Über den Kampf gegen Megastaudämme und Korruption in Brasilien
“Count Down am Xingu V“

So, 17. Juli 2016, 11:00 Uhr
Atelier am Bollwerk, Hohe Str. 26, 70176 Stuttgart
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Wichtiges:

Neuer Dokumentarfilm von Martin Keßler.

Im Mai 2016 hat die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff „Belo Monte“ eingeweiht. Den drittgrößten Staudamm der Welt am Amazonasfluss Xingu. Dafür wurden der Urwald gerodet, Fischer und Indigene vertrieben und bis zu 40.000 Menschen zwangsumgesiedelt. Dies alles um den Energiebedarf für das Schwellenland Brasilien und die multinationalen Aluminiumkonzerne zu befriedigen. „Alles gegen das Gesetz“, so die zuständige Staatsanwältin.

Der Film erzählt die vorerst letzte Etappe beim Bau des Megastaudamms – die Flutung. Sowie deren Vorgeschichte und Hintergründe: den gigantischen Korruptionsskandal „Petrobras“ um die großen brasilianischen Baukonzerne, die Belo Monte und die Stadien zur Fußball-WM und zur Olympiade in Rio gebaut haben.

Ohne Korruption wäre Belo Monte nicht gebaut worden“, sagt Bischof Erwin Kräutler. Er kritisiert europäische Firmen wie Voith und Siemens, die Transformatoren und Turbinen für den „Staudammwahn“ liefern. Inzwischen ist die brasilianische Präsidentin selbst einem bizarren Machtkampf als Folge des Korruptionsskandals zum Opfer gefallen. Doch der Konflikt geht weiter. Am Fluss Tapajos, wo das Volk der Munduruku gegen weitere Großstaudämme kämpft – und gegen ein weltweites Wirtschaftssystem, das „Mutter Erde“ immer mehr zerstört.

Der Filmemacher Martin Keßler ist anwesend und beantwortet nach der Vorführung die Fragen der Besucher.

Verschlagwortet mit: Bewegungen, Brasilien, Umweltschutz/Ökologie

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