Wiedersehen mit Brundibar

Do, 4. Dezember 2014, 20:30 Uhr
Metropol Kino, Bolzstraße 10, 70173 Stuttgart
Veranstalter: kein Veranstalter bekannt
Wichtiges:

Die Kinderoper ‚Brundibár’ von Hans Krása wurde im Ghetto Theresienstadt in den Jahren 1943 und 1944 über fünfzig Mal von inhaftierten Kindern aufgeführt. Die einfache Geschichte vom Kampf gegen das Böse wurde für alle Internierten zum Symbol für den Sieg des Guten über das Böse und erlaubte ihnen ein Stück Normalität und Freude. Aus diesem Grund missbrauchten die Nationalsozialisten die Geschichte als Propagandamittel.

Annika und Ikra sind Mitglieder der Jugendtheatergruppe ‚Die Zwiefachen’ an der Berliner Schaubühne. Sie und die anderen sind Jugendliche, die „vier Kilo mehr im Lebensgepäck“ tragen, wie Regisseurin Uta Plate es nennt. Viele von ihnen sind von zu Hause weggelaufen, wohnen in Kinderheimen oder in sozialen Wohnprojekten. Mit Uta Plate studieren sie die Kinderoper ‚Brundibár’ ein.

Greta Klingsberg ist eine der wenigen Überlebenden aus Theresienstadt. Sie war eines von insgesamt 15.000 jüdischen Kindern, die nach Theresienstadt deportiert wurden und spielte damals die Hauptrolle ‚Aninka’ in der tschechischen Oper. Heute lebt sie in Jerusalem und ist eine gefragte Zeitzeugin. Gemeinsam mit ihr fährt die Theatergruppe in das ehemalige KZ Theresienstadt. Schon auf der Reise wird klar, zwischen der alten und der jungen ‚Aninka’, Greta und Annika, entwickelt sich eine ganz besondere Verbindung. Die Kinderoper wird dabei zur Brücke zwischen den Generationen und schafft den Jugendlichen einen ganz neuen Zugang zur Geschichte.

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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