Auch Deutsche unter den Opfern

Sa, 19. September 2015, 20:30 Uhr
Theaterhaus Stuttgart, Siemensstraße 11, 70469 Stuttgart
Veranstalter: Theaterhaus
Wichtiges: VVK: 16,30/11,90, AK: 17,-/13,-

Von Tugsal Mogul

Will wirklich niemand etwas gewusst, niemand etwas gesehen haben, niemand etwas geahnt haben?

Elf Jahre lang zieht eine rechte Terrorgruppe mordend durchs Land. Elf Jahre wurde von Seiten der Ermittler verbreitet, dass die Morde mit Drogendelikten, Geldwäsche und Menschenhandel der türkischen Mafia zusammen hängen. Schließlich wird im November 2011 der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) aufgedeckt, nachdem sich die Hauptverantwortlichen selbst getötet haben und es ergibt sich ein erschreckendes Bild davon, wie viel über den NSU bereits vorher bekannt war.

Auf dem rechten Auge blind – diese Tradition der deutschen Behörden von Polizei und Justiz nimmt Tugsal Mogul in seinem Stück zum Anlass, Aufklärung darüber herzustellen. „Auch Deutsche unter den Opfern“ beleuchtet die Geschehnisse und stellt Fragen. Hätten die Behörden anders reagiert, wenn die Opfer deutsche Mitbürger gewesen wären? Was war die Rolle des Staates in dieser Mordserie? Wo bleibt das Aufarbeiten des Klüngels zwischen Verfassungsschutz, V-Männern, NPD und NSU??

Regisseurin Janet Stornowski interessieren die Hintergründe dieser Geschichte, die nicht nur menschliche, sondern auch politische Abgründe offenbart.

Es spielen: Katja Schmidt-Oehm, Ema Staicut, Aron Keleta und Yavuz Köroglu

Regie: Janet Stornowski // Bühnenbild und Kostüme: Gudrun Schretzmeier // Dramaturgie: Thomas Richhardt // Regieassistenz: Brigitte Luik // Kostümassistenz: Christine Lange // Bühnenbildassistenz: David Fitzgerald // Bühnenbau: Marc Dobmaier, Max Hochreiter // Requisite: Beate Mergel // Technik: Martin Hartnagel, Gunnar Hälsig, Jens Fischinger

Karten: 0711/40 20 7 20 täglich 10:00h-21:30h, tickets@theaterhaus.com

Verschlagwortet mit: Migration & Flucht, Rassismus‚ Rechtsextremismus und -terrorismus

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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