AnStifter in Sant’Anna di Stazzema

Das Jugendbegegnungsprojekt Baden-Württemberg Sant’Anna di Stazzema startet am 5. August 2017 mit einem Workcamp in Pietrasanta / Sant’Anna. Etwa 20 Jugendliche im Alter zwischen 17 und 27 Jahren werden Anfang August neun Tage gemeinsam in einem ehemaligen Kloster in Pietrasanta (Toskana) verbringen. Auf dem Programm stehen die Beschäftigung mit dem Massaker von 1944 am historischen Ort und die Begegnung mit Zeitzeugen, die gemeinsame Arbeit an Projekten zur Völkerverständigung und Menschenrechten sowie die Teilnahme an den Gedenkfeiern zum Jahrestag des Kriegsverbrechens. Angestoßen wurde das Projekt durch den Stutztgarter FriedenssPreis für die toscanische Gemeinde und die Einladung zur Teilnahme an der FriedendGala an Überlebende und Dorfbewohner. Die AnStifter hatten bereits 2012 Kontakte geknüpft und Solidaritätsaktionen für die Menschen von Sant’Anna initiiert. Realisiert wird das Workcamp von den Projektpartnern der AnStifter, der Naturfreundejugend Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber. Neben den AnStiftern fördert das Land Baden-Württemberg, der Deutsch-italienische Zukunftfonds und die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Der diesjährige FriedensPreis der AnStifter wird am 10.2.2017 verliehen.

Näheres zum Projekt: 
http://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/absichtserklaerung-intensiviert-gemeinsame-gedenkarbeit-fuer-santanna-di-stazzema/

Über Peter Grohmann

Peter Grohmann, Jahrgang 1937, Breslauer Lerge, über Dresden auf d' Alb, dann runter nach Stuttgart: Schriftsetzer und Kabarettist, Autor und AnStifter gegen Obrigkeitsstaat und Dummdünkel. Mitgründer: Vom Club Voltaire übers undogmatische Sozialistische Zentrum, vom Theaterhaus zu den AnStiftern. Motto: Unruhe ist die erste Bürgerinnenpflicht. Was ärgert Grohmann? Alle, die den Arsch nicht hochkriegen, aber dauernd meckern. Und an was erfreut er sich? An Lebensfreude und Toleranz

1 Gedanke zu „AnStifter in Sant’Anna di Stazzema

  1. Habe in der Stuttgarter Zeitung den Artikel über Sant ‚Anna gelesen.
    Das Projekt Jugendbegegnungen in Sant’Anna finde ich prima und möchte allen Beteiligten meine Hochachtung aussprechen.
    Angesichts der restriktiven Haltung aller Bundesregierungen und der skandalösen Urteile der deutschen Justitz ist dies ein guter Beitrag zur Versöhnung und Verbesserung der Beziehungen, zunächst auf unterster Ebene.
    Verständnis für die Geschichte und Kenntnis, was geschehen ist, ist hierfür m.E. unabdingbare Voraussetzung. Es ist oft unverständlich und manchmal peinlich, mit welcher Ahnungslosigkeit, Naivität und Aroganz Deutsche in europäischen Ländern auftreten. Verbrechen des Naziregimes gab es fast überall. Ich selbst habe nach und nach gelernt, was in vielen Dörfern in Griechenland passiert ist.
    In der Tat, Verständnis für die Geschichte kann dazu beitragen das friedliche Zusammenleben in der Zukunft zu sichern und vielleicht auch zu verbessern.
    Michael Röhner (Jahrgang 1947)

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