Masami Kato
Fukushima – Leben in den verstrahlten Gebieten

Fr, 6. März 2015, 19:00 Uhr
Bürgerzentrum West, Bebelstraße 22, 70193 Stuttgart
Veranstalter: Die AnStifter, IPPNW, EMS, Evangelische Paulus-Gemeinde
Wichtiges:

Vor vier Jahren, am 11. März 2011, ereignete sich im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ein dreifacher Super-GAU. Die zerstörten Reaktoren sowie die großen Lagerbecken für abgebrannte Brennstäbe werden bis heute unter haarsträubenden Bedingungen mit Unmengen von Wasser von außen gekühlt. Jeden Tag entweicht radioaktives Kühlwasser in den Pazifik und gelangt so in die Nahrungskette. Die geschmolzenen Reaktorkerne mit ihrer tödlichen Radioaktivität machen es bis heute fast unmöglich, dass Menschen in den Ruinen arbeiten.

Die anhaltende Erdbebengefahr bedroht die Ruinen, mit ungewissen Folgen. Die Lage der durch den Tsunami und den Super-GAU entwurzelten Flüchtlinge ist dramatisch. Die Kinder im Bezirk Fukushima dürfen immer nur für kurze Zeit im Freien spielen, Sport findet nur in Hallen statt, jedes Kind muss einen Dosimeter tragen – so ist Fukushima ein strahlenmedizinisches Versuchslabor geworden.

Begrüßung: Pfr. Siegfried Finkbeiner, evangelische Paulus-Gemeinde, Stuttgart-West
ReferentInnen: Masami Kato, Beauftragte der ev. jap. Kirche für mehrere Hilfsprogramme, Tokio
Dr.med. Jörg Schmid, Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
Musik: David Stützel
Verschlagwortet mit: Energiepolitik

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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