Hacker & Hyänen

Der Sozialdemokrat an sich ist ein friedliches Wesen, weit ab von jedem Gedanken an Gewalt gegen andere Sozialdemokratinnen. Aber er kann zur Hyäne werden, wenn man ihm die Partei kaputtmachen will. Nun hat er zurückgeschlagen und übernimmt mutig die Verantwortung. Anders als Claus Schmiedel weiss er: Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun, sondern allenfalls die Wählerin: Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich…
Aber Leute! Wir hacken doch nur deshalb auf der SPD rum, weil sie uns so am Herzen liegt! Ganz ehrlich: Ohne SPD geht gar nichts! Keine GroKo, kein Links-Links-Grün, nicht mal

’ne ordentliche Alleinherrschaft, ganz abgesehen von Parteiprogrammen! Im Innersten seines Herzens weiss doch jede, dass es die SPD war, die unterm Kaiser die Sache mit dem Frauenwahlrecht und der Gleichberechtigung beim Bund durchgeboxt hat. Muttertag, Müttergenesungswerk, Muttermal, futtern wie bei Muttern: Könnten wir uns das bei Angela Wagenknecht oder Sara Lindner vorstellen? Na bitte! Dass zum Tag der Sozialarbeiter am 20.3. 2018 auch Frauen auf die Straße dürfen, liegt freilich nicht nur an den SPD-Männern, sondern an den christlichen Demokratinnen: Frauen sind zu 78 % in der Pflege, verzichten zu 90% auf gleiche Bezahlung und sorgen sich zu 100 % Hause um die Wäsche und das Wohlergehen ihrer Männer. Männer wollen nicht geliebt werden, sondern Macht. Siehe Berlusconi, und der wird zusätzlich geliebt.
Was nun das Hacken angeht: Die Hacker an der Ostfront wissen jetzt aus erster Hand, dass wir sie nicht noch mal angreifen wollen. Wir sind militärisch noch viel zu schwach und rufen ihnen übers Netz zu: Druschba & Grünpeace! Weit gefährlicher als die Bundeswehr in langen Unterhosen ist eine gefährliche Typus-Epidemie: Wegen ihr musste der S-Bahn-Verkehr der Linie S 5 in der Region Stuttgart zwischen Bietigheim und dem Haltepunkt Schwabstraße komplett eingestellt werden. Was??? Typhus??? Nein, keine Angst, nur ein Face. Eine hundsgewöhnliche Grippe legte die Linie lahm. Die Zugführer halten eben auch nichts mehr aus. Wenn das der Russe wußte! Andererseits meldet die Landesregierung neue Erfolge im Wettbewerb um den größten Zuwachs im Lkw-Verkehr. Er betrug allein auf der A 6 mehr als 30 %. Man muss nur wollen.

Petra Grohmann ist Kabarettistin beim Bürgerprojekt Die AnStifter

Über Peter Grohmann

Peter Grohmann, Jahrgang 1937, Breslauer Lerge, über Dresden auf d' Alb, dann runter nach Stuttgart: Schriftsetzer und Kabarettist, Autor und AnStifter gegen Obrigkeitsstaat und Dummdünkel. Mitgründer: Vom Club Voltaire übers undogmatische Sozialistische Zentrum, vom Theaterhaus zu den AnStiftern. Motto: Unruhe ist die erste Bürgerinnenpflicht. Was ärgert Grohmann? Alle, die den Arsch nicht hochkriegen, aber dauernd meckern. Und an was erfreut er sich? An Lebensfreude und Toleranz