Hans Heydemann
Atomfusion – Ausweg aus der Energiekrise – oder Irrweg?

Do, 10. April 2014, 19:30 Uhr
Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg
Veranstalter: AntiAtom Ludwigsburg
Wichtiges:

Bildvortrag und Diskussion von und mit Dipl. Ing. Hans Heydemann

Seit 60 Jahren versuchen Atomphysiker weltweit die Atomfusion – das Verschmelzen von Wasserstoff-Kernen zu Helium wie in der Sonne – zustande zu bringen als kontrollierten Vorgang einer unerschöpflichen Energiegewinnung. Das bisher einzige greifbare Ergebnis: die Wasserstoff-Bombe!
Von Politik und Wirtschaft versprochen wird damit der kostengünstige Ausweg aus der Energiekrise ohne langlebige radioaktive Rückstände wie bei der Kernspaltung in herkömmlichen Atomreaktoren. 2009 wurde in Südfrankreich mit dem Bau des Forschungs-Fusionsreaktors ITER als Gemeinschaftsunternehmen von den USA, der EU, Russland, Japan, China, Indien und Süd-Korea begonnen. Erste Fusions-Versuche sind für 2022 geplant. Aber angesichts des bisherigen Baufortschrittes ist das äußerst zweifelhaft! Die Baukosten sind inzwischen von ursprünglich 5 Mrd. € auf über 17 Mrd. € gestiegen, ein Ende der Kostensteigerungen ist nicht absehbar.
Absehbar hingegen sind die unerhörten technischen Schwierigkeiten dieses Vorhabens, ein 150 Millionen Grad heißes Gas-Plasma zu erzeugen und mit riesigen Magnetspulen zu bändigen, sowie die Nichterfüllbarkeit der Versprechungen nach einer kostengünstigen und gefahrlosen Energie-Erzeugung ohne radioaktive Rückstände.
In einem Lichtbilder-Vortrag zeigt Dipl. Ing. Hans Heydemann aus Stuttgart den gegenwärtigen Stand und die technischen Schwierigkeiten des ITER-Vorhabens auf und erläutert, warum die Atomfusion nicht als Energiequelle der Zukunft in Frage kommt.

Eintritt frei

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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