Schlagwort-Archive: Antirassismus

Die VIELEN Baden-Württemberg
Ein Statement aus aus aktuellem Anlass

Die Vielen
Die AnStifter unterstützen Die Vielen. Sie wandten sich 2018 an die Öffentlichkeit. DIE VIELEN wollten damit den Zusammenhalt in Kunst und Kultur als Teil der Zivilgesellschaft gegen rechtspopulistische sowie völkisch-nationale Strömungen zum Ausdruck bringen. Angesichts der Corona-Krise wenden sie sich erneut an die Öffentlichkeit:

Wir, Die VIELEN Baden-Württemberg, nehmen die Ängste und Sorgen vor den ökonomischen Folgen der Pandemie sehr ernst. Gerade viele Kulturschaffende und Künstler*innen sind zum Teil in existentielle Not geraten. Wir sehen es dennoch als eine unserer Hauptaufgaben an, kritisch zu hinterfragen, warum die Reaktionen auf die Pandemie bereits existierende Ungleichheiten, Rassismus und diffuse Verschwörungsmythen offen legen. Diffuse Behauptungen und Rassismus dürfen keinesfalls die Antwort auf die Herausforderungen der Pandemie sein. Auch den “Normalzustand” wiederherzustellen ist nicht das Ziel, denn die Unsicherheit und die z.T. prekären Arbeitsbedingungen existierten bereits bei vielen Kulturschaffenden vor der Krise. Vielmehr müssen wir die Strukturen des Kunstbetriebs grundlegend neu verhandeln. mehr…

Film
Blue Eyed

Blue Eyed TRAILER DEUTSCH

Jane Elliot, die Protagonistin dieses Dokumentarfilms, wurde 1933 geboren. Sie ist Lehrerin. Die Lektüre eines Buches über den KZ-Arzt Mengele verändert ihr Leben und das derjenigen Personen, die an den Workshops teilnehmen, die sie mit dem Titel Blue Eyed von nun an mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durchführt. Es geht dabei darum, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen spüren zu lassen, was es bedeutet Schwarz, Frau, Schwul oder Behindert zu sein. Ja, sagt ein Teilnehmer, er habe verstanden, was es bedeutet zu einer dieser Gruppe zu gehören und es würde ihn beschämen, dass er dazu beitrage, dass die Welt so ungerecht ist. Aber als Einzelner könne er ja nichts machen. Darauf Jane Elliot: Sehen Sie mich an! Wieviele Personen sehen Sie?

 

 

Black Lives Matter
Neue Akteurinnen in der Demonstrationskultur Stuttgarts

Der Demonstrationszur zieht sich vom Rotebühlplatz bis zur Bolzstraße
Der Demonstrationszug zieht sich vom Rotebühlplatz bis zur Bolzstraße

Black Lives Matter ist eine Bewegung, die sich gegen Rassismus, Polizeigewalt und Diskriminierung von Schwarzen Menschen einsetzt. Nachdem George Floyd am 25. Mai bei einem gewalttätigen Polizeieinsatz getötet wurde, gibt es Proteste auf der ganzen Welt, die sich für die Rechte schwarzer Menschen einsetzen. So auch in Stuttgart, am Samstag, 6. Juni. mehr…

Für ein Europa, frei von nationalen Egoismen

Frontbanner Foto: © M. Seehoff
Foto: © M. Seehoff

Am Sonntag, den 19. Mai 2019, gingen in Stuttgart viele tausend Menschen auf die Straße, um für ein Europa zu demonstrieren. Unter dem Motto: „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus!“ hatte ein breites Bündnis zu dieser Demonstration aufgerufen, die parallel in 7 deutschen Großstädten stattfand ebenso wie in über 40 anderen europäischen Großstädten.

Die beiden AnStifter Barbara Stoll und Peter Grohmann moderieren die Veranstaltung. Und man merkt es diesen beiden Profis an, wie sie mit ihrer literarisch-lyrischen Moderation die Menschen in ihren Bann ziehen und eine harmonische Bindung zwischen Reden und musikalischen Darbietungen schaffen.

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Solidarität mit Jens!

Jens aus Stuttgart ist Erzieher. Die CDU fordert seinen Rausschmiss. Sie knüpft damit an eine Veröffentlichung der AfD an, die etwas „enthüllt“, was Jens nie verborgen hielt: Jens ist seit Jahren linker und antifaschistischer Aktivist. Wir erklären unsere Solidarität mit Jens:

Jens ist bekannt als guter Kollege, engagierter Erzieher und verlässlicher Mitstreiter. Jens ist Mitarbeitervertreter, aktiv in der Gewerkschaft, im Bündnis „Stuttgart gegen Rechts“ und Mitbegründer des Linken Zentrums in Stuttgart-Heslach. Jens ist einer, der in vielen Lebensbereichen engagiert für eine bessere Gesellschaft streitet. Einer, der nicht nur redet, sondern macht. Gerade darum gerät er jetzt ins Fadenkreuz jener, die eben das nicht möchten.

Seit geraumer Zeit versucht die rechtspopulistische AfD, Jens öffentlich zu diskreditieren und um seinen Job zu bringen (Hintergrund). Verwunderlich ist das nicht. Das Ziel der AfD-Hetzkampagne ist ein Klima der Angst unter all denjenigen zu schaffen, die gegen die Hetze von Rechts aktiv sind. Einer wird herausgegriffen um andere mundtot zu machen.

Die AfD will dabei etwas skandalisieren, was gar kein Aufreger ist, sondern vielmehr selbstverständlich sein sollte: Solidarität und Antirassismus sind wichtige Bestandteile einer Erziehung zum mündigen Menschen. Es ist nur konsequent dafür auch außerhalb der Kita einzustehen.

So ist nicht das Engagement von Jens der Skandal, sondern die Tatsache, dass und vor allem wie die Inszenierung der AfD aufgegriffen wird. Für die Stuttgarter Nachrichten scheint Jens‘ politisches Engagement, das nie ein Geheimnis war, gefundenes Fressen. In einem reißerischen Artikel macht sich so ein Redakteur mit fragwürdigen journalistischen Methoden zum Handlanger der AfD. Auch die CDU-Landtagsfraktion mischt mit, indem sie den Rauswurf von Jens aus der Kita fordert. Der Fall macht im Kleinen deutlich, was auch im Großen Alltag geworden zu sein scheint: Die AfD fordert, die CDU zieht nach.

Für uns ist klar: Rassisten und Antisemiten entscheiden nicht darüber wer in pädagogischen Berufen arbeitet und wer nicht. Und: In einer Zeit in der Unterkünfte für Geflüchtete angezündet werden und in Regierungskreisen über Lager für Menschen diskutiert wird, ist das Engagement für ein solidarisches Miteinander notwendiger und aktueller denn je.

Wir erklären uns daher solidarisch mit Jens. Das Problem sind nicht diejenigen, die gegen die Hetze von Rechts aktiv sind, sondern die, die eben jene verbreiten.

Jens bleibt Erzieher! Nein zur Hetze von Rechts!

Solidaritätserklärung unterzeichnen + weitere Informationen: https://solidaritaetmitjens.wordpress.com/

Antirassistische Plakat-Aktionen

Dies Irae beim Amadeu Antonio Preis 2015

Die Gruppe „Dies Irae“, übersetzt: Tag des Zorns, gehört zur AdBusting-Bewegung, bei der Künstler Werbeplakate überkleben oder umgestalten. „Wir definieren uns als politische und selbst-denkende Menschen, die den öffentlichen Raum von der visuellen Umweltverschmutzung, auch Außenwerbung genannt, befreien.