Jonathan Lübke
Beschleunigung. Entfremdung. Resonanz – Hartmut Rosa und die Kritische Theorie

Sa, 7. April 2018, 10:30 Uhr
Hegelhaus, Eberhardstraße 53, 70178 Stuttgart
Veranstalter: Die AnStifter
Wichtiges: Kostenbeitrag 8,- Euro incl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Hartmut Rosa (geb. 1965) ist eine der erfolgreichsten und schillerndsten Figuren des zeitgenössischen Wissenschaftsbetriebs. Durch einen teilweise essayistisch angehauchten Schreibstil gelingt es ihm auch zunehmend fachfremdes Publikum anzusprechen, was indessen der Wissenschaftlichkeit der Texte keinen Abbruch tut. Dies gilt vor allem für sein bisheriges Hauptwerk über „Resonanz“. Sehr spannend und lohnenswert dürfte es aber auch sein den gedanklichen Werdegang Rosas hin zur Resonanz zu verfolgen: Seine Habilitationsschrift „Beschleunigung“ zeigt eine wesentliche Grundlage seines Denkens an. Über historische, gesellschaftsanalytische und philosophische Referenzen renoviert er den Begriff der Entfremdung, sodass dieser wieder anschlussfähig für gegenwärtige Sozialphilosophie gemacht wird. Entscheidenden Einfluss auf sein Denken hat die kritische Theorie der Gesellschaft, welche in allen Werken eine mehr oder minder wichtige Rolle spielt. Der grundlegend negative Charakter der kritischen Theorie hatte immer zur Folge, dass man mit ihr zwar alles bestens kritisieren, aber eben auch keine positiven Gegenangebote zu aktuellen Gesellschaftsstrukturen bieten konnte. Diese „Schwachstelle“ (ob es wirklich eine ist, bleibt zu diskutieren) der kritischen Theorie soll durch das praktisch umsetzbare, institutionalisierbare Moment der Resonanz überwunden werden. Gelingt das?

Jonathan Lübke studierte Philosophie und Soziologie in Tübingen und Bochum.

 

Verschlagwortet mit: Ethik, Gesellschaft, Philosophie

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