Michael Weingarten
1956: Polen – Ungarn – DDR: die gescheiterte „Entstalinisierung“ und ihre Bedeutung für aktuelle Konzepte des Sozialismus

Do, 10. November 2016, 19:30 Uhr
Württembergischer Kunstverein (wkv), Schloßplatz 2, 70173 Stuttgart
Veranstalter: Hannah-Arendt-Institut, Die AnStifter, Württembergischer Kunstverein
Wichtiges:

Vor genau 60 Jahren, im Herbst 1956, drohte die Gefahr eines neuen Weltkrieges. Nach der Verstaatlichung des Suez-Kanals durch Nasser, versuchten Großbritannien, Frankreich, Israel und die USA den ägyptischen Präsidenten zu stürzen, um den Kanal wieder unter westliche Kontrolle zu bringen. Zeitgleich schlug die sowjetische Armee den Aufstand in Ungarn nieder. In Polen dagegen wurde nach heftigen Unruhen der 1951 aus der KP Polens ausgeschlossene und inhaftierte Gomulka zum Generalsekretär ernannt. Und in der DDR wurden mit der Verhaftung von Wolfgang Harich, Walter Janka und vielen anderen, den massiven Angriffen auf Ernst Bloch, Hans Mayer, Georg Lukacs die letzten Hoffnungen auf einen wirklichen Sozialismus enttäuscht.
Der Schwerpunkt des Vortrags liegt in der Rekonstruktion der Ereignisse in der DDR und Ungarn, zumindest soweit sie für das Verständnis der Vorgänge in der DDR wichtig gewesen sind. Die Erinnerung an diese Ereignisse soll zugleich Eckpfeiler einer gegenwärtigen Sozialismus-Konzeption umreißen.
Referent: Prof. Dr. Michael Weingarten

Verschlagwortet mit: Demokratie, Geschichte, Hannah-Arendt-Institut Stuttgart, Krieg & Frieden, Sozialismus, Soziologie

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