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Meinungsmache

Vortrag und Diskussion über das Thema „Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen“ mit Albrecht Müller.

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Hier wird Alarm geschlagen: „Unsere Demokratie steht am Rande ihrer Existenz“, schreibt Albrecht Müller in seinem neuen Buch „Meinungsmache“. „Wir sind in Not. Das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Geschehen in unserem Land wird in weiten Teilen von Meinungsmache und Manipulation bestimmt, dem Herrschaftsinstrument der Mächtigen. Die große Mehrheit des Volkes hat nicht viel zu sagen.“ Nach den Bestsellern „Machtwahn“ und „Die Reformlüge“ greift Albrecht Müller erneut ein existenzielles Problem auf. Beispiele für die Irreführung der Öffentlichkeit gibt es genug: der „Erfolg“ der Agenda 2010, der angeblich brüchige Generationenvertrag, was private Vorsorge und die Rente mit 67 notwendig mache, die Behauptung, die Finanzkrise sei für alle überraschend aus den USA gekommen. – Albrecht Müller beschreibt nicht nur die wahrnehmbaren Erscheinungen, sondern auch die Methoden der Meinungsmache und benennt die Akteure, die Strippenzieher, die seriös und im Hintergrund die guten Menschen und sachverständigen Wissenschaftler spielen: von der Bertelsmann-Stiftung bis zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Es ist ein kritisches Buch für kritische Bürger, das Lust am Zweifel wecken will.

Albrecht Müller weiß, wovon er spricht. Der ehemalige Redenschreiber des Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller kennt Meinungsmache aus erster Hand. Albrecht Müller, 1938 geboren, ist mit den Rädchen in Politik und Wirtschaft bestens vertraut. Der Wahlkampf Willy Brandts wurde zum großen Teil von ihm gesteuert. Der studierte Nationalökonom führte von 1970 bis 1972 die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des SPD-Parteivorstands. Von 1973 bis 1982 war er Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt bei Willy Brandt und Helmut Schmidt, von 1987 bis 1994 Abgeordneter des Deutschen Bundestags. Heute betreibt Albrecht Müller mit Wolfgang Lieb das Internetjournal NachDenkSeiten.

Moderation: Hermann Zoller
Veranstalter: Die AnStifter und die NachDenkSeiten (www.nachdenkseiten.de)
Montag. 23. November 2009, 19.30 Uhr
Theaterhaus, Saal T4
Eintritt 5 Euro

Über Peter Grohmann

Peter Grohmann, Jahrgang 1937, Breslauer Lerge, über Dresden auf d' Alb, dann runter nach Stuttgart: Schriftsetzer und Kabarettist, Autor und AnStifter gegen Obrigkeitsstaat und Dummdünkel. Mitgründer: Vom Club Voltaire übers undogmatische Sozialistische Zentrum, vom Theaterhaus zu den AnStiftern. Motto: Unruhe ist die erste Bürgerinnenpflicht. Was ärgert Grohmann? Alle, die den Arsch nicht hochkriegen, aber dauernd meckern. Und an was erfreut er sich? An Lebensfreude und Toleranz

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