lassen sich erreichen, ohne die Mobilität einzuschränken. Na, da schau her. Er präsentiert darin alte Kamellen:
Kaufprämien für Elektroautos finden sich darin, oder Steueranreize für „klimafreundliche Dienstwagen“. Auch die Förderung für die bisher unzureichende Ladeinfrastruktur für Elektroautos soll ausgeweitet werden.

Und dann: mehr…

Datenschutz – Meinungsfreiheit
Was unser Friedenspreisträger dazu sagt

Edward Snowden

Krieg aus der Sicht eines (betroffenen) Psychologen

Ahmad Mansour
CC BY-SA 3.0 de

Ahmad Mansour, israelisch-deutscher Psychologe und Publizist, hat über den neuerlichen Raketenangriffen der Hamas in der Zeitung „Jüdische Allgemeine seine Betroffenheit ausgedrückt (Danke Peter Grohmann für die Zusendung des Links). Er spricht über Raketen, die gravierende Schäden anrichten:

 

Ich sage es ganz ehrlich und bewusst emotional ohne die bei politischen Kommentaren oft verwendeten Phrasen: Mir blutet das Herz, wenn ich an die Menschen in Israel, den Grenzstädten entlang des Gazastreifens und in Gaza selbst denke. Mit jeder weiteren Rakete, die abgeschossen wird, richten die Angst und der unfassbare Stress weitere gravierende Schäden an.

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