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Die Zivilgesellschaft schweigt zu faschistischer Ideologie aus dem Islamumfeld

Messerattentat

In Dresden gab es einen offenbar islamistischen Mord, und der Tatverdächtige ist ein geflüchteter Syrer. Was darauf in den nächsten Tagen folgt, ist ein trauriges, ritualhaftes Schauspiel, schreibt Sascha Lobo in seiner am Mittwoch erschienen Kolumne. Er prangert den Umgang oder besser Nichtumgang der linken und liberalen Zivilgesellschaft an, wie sie mit diesem mutmaßlich terroristischen Mord, der auf einer faschistischen Ideologie beruht umgeht: Zum großen Teil mit Schweigen. Und warum? Weil die deutsche Linke – und auch die Liberalen und Bürgerlichen – es wohl versäumt haben, eine nichtrassistische Islamismuskritik zu entwickeln. Die ganze Kolumne kann hier nachgelesen werden. Gespannt kann man auch auf seinen Debattenpodcast sein, in dem er die Meinung der Leser einer kritischen Analyse unterzieht.

Hauptsache ans Bein pinkeln
Vom Umgang mit unbequemen Standpunkten

Wenn man sich schon nicht mit Inhalten auseinandersetzten kann, dann versucht man es auf eine ganz einfache Art: Man versucht, jemanden wegen irgendetwas lächerlich zu machen und zu diskreditieren. Genau das macht der Stuttgarter-Zeitungs-Autor Tomo Pavlovic. Er haut in die Modekerbe: Stuttgarter Zeitung vom 3. April 2019:

Thunberg hat in Interviews immer wieder betont, dass ihre Gegner sie wegen ihres Aussehens angreifen. Tatsächlich gibt sich das Mädchen ausgesprochen uneitel, sie trägt oft Zöpfe, einfache Wollmützen, praktische Funktionskleidung oder Skihosen in der Stadt. Scheinbar hat sie keinen Sinn, keine Zeit für Mode. Wer die Welt retten muss, schaut nicht in den Spiegel, sondern in die Zukunft. Doch bei aller Sympathie: Auch Thunbergs Aura des Authentischen und Unschuldigen ist eine modische Masche – eine richtig gute.

Und dann kommt natürlich noch die Kritik an ihren Klamotten:

Niemand fragt so ein 16-jähriges Mädchen, ob ihre olle Daunenjacke und ihre verwaschenen T-Shirts tatsächlich fair und klimafreundlich produziert worden sind. Sie behauptet, sie kaufe sich niemals neue Kleidung. Trotzdem wechselt sie für ihre diversen öffentlichen Auftritte die Klamotten. Die Farbe ist dabei stets wohl gewählt: Zur Preisverleihung der Goldenen Kamera trug sie ein weißes Kleidchen, als ginge sie zur Buße oder Kommunion. Greta Thunberg, ein Heiligenbild. Und eine heimliche Modeikone.

Das waren noch Zeiten, als zum guten Journalismus gehörte, Tatsachen zu schreiben und nicht Wertungen. Das beginnt mit den für ein Thema relevanten journalistischen W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Woher/welche Quelle?

Facebook und Cambridge Analytica – unsere Kritik kam bereits letztes Jahr

Facebook und Cambridge Analytica - Datennetz

…die meisten berichten erst jetzt von Cambridge Analytica, die Anstifter kritisierten schon letztes Jahr:

Wissenschaft ist weder neutral noch wertfrei. Fake News, also die gezielte Manipulation und Beeinflussung von Meinungen, sind zum Teil selbst ein Produkt wissenschaftlicher Forschung. Zum Beispiel bezahlte der wichtigste Geldgeber von Donald Trump, der Hedge-Fond-Manager Robert Mercer, auch  das Institut „Cambridge Analytica“, einen Ableger der britischen Gesellschaft „Strategic Communication Laboratories“. Wissenschaftlich erforscht wird dort etwa die Beeinflussung internationaler Wahlen. Und unter der Bezeichnung „strategische Kommunikation“ beschäftigen sich Wissenschaftler unter anderem damit, wie sich Bürgerbewegungen am besten niederringen lassen.

aus der Rede von Dr. Annette Ohme-Reinicke zum „March for Science“ auf dem Stuttgarter Schlossplatz, 22.4.2017