Aufruf
Solidarität mit afghanischen Flüchtlingen!

Der Freundeskreis Neckarpark – Projektgruppe Begleitung bittet mit den AnStiftern um Unterschriften gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Gleichzeitig bitten wir um Spenden mit Stichwort „Afghanistan“, um den Aufruf mit Unterschriften als Anzeige veröffentlichen zu können. Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte bis zum 31. Mai per Post an Die AnStifter, Werastr. 10, 70182 Stuttgart, oder per Email an kontakt@die-anstifter.de.

Text des Aufrufs:

Solidarität mit afghanischen Flüchtlingen!
Liebe Schutzsuchende aus Afghanistan, wir stehen an Ihrer Seite!
Viele von Ihnen sind in höchster Sorge, seit die EU und die afghanische Regierung ein Rücknahmeabkommen geschlossen haben. Afghanistan erhält über 4 Jahre verteilt 13 Milliarden Euro und nimmt im Gegenzug 80 000 afghanische Flüchtlinge zurück.
Ein unmenschlicher Deal, staatlich abgesegnetes Unrecht, Menschenhandel in großem Maßstab.

Und die Sammelabschiebungen haben letzten Dezember begonnen, trotz aller Proteste. Höchste Zeit, vom Protest zum Widerstand überzugehen! Wir, die Unterzeichnenden, erklären hiermit öffentlich: Wir werden uns solchen Unrechtsmaßnahmen widersetzen. Wir stehen an Ihrer Seite und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um zu versuchen Sie zu schützen:
– Wir werden Ihnen helfen, die Umstände Ihrer Verfolgung und Flucht und Ihre persönliche  Situation öffentlich zu machen, ebenso die aktuelle Situation in Afghanistan.
– Und wir werden Ihnen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln helfen, um Abschiebungen zu verhindern.

Wenn der Staat seinen internationalen Schutzverpflichtungen gegenüber Ihnen und anderen afghanischen Flüchtlingen nicht mehr nachkommt, werden wir, Mitglieder der Zivilgesellschaft, uns für Sie einsetzen. Wir solidarisieren uns mit Initiativen, die mit Mitteln des zivilen Ungehorsams versuchen, Ihnen zu helfen.

6 Gedanken zu „Aufruf: Solidarität mit afghanischen Flüchtlingen!

  1. Solidarität kennt keine Grenzen. Nur Menschen verachtende Regierungen können so handeln wie die deutsche – und nicht nur die.

  2. Für die AfD ist Afghanistan gewiss ein sicheres Land. Sie begrüßt daher die Abschiebungen in dieses sichere Land uneingeschränkt. Aber warum machen unsere demokratischen Parteien stellvertretend für die AfD eine solche Politik?

  3. Was soll man dazu noch schreiben. Es versagen einem die Worte.
    Ich unterrichte Kinder aus Afghanistan. Es wäre ein Verbrechen sie
    zurückzuschicken.
    Besser, die Damen und Herren, die verasntwortlich für diese <Politik sind und die Damen und Herren, die die Abschiebungsbescheide unterschreiben, fliegen wir einmal für 6 Wochen nach Afghanistan. Sie werden keine Abschiebung mehr veranlassen!

  4. Wir haben da einen Bundesinneminister, der sich nur mit kugelsicherer Weste, Schutzhelm und begleidet von schwerbewaffneten Sicherheitsleuten, in die witgehend „sichere“ Hauptstadz Kabul begibt, der aber die Chuzpe hat, Afghanistan als sicheres Herkunftsland zu bezeichnen. – Das nenne ich hochgradigen Zynismus!

  5. Ich unterstütze diesen Aufruf und versuche ihn zu verbreiten.
    Vielen Dank an die Initiatoren.
    Eberhard Boeck

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