Schlagwort-Archive: Journalismus

Paid Content, Paywalls, Bezahlschranken
kostenlos war gestern

Schranke

Die englischsprachigen Medien wie Economist, New York Times und Washington Post haben es vorgemacht. Große deutschsprachige Medien wie Spiegel, Zeit und Bild haben es auf den deutschen Markt übertragen. Andere Medien sind nachgezogen, aber nicht alle machen es gleich.

Im Grunde sind fünf Modelle zu unterscheiden, mit denen Zeitungs-Verlage versuchen, ihr Onlineangebot zu verkaufen.

mehr…

Zeitschriften, Digitalisierung und Journalismus

Zeitschriften
Patrick Priesmann ist seit 2015 Geschäftsführer des Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verbands, der Interessenvertretung der Zeitschriftenverlage in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

In einem mehrseitigen Interview für die Zeitschrift Blickpunkt wird er u.a. nach einer Erklärung dafür gefragt, dass die Zeitschriftenbranche einerseits jammert, andererseits aber 2019 deutlich mehr Zeitschriften als 2017 herausgibt. Patrick Priesmann antwortet mit einem Hinweis auf den sehr starken Verdrängungswettbewerb. mehr…

Kick oder Kack
Journalismus versus Content Marketing

New york times newspaper 1159719 480

Laut der Basisstudie 2018 des Content Marketing Forums investieren die in Deutschland angesiedelten Unternehmen acht Milliarden Euro im Jahr in eine neue Werbeform – Tendenz steigend.

Presse ist schon lange nicht mehr nur das Geschäft von Journalisten. Seit einiger Zeit sind es die so genannten Content Marketer, die auf sich aufmerksam machen. Content Marketer sind Personen, die nicht mit einem gesellschaftlichen Auftrag Texte und Bilder herstellen, sondern dies im Auftrag eines Auftraggebers tun*.

mehr…

Kick oder Kack
Pressearbeit: So macht es Hr. H.

Nebel

Herr H. ist der wichtigste Vertreter einer Unternehmerorganisation. Er hat viel Erfahrung, hat die Pensionsgrenze schon vor „einigen“ Jahren hinter sich gelassen und bemerkt in jüngster Zeit verstärkt, dass er kürzer treten muss. Dass er immernoch auftreten kann, hat er nun kürzlich wieder in einer großen Pressekampagne unter Beweis gestellt. Der in der Region wichtigsten Tageszeitung stellt er sich zu einem Interview, dessen wichtigste Inhalte auf der ersten Seite in Form eines mehrspaltigen Berichts wiedergegeben werden. Herr H. weiß wie Pressearbeit geht. Er hat die Erfahrung. Sein Bericht beginnt deshalb mit der Feststellung, dass alleine die von seiner Organisation vertretenen Unternehmen zwischen 2007 und 2016 41% der Jobs geschaffen haben.

mehr…

Sag es treffend – Sag es kurz!

Die Anstifter sprechen oft eine klare, verständliche Sprache, wenn sie ihre Anliegen an die Frau/den Mann bringen. Das ist auch gut und richtig.

Komplizierte Namen und Begriffe (z.B. bei Medikamenten) lösen beim Leser andere Reaktionen aus, als einfache.

Die Beobachtung (bei Medikamentenamen, .d. A.) ist ein weiterer Beleg für die Auswirkungen der sogenannten Verarbeitungsflüssigkeit: Wie leicht oder schwer es fällt, eine Information zu berücksichtigen, wirkt sich bereits auf deren Bewertung aus. Wird etwa eine Aussage in einem klaren, gut leserlichen Schriftbild präsentiert, dann akzeptieren Leser diese eher als richtig. Die verwendete Sprache wirkt ebenfalls. So hat Daniel Oppenheimer von der University of California in Los Angeles demonstriert, dass der komplizierte Jargon etwa der Geisteswissenschaften kontraproduktiv ist. Legte der Psychologe Lesern die gleichen Aussagen in sperrigen und einfachen Formulierungen vor, hielten diese die Autoren der schwer verständlichen Texte für weniger intelligent. Auch an der Börse wirkt sich die Leichtigkeit aus, mit der Handelskürzel von Aktien gelesen werden können: Die Kursentwicklung profitiert von flüssig aussprechbaren Namen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 29.6.17

Wer präzise und einfach formulieren will, dem seien die Standartwerke von Wolf Schneider ans Herz gelegt, z. B. dieses hier:

Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil. Illustriert von Luis Murschetz.
Goldmann-TB, 288 Seiten, Preis 8,95 €

zu erwerben in jeder Buchhandlung Ihres Vertrauens