Der Spiegel
Henryk M. Broder über Maxim Billers Selbstporträtbuch "Der gebrauchte Jude"

Eine sehr lesenswerte und witzige Buchbesprechung bei SPIEGEL ONLINE

Über Peter Grohmann

Peter Grohmann, Jahrgang 1937, Breslauer Lerge, über Dresden auf d' Alb, dann runter nach Stuttgart: Schriftsetzer und Kabarettist, Autor und AnStifter gegen Obrigkeitsstaat und Dummdünkel. Mitgründer: Vom Club Voltaire übers undogmatische Sozialistische Zentrum, vom Theaterhaus zu den AnStiftern. Motto: Unruhe ist die erste Bürgerinnenpflicht. Was ärgert Grohmann? Alle, die den Arsch nicht hochkriegen, aber dauernd meckern. Und an was erfreut er sich? An Lebensfreude und Toleranz

1 thought on “Der Spiegel: Henryk M. Broder über Maxim Billers Selbstporträtbuch "Der gebrauchte Jude"

  1. Klasse Artikel !
    Ich musste besonders an diesen Stellen des Textes lachen:

    „Dann kam die Lasagne. Sie war, wie ich befürchtet hatte, ungenießbar.

    Ich schnitt ein Stück ab, wartete, bis es abgekühlt war, schaufelte es vom Teller in die rechte Hand und summte die ersten Takte der „Hatikwa“, der israelischen Hymne. Itzig kannte das Signal, richtete sich auf, seine lange Schnauze kam unter der Tischdecke zum Vorschein. Er beroch das kleine Stück Lasagne in meiner Hand und zog sich sofort wieder unter den Tisch zurück.“

    und dann der Schlußsatz:

    „Maxim Biller hört es gern, wenn man ihm sagt, er sei der deutsche Philip Roth. Das ist er natürlich nicht. Aber wenn er einen Schritt zur Seite treten und sich selbst beobachten könnte, hätte er eine gute Chance, ein zweiter verzweifelter Portnoy zu werden.“

    Ich glaube „Portnoys Beschwerden“ von Philip Roth ist eines der ersten Bücher des Schriftstellers und war ein provozierendes heftig umstrittenes Buch. Kann ich nur empfehlen !

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