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Darf man nach Afghanistan abschieben?

Jama Maqsudi, Pfarrer Joachim Schlecht, Dr. Michael Jantzer, Daniel Lede Abal und Bernd Rixinger (v. l. n. r.) Foto: © M. Seehoff
Jama Maqsudi, Pfarrer Joachim Schlecht, Dr. Michael Jantzer, Daniel Lede Abal und Bernd Rixinger (v. l. n. r.) Foto: © M. Seehoff

Aus der Redaktion des Elsternestes erreichte uns folgender Bericht:

Rund 230 Menschen füllten den großen Saal des Hospitalhofs am 7. April 2017, bei der von den AnStiftern und dem Freundeskreis Neckarpark – Projektgruppe Begleitung vorbereiteten Veranstaltung: „Darf man nach Afghanistan abschieben“? Einem informativen Vortrag über die derzeitige Situation in Afghanistan vom Vorstand des Deutsch-Afghanischen Flüchtlingshilfe Vereins (DAFV), Jama Maqsudi, folgte eine engagierte Podiumsdiskussion mit reger Beteiligung des Publikums.
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Bewerbung 2009
Flüchtlingsrat

Niedersachsen Der 1984 gegründete Flüchtlingsrat Nie- dersachsen ist ein unabhängiges Netzwerk von rund 500 Flüchtlingsinitiativen, Kir- chengemeinden, Gewerkschaften und Personen für die Rechte von Flüchtlingen, u.a. durch fachliche Beratung / Qualifizie- rung, Rechtshilfe, Interessenvertretung von Flüchtlingen gegenüber Politik und Ver- waltung. Seit vier Jahren kämpft der Ver- ein gmit vielen Unterstützern für die Rück- kehr von Gazale Salame. Die aus dem Li- banon stammende Frau gehört der Volks- gruppe der Mahalmi an. Sie wurde 2005 nach 17-jährigem Aufenthalt (!) unter em- pörenden Umständen in die Türkei abge- schoben. Mit vielfältigen Solidaritätsakti- onen haben wir seither versucht, die öf- fentliche Aufmerksamkeit auf den Fall zu richten und eine Rückkehr von Gazale zu ihrer Familie zu erreichen. Ein seit acht Jah- ren (!) offener Rechtsstreit um das Aufent- haltsrecht des Ehemanns Ahmed Siala und seiner Frau Gazale Salame ist juristisch im- merr noch nicht endgültig entschieden. Dürfen Flüchtlinge aus dem Libanon, die seit 17 bzw. 24 Jahren in derr BRD leben, unter Verweis auf türkische Vorfahren des Landes verwiesen werden, obwohl sie kein Wort türkisch sprechen und die Türkei nicht kennen? Eine absurde Auseinander- setzung – kein tragischer Einzelfall. Es geht um Grundsätzliches: Das Recht auf Hei- mat, um Aufenthaltssicherheit für Men- schen, die hier geboren oder aufgewach- sen sind, es geht um Schutz vor einer Fa- milientrennung durch Abschiebung. Der innere Frieden wird durch solches Behör- denhandeln empfindlich gestört und ge- fährdet. Schon aus historischen Gründen sind wir verpflichtet, einer Vertreibung Einhalt zu gebieten.
Mehr: Flüchtlingsrat, Langer Garten 23 B, 31137 Hildesheim, T 05121 – 15605