Für das Ende der Zeit – Bewegte Bilder zu Olivier Messiaens Quartett für das Ende der Zeit

Mo, 27. Januar 2014, 20:00 Uhr
Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Urbanstraße 25, 70182 Stuttgart
Veranstalter: kein Veranstalter bekannt
Wichtiges:

Musik: Elena Rachelis (Piano, Idee, Konzeption),
Sofija Molchanova (Klarinette, Idee, Konzeption),
Reto Kuppel (Violine), Markus Wagner (Violoncello)

Film: Esther Glück (Idee, Konzeption und Zeichnung),
Tom Gottschalk (Animation und Gestaltung)

Anfang 1941 vollendete der Franzose Olivier Messiaen das Quatuor pour la fin du temps als Insasse des in Görlitz-Moys gelegenen deutschen Kriegsgefangenenlagers „Stammlager VIII-A”. Es wurde ihm gestattet, zu komponieren, ein Klavier wurde zur Verfügung gestellt. In den Waschräumen hielt man die Proben ab. Die Uraufführung des kompletten Werkes fand am 15. Januar 1941 im Lager Görlitz bei bitterer Kälte vor circa 400 Kriegsgefangenen statt, den Klavierpart übernahm der Komponist selbst. Olivier Messiaen gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Werk Quartett für das Ende der Zeit hat für die musikalische Entwicklung nach der Kapitulation des deutschen Faschismus eine einschneidende Bedeutung.

Der Kunstfilm Für das Ende der Zeit entstand aus mehreren tausend animierten Zeichnungen. Er thematisiert „Widerstand durch kreatives Denken und Handeln im Dienste der Menschenwürde“. In Bildern erinnert er sowohl an die erlittenen Qualen der Opfer, als auch an die in den Lagern gelebten Beispiele von Barmherzigkeit und Widerstand. In diesem Sinne fordert der Film auch uns für die Gegenwart und Zukunft heraus.

Die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Stuttgart in Kooperation mit Kunst wider das Vergessen e.V.

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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