Literatur im Lapidarium
Barbara Stoll: Kassandra – Rezitation mit Klangperformance

Do, 7. September 2017, 18:30 Uhr
Städtisches Lapidarium, Mörikestr. 24/1, 70178 Stuttgart
Veranstalter: Die AnStifter in Kooperation mit dem Stadtmuseum Stuttgart
Wichtiges: Kostenbeitrag 10,- Euro

Kassandra, die trojanische Königstochter, hatte die Gabe der Weissagung von dem in sie verliebten Apollon erhalten. Als sie jedoch dem Gott sich verweigerte, bestrafte er sie damit, dass niemand ihren düsteren Prophezeiungen je Glauben schenken sollte.

Diese tragische Gestalt der verzweifelt Warnenden, welche die Wahrheit ausspricht, aber mit ihr kein Gehör findet, hat viele Dichter inspiriert.

In Form einer Collage rezitiert Barbara Stoll Kassandra-Texte von der Antike bis zur Gegenwart, von Aischylos und Euripides bis zu Christa Wolf und Hans Magnus Enzensberger. Jerry Willingham spielt dazu ein archaisches Klangspektrum auf Instrumenten wie Schalen, Vasen, Steine und Flöten.

Barbara Stoll ist Schauspielerin, Sängerin, Regisseurin, Sprecherin. – Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart. Engagements an Stadt- und Staatstheatern, Filmrollen u.a. im „Tatort“. – Sprecherin der ARD, des SWR, Senderstimme von „Arte“ seit 1995. – Moderatorin und Dozentin für u.a. Schauspiel, mediengerechtes Sprechen und Rezitation.

Jerry Willingham, geb. 1952 in Lubbock, Texas, hat als Komponist, Dozent und Direktor an verschiedenen amerikanischen Schulen und Instituten gearbeitet. Als Soloflötist, Komponist, Schriftsteller, Performance Artist, Dirigent und Regisseur ist er in Europa und Nordamerika tätig.

Der ehemalige Römische Garten der Villa Ostertag-Siegle ist heute ein Museum: Das städtische Lapidarium. In diesem Kleinod gibt es unter anderem Danneckers berühmte Nymphengruppe mit einem Sitzplatz unter Ahornbäumen, mit Blick auf eine Stoa (Wandelhalle), die Gräberfunde aus dem antiken Rom enthält – und den Apoll von Belvedere, über den Goethe einst begeistert äußerte, er „übersteige alles Denkbare“ und habe ihn „aus der Wirklichkeit hinausgerückt“…

Bei schönem Wetter finden die Veranstaltungen im Freien statt, bei Regen gibt es die Möglichkeit, sich in die Wandelhalle zurückzuziehen.

Das Lapidarium liegt relativ zentral (Karlshöhe) und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über den Marienplatz und den Feuersee zu erreichen. Zudem gibt es in unmittelbarer Nähe die Bushaltestelle Mörikestraße (Linie 43).

Verschlagwortet mit: Kunst, Literatur, WeltMusik

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