Dr. Anja Waller, Karl-Hermann Blickle, Robert Jütte
Das Jüdische Lehrhaus in Stuttgart 1926-1938. Bildung – Identität – Widerstand.

Mi, 19. Juli 2017, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Stadtarchiv Stuttgart, Bellingweg 21, 70372 Stuttgart
Veranstalter: Stadtarchiv Stuttgartt, Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog
Wichtiges:

Im Mittelpunkt des Buches von Anja Waller, das als Band 111 der Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart erscheint, steht die Geschichte und Bedeutung des Jüdischen Lehrhauses in Stuttgart von seiner Gründung 1926 bis zu seiner erzwungenen Schließung 1938. Ziel des Lehrhauses war es, dem Verlust jüdischer Identität anhand einer neuen Form der Erwachsenenbildung entgegenzuwirken. Durch Rückbesinnung auf die jüdische Religion und Kultur sollte eine neue Gemeinschaft entstehen.

Das Jüdische Lehrhaus ist vor allem als eine Bildungseinrichtung bekannt geblieben, die sich unter der Federführung des Religionsphilosophen Martin Buber um einen Dialog zwischen Juden und Christen bemühte. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde die Bildung jüdischer Identität und Gemeinschaft im Lehrhaus zu einem Akt des Widerstands.

Dr. Anja Waller, Studium der Geschichte und Pädagogik in München und Stuttgart; Magisterarbeit über das Jüdische Volksheim in Berlin; Promotion über das Jüdische Lehrhaus in Stuttgart, derzeit Leiterin eines Projekts zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit der Universität Hohenheim

Karl-Hermann Blickle, Vorsitzender Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog; Träger der Otto-Hirsch-Medaille 2007

Robert Jütte, seit 1990 Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.