Jenő Kaltenbach
Ungarn 1956/2016 – wo bleibt der Aufstand?

Mi, 26. Oktober 2016, 19:30 Uhr
VHS am Münsterplatz, Münsterpl. 15, 73525 Schwäbisch Gmünd
Veranstalter: VHS Schwäbisch Gmünd, Heinrich-Böll-Stiftung
Wichtiges:

Am 23. Oktober jährt sich der Ungarn-Aufstand zum 60. Mal: Einige Tage im Herbst 1956 schien es, als könne sich Ungarn von der Sowjetunion loslösen und an den Westen annähern. Sowjetische Panzer schlugen den Aufstand jedoch blutig nieder, über 3000 Menschen kamen ums Leben.
Wir nehmen dieses Datum zum Anlass, uns mit der aktuellen politischen Situation in Ungarn auseinanderzusetzen. Die Regierung von Viktor Orbán führt ihren autoritären Kurs scheinbar ungehindert fort. Nichtregierungsorganisationen erfahren Repressionen, Medien und Zivilgesellschaft geraten zunehmend unter Druck. Warum formiert sich heute nur geringer politischer Widerstand gegen die Entdemokratisierung des Landes? Wo bleibt der Aufstand heute?
Diese Fragen wollen wir mit Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen der ungarischen Gesellschaft diskutieren:
Die Politikwissenschaftlerin Melani Barlai von der Andrássy Universität in Budapest forscht zu den Themen Parteien- und Wahlsystem, politischer Extremismus, politische Kultur und Konfliktforschung in Ungarn. Zsolt Bogar ist Journalist und hat sich insbesondere kritisch mit der Mediengesetzgebung der Orbán-Regierung auseinandergesetzt.

Jenő Kaltenbach ist emeritierter Professor für Verwaltungsrecht, Mitbegründer des Runden Tisches für Minderheiten, Gründungsvorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und ehemaliger Ombudsman für die Rechte der Minderheiten. Er war Fraktionsvorsitzender der grünen Partei „Dialog für Ungarn“ (PM) im Stadtrat von Budapest.

Moderation: Dr. Andreas Baumer, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg e.V.

Verschlagwortet mit: aktuelle Politik, Demokratie, Geschichte

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