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Deutschlandfunk Kultur
Tod in den Anden

Vor 50 Jahren wurde Che Guevara erschossen
Von Matthias Bertsch (9.10.2017)

Er ist eine Ikone des 20. Jahrhunderts: Der gebürtige Argentinier Ernesto „Che“ Guevara widmete sein Leben dem militanten Kampf gegen die Unterdrückung. Noch heute wird der „Commandante“ dafür verehrt. Vor 50 Jahren wurde er in Bolivien erschossen.

„Uns bleibt, was gut war und klar war //

Daß man bei dir immer durchsah //

und Liebe, Hass, doch nie Furcht sah // Comandante Ché Guevara.“

So dichtete und sang Wolf Biermann über „Commandante“ Che Guevara – mit bürgerlichem Namen: Ernesto Guevara de la Serna. Als er 1928 in Argentinien geboren wird, deutet zunächst nichts auf eine Zukunft als Guerilla-Kämpfer und Revolutionär hin. Seine Familie ist wohlhabend, er selbst studiert Medizin. Doch dann begibt er sich auf eine lange Reise durch Lateinamerika, die ihm seine eigenen Privilegien vor Augen führt – und die Armut und Ausbeutung vor allem der Landbevölkerung, so der Lateinamerika-Experte Roman Rhode
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Harald Neuber
Zwangssterilisierungen: Opfer drängen auf Konsequenzen

Hinweis auf einen interessanten Artikel zum Thema Zwangssterilisationen in Peru von Harald Neuber, der im „Deutschen Ärzteblatt“ erschienen ist:

Mehr als 300 000 Frauen und 25 000 Männer wurden in Peru in den 1990er Jahren unfruchtbar gemacht. Der Skandal hat bis heute kaum Folgen.
Nach einem jahrelangen Tauziehen um die juristischen und politischen Konsequenzen aus massenhaften Zwangssterilisierungen zu Zeiten der Regierung von Präsident Alberto Fujimori (1990–2000) zeichnen sich in Peru Fortschritte in der Aufarbeitung dieser Menschenrechtsverletzungen ab. Erstmals hat ein beteiligter Arzt gegenüber der Presse des südamerikanischen Landes erklärt, im Auftrag des Gesundheitsministeriums zahlreiche chirurgische Sterilisierungen durchgeführt zu haben. Auf Weisung des Ministeriums habe er damals bis zu 25 Eingriffe pro Tag vorgenommen, sagte der Chirurg Dr. Óscar Aguirre gegenüber der Tageszeitung La República.

Den gesamten Artikel zum Nachlesen findet Ihr hier:
Quelle: Deutsches Ärzteblatt 2016