5 Jahre danach
Die Aufdeckung des NSU – eine kritische Betrachtung

Di, 22. November 2016, 19:00 Uhr
Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart
Veranstalter: Leuchtlinie Ba-Wü
Wichtiges:

Seit der Aufdeckung der Mordserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und fünf Jahre nach dem Versprechen der Bundeskanzlerin, „alles zu tun, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen“ bleiben noch immer zentrale Fragen unbeantwortet. Sowohl die Hinterbliebenen als auch zivilgesellschaftliche Akteure fordern weiterhin eine schonungslose Aufklärung über die wahren Hintergründe des NSU und die Strukturen, die diese rechtsterroristische Mordserie ermöglicht oder sogar unterstützt haben.

An diesem Abend setzen sich Expertinnen und Experten kritisch mit den aktuellen Erkenntnissen zum NSU-Komplex auseinander. Sie beleuchten den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs zum NSU auch vor dem Hintergrund von Rechtspopulismus und der (extremen) Rechten im Land und diskutieren über notwendige (Präventions-)Maßnahmen gegen menschenverachtende Einstellungen und rechte Entwicklungen.

Begrüßung:
Manuela Rukavina (Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg)

Diskussion mit:

Thomas Heppener (Leiter des Referats „Demokratie und Vielfalt“, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
Gökay Sofuoglu (Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V.)
Andrea Schiele (Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Baden-Württemberg, Fachkraft für Rechtsextremismusprävention)
Rainer Nübel (Journalist, Stern-Reporter)
Moderation:
Peter Schwarz (Redakteur beim Zeitungsverlag Waiblingen, Ko-Autor des Buches „Schmerzliche Heimat“ von Semiya Simsek, der Tochter des ersten Opfers der NSU-Morde.)

Verschlagwortet mit: Rassismus‚ Rechtsextremismus und -terrorismus

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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