Schlagwort-Archive: Corona

Zum Geburtstag von Friedrich Schiller
Festrede von Prof. Dr. Drosten

Schillerrede 2020 - Prof. Dr. Christian Drosten

„Wir bestimmen selbst, ob sich die Lage verschlimmert oder verbessert“, sagte der Virologe Christian Drosten in seiner Rede zum Geburtstag Friedrich Schillers. Gerade Wissenschaftler müssten deshalb verlässlich kommunizieren. Der Virologe war vom Deutschen Literaturarchiv (DLA), Marbache, eingeladen worden, die diesjährige Festrede zum Geburtstag des Dichters Friedrich Schiller zu halten (per Videoübertragung).

Protest organisieren

Protestieren

Heute reicht es nicht mehr, die Flugblattpresse anzuwerfen, um für eine Demonstration zu werben. Auch Plakate erzielen nicht die gewünschte Reichweite. Wenn man sich die Demonstrationen zu „Black lives Matter“ und auch zu der jüngsten Corona-Demonstration ansieht, so wird schnell klar, die Mobilisierung erfolgt über Internetplattformen. Bei „Black lives Matter“ fand die Mobilisierung über die Instagram-Kanäle bekannter Mode-Influencerinnen statt. (Siehe z. B. hier).

Michael Ballweg, Kopf der Bewegung „Querdenken 711“ nutzt seit Beginn seiner Kampagne das Internet zur Mobilisierung. Und er verbreitert geschickt seine Basis: mehr…

Die VIELEN Baden-Württemberg
Ein Statement aus aus aktuellem Anlass

Die Vielen
Die AnStifter unterstützen Die Vielen. Sie wandten sich 2018 an die Öffentlichkeit. DIE VIELEN wollten damit den Zusammenhalt in Kunst und Kultur als Teil der Zivilgesellschaft gegen rechtspopulistische sowie völkisch-nationale Strömungen zum Ausdruck bringen. Angesichts der Corona-Krise wenden sie sich erneut an die Öffentlichkeit:

Wir, Die VIELEN Baden-Württemberg, nehmen die Ängste und Sorgen vor den ökonomischen Folgen der Pandemie sehr ernst. Gerade viele Kulturschaffende und Künstler*innen sind zum Teil in existentielle Not geraten. Wir sehen es dennoch als eine unserer Hauptaufgaben an, kritisch zu hinterfragen, warum die Reaktionen auf die Pandemie bereits existierende Ungleichheiten, Rassismus und diffuse Verschwörungsmythen offen legen. Diffuse Behauptungen und Rassismus dürfen keinesfalls die Antwort auf die Herausforderungen der Pandemie sein. Auch den “Normalzustand” wiederherzustellen ist nicht das Ziel, denn die Unsicherheit und die z.T. prekären Arbeitsbedingungen existierten bereits bei vielen Kulturschaffenden vor der Krise. Vielmehr müssen wir die Strukturen des Kunstbetriebs grundlegend neu verhandeln. mehr…

New York Times
Eine Titelseite wie keine andere

New York Times Titelliste
Titel vom 24. Mai 2020

Als sich die USA 100.000 Todesfällen durch das Coronavirus nähern, wollten die Redakteure den düsteren Meilenstein markieren. Anstelle der Artikel, Fotos oder Grafiken, die normalerweise auf der Titelseite der New York Times erscheinen, gab es am Sonntag nur eine Liste: eine Liste von Menschen, die ihr Leben durch die Coronavirus-Pandemie verloren haben. Die Namen wurden aus Hunderten von US-Zeitungen entnommen.
Mittlerweile führt die USA die Liste der Staaten mit den meisten Coronafällen (1.643.500), gefolgt von Brazilien (363.211), Russland (353.427) und Großbritanien (260.916). Alles Staaten mit rechtspopulistischen / autokratischen Regierungen. Alle werden von Männern regiert, die bereit sind, die Wirklichkeit als optional zu betrachten. Sascha Lobo ist in einer seiner letzten Kolumne ausführlich darauf eingegangen.

Corona
Maske – Abstandsregel – CoronaApp

Peter Grohmann mit Maske
Venceremos!

Der Ehrenvorsitzende der Anstifter trägt sie. Er hält sich an die Abstandsregeln, auch am 1. Mai. Aber eine App auf seinem Smartphone? Eines ist sicher:
„Ohne Social Distancing, Hygieneoffensive und Maskenpflicht ist eine App ungefähr so nützlich wie das Foto eines Wagenhebers im Kofferraum, wenn man einen Platten hat“, schreibt Sascha Lobo so treffend in seiner neuesten Kolumne.

Kuscheln nein – soziale Kontakte ja

Social distancing

Mit Blick auf die Kontaktverbote angesichts der Corona-Pandemie hat das deutsche PEN-Zentrum an Politik und Medien appelliert, auf den Ausdruck „soziale Distanz“ zu verzichten.

Er könne durch „physische Distanz“ oder „körperlicher Abstand“ ersetzt werden, sagte PEN-Präsidentin Regula Venske. „Soziale Distanz“ klinge wie ein Begriff aus dem Wörterbuch des Neoliberalismus, führte die Schriftstellerin aus: „Wir alle aber wissen, dass jetzt soziale Nähe gefragt ist: Kooperation, Verantwortung füreinander.“ Es gebe sicherlich derzeit dringlichere Probleme, als Worte auf die Goldwaage zu legen, betonte Venske, aber Sprache präge des Denken und Verhalten der Menschen. Im Englischen bedeute das Wort „social“ heute vor allem „gesellig“ und erst in zweiter Linie das, wofür „sozial“ im Deutschen stehe, nämlich für gesellschaftliche Werte wie Gemeinsinn und Solidarität.

Quelle: Pen-Pressedienst

Zeit zum Nachdenken

Peter Grohmann Foto: © M. Seehoff
Foto: © M. Seehoff

Peter Grohmann, Gründer der AnStifter, lässt uns folgende Botschaft zukommen:

Liebe Leute,

vielen Dank für die freundliche Post, für Nachfragen, Anrufe und die interessanten Ideen zur eigenen, der Volksgesundheit und der Rettung der Demokratie.

Leider sind – aus Mangel an Erkenntnis und Zeit – viele Menschen, die uns nahestehen, durch unser eher mageres Informationsraster gefallen – nicht nur jene, die keine eMail-Adresse haben. Jetzt besteht deshalb für uns alle eine gute Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen. Kontaktsperre aufheben. mehr…

Naomi Klein
Coronavirus Capitalism — and How to Beat It

Coronavirus Capitalism — and How to Beat It

Naomi Klein, Journalistin, Autorin und Aktivistin: „I’VE SPENT TWO decades studying the transformations that take place under the cover of disaster. I’ve learned that one thing we can count on is this: During moments of cataclysmic change, the previously unthinkable suddenly becomes reality. In recent decades, that change has mainly been for the worst — but this has not always been the case. And it need not continue to be in the future. This video is about the ways the still-unfolding Covid-19 crisis is already remaking our sense of the possible […]“ Weiter zum vollständigen Text über den Videobeitrag auf The Intercept.

Weitere Informationen:

Website von Naomi Klein

Naomi Klein auf Perlentaucher.de

Info zu The Intercept „award-winning news organization dedicated to holding the powerful accountable through fearless, adversarial journalism.“