Man kann die Feste feiern, ohne zu fallen

Liebe Leute,

„noch nie habe ich eine FriedensGala chaotischer und liebenswerter erlebt als die am 6.12. im Theaterhaus! Respekt! Sehr unmittelbar, hautnah und realistisch: Die Mamma aus Lampedusa, die tanzenden Flüchtlinge und die klaren, scharfen Worte am Schluss! Danke!“
Auch wir sagen Danke – an Sie alle und für dieses Feedback von Emma Pitterle, für ein ausverkauftes Haus und 1000 bunte Blumen. Wer’s verpasst hat, kann hier die Statements und Fotos der FriedensGala 2015 nachschauen.

In kriegerischen Zeiten gilt es, Farbe zu bekennen, in Zeiten, in denen europaweit der „rechte Sektor“ marschiert, in Zeiten, in denen Tag für Tag Flüchtlinge angegriffen werden und Unterkünfte brennen. Ist Pegida das Problem, die AFD? Oder ist es die weiter nach rechts gerückte Mitte der Gesellschaft – sind es die Populisten quer durch alle Parteien? Und was setzen wir dagegen? Einen türkischen Aufpasser, der Frauen und Kinder zurückschickt in ihre zertrümmerte Heimat? Luftlandetruppen? Eine patriotische Einheitsfront auf dem langen Marsch, wo wir selbst doch unsicher sind über unsere nächsten Schritte?
Solidarität und Menschlichkeit, mehr kritisches Bewusstsein, eine Bürgergesellschaft, der die alten Antworten nicht mehr reichen, Analysen und Engagement im Alltag – das soll’s sein, mit Ihrer Hilfe!

2016 heißen wir Sie willkommen zu den drei Start-Veranstaltungen:

  • Neujahrsempfang mit Sekt & Selters, Jazz, Schmalzstullen und gute Worten:
    So, 10. Januar, 14:30 bis 17:45 h im Württembergischen Kunstverein.
  • Das Schweigen brechen – Dokumentation zu NS-Medizinverbrechen an Kindern und Jugendlichen in Stuttgart: Dr. med. Karl-Horst Marquart stellt am Mo, 18. Januar 2016 um 19:30 h ebenfalls im Kunstverein sein 320 Seiten starkes Buch „Behandlung empfohlen“ vor: Helfen Sie uns, die letzte Finanzierungslücke zu schließen? Uns fehlen noch etwa 2000 EUR, um Schulklassen, Geschichtswerkstätten und Bibliotheken ein Buch zu schenken. Wenn Sie etwas zu diesem Projekt beisteuern können, vermerken Sie bitte „Medizinverbrechen“.
  • Und schließlich am Mi, 10. Februar 2016 Grohmanns Politischer Aschermittwoch im Theaterhaus – mit den Musikern Salvatore Panunzio und Diethelm Busch und Peter Grohmann!

Trotz alledem und alledem: Friede dem Erdball! Gehen Sie mit uns frohgemut und mit einem erleichterten Geldbeutel ins Neue Jahr. Es bleibt in der AnStifter-Familie!

Glückauf!
Peter Grohmann, Ebbe Kögel, Dominik Blacha

P.S.: Beginnen Sie doch das Jahr mit einem klaren öffentlichen Zeichen gegen Rassismus! Am Sa, 16. Januar 2016 bei der Demo „halt:zusammen – Baden-Württemberg gegen Rassismus und Gewalt“ auf dem Stuttgarter Schloßplatz. Organisiert von einem breiten bürgerlichen Bündnis.

Über Dominik Blacha

Dominik Blacha, Sozial-Pädagoge, Jahrgang 1982, ist Anstifter der letzten Stunde, studiert einen internationalen und interdisziplinären Master in Politik, Soziologie und Geschichte. Er beschäftigt sich mal damit, mal hiermit, oft mit Menschenfeindlichkeit und dem Gegenteil davon. "Mit beiden Füßen fest auf dem Boden, mit dem Kopf in den Sternen."