Jan M. Piskorski
Die Verjagten – Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts

Mo, 18. November 2013, 20:00 Uhr
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart
Veranstalter: Literaturhaus
Wichtiges: 9,-/7,-/4,50€ p.P.

Vortrag mit Bildern und Gespräch
Gesprächspartner: Joachim Rogall

Ob aus ökonomischen, religiösen oder politischen Gründen – das Verjagtwerden wurde im Europa des 20. Jahrhunderts zu einer Massenerfahrung und zu einem Drama, das bis heute in vielen Familien nachwirkt. Abermillionen von Vertriebenen, Flüchtlingen und Entwurzelten wurden von der Geschichte überrollt. Jan M. Piskorski legt mit seinem preisgekrönten und auf breiter Quellen- und Literaturbasis geschriebenen Werk „Die Verjagten“ die erste europäische Geschichte des Zeitalters der Vertreibungen vor. Entstanden ist ein leidenschaftliches, mahnendes, mitunter auch provokantes Buch, das nicht aufrechnet, sondern aufklärt. Jan M. Piskorski, geboren 1956, ist einer der profiliertesten polnischen Historiker. Er ist Professor für Vergleichende Geschichte Europas an der Universität Stettin. Mit seiner Streitschrift „Vertreibung und deutsch-polnische Geschichte“ (2007) trug er eine wesentliche Stimme zur Debatte um das Zentrum gegen Vertreibung in Berlin bei. Joachim Rogall, dessen Familie aus Ostpreußen kommt, ist habilitierter Historiker und führt gemeinsam mit Ingrid Hamm die Geschäfte der Robert Bosch Stiftung.
In Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung und dem Siedler-Verlag
Im Anschluss Stehempfang

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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