Vortrag
Irme Schaber „Nicht mehr lesen! Sehen!“

Di, 19. Januar 2016, 20:00 Uhr
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart
Veranstalter: Stuttgarter Antiquariatsmesse und Antiquaria Ludwigsburg in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart
Wichtiges: Eintritt: Euro 10,-/ 8,-/ 5,-

Auftaktveranstaltung Stuttgarter Antiquariatsmesse

Irme Schaber unternimmt einen Streifzug durch die Fotogeschichte vom Neuen Sehen bis in die Nachkriegszeit. Der Vormarsch des Visuellen begann in den 1920er Jahren, als die Fotografie zum Massenmedium wurde: Illustrierte Zeitschriften erreichten Millionenauflagen, Fotobücher wurden zu einem neuen Ausdrucksmittel. Die fotografische Avantgarde orientierte sich nicht mehr an der Malerei, sondern am Film, reflektierte das Tempo der Zeit mit optischen Verfremdungen sowie einer neuartigen Material- und Sachfotografie. 1929 zeigte die Stuttgarter Werkbundausstellung „Film und Fotografie“ in einer epochemachenden Übersichtsschau internationale Positionen und Anwendungsgebiete der neuen Fotoästhetik. Nach 1945 knüpfte eine junge Generation auf der Suche nach möglichst ideologiefreien Räumen daran an – um sich, wie etwa die „Subjektive Fotografie“ und andere Strömungen, bald schon in neue Zeit-Bild-Experimente zu stürzen.

Irme Schaber arbeitet als Autorin und Dozentin zu Fotografie, Exil und Kulturgeschichte. Sie hat 2013 die große Biografie über die Fotoreporterin Gerda Taro veröffentlicht.

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