Esther Bejarano & Microphone Mafia

Fr, 5. Juni 2015, 19:30 Uhr
Anne Frank-Haus, Moltkestraße 20, 76133 Karlsruhe
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg & Rosa-Luxemburg-Club Karlsruhe
Wichtiges: p.P. 3/5€

Lesung und Konzert mit der jüdischen Musikerin Esther Bejarano und der Hip-Hop Band Microphone Mafia

Ab 19:30 Uhr werden die Künstler*innen Lieder ihrer beiden Alben «La Vita Continua» und «per la vita!» im Anne Frank-Haus auf der Bühne präsentieren. Zusätzlich wird die jüdische Musikerin Esther Bejarano aus Ihrem 2013 im Laika-Verlag erschienenen Buch «Erinnerungen – Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts» lesen und aus ihren Erfahrungen in der NS-Zeit berichten.

Seit nunmehr fünf Jahren tritt die Familie Bejarano gemeinsam mit der Kölner Rap-Gruppe Microphone Mafia auf.

Esther Bejarano hat Geschichte am eigenen Leibe erlebt, hat den Schrecken des dritten Reiches mitsamt Aufenthalten in den KZs Auschwitz und Ravensbrück auf schmerzliche Art und Weise spüren müssen. Ihre Eindrücke, ihre Herkunft, ja ihre Geschichte drückt sie dabei seit Jahren schon zusammen mit ihrem Sohn Joram, sowie weiteren Musikern als Mitglied der Gruppe «Coincidence» aus. Die dabei behandelten Themen wie Ausgrenzung, Rassismus oder etwa Gewalt sind dabei damals wie heute unglücklicherweise noch aktuell und gehören noch längst nicht der Vergangenheit an.

Das Programm motiviert mit Geschichten aus der schrecklichen Zeit des Nationalsozialismus und kraftvollen antifaschistischen Liedern sich jedem aufkeimenden Faschismus und den aktiven Nazis in den Weg zu stellen.

Gerade in Zeiten, in denen sich sich die Befreiung von Auschwitz zum 70. Mal jährt, Angriffe auf Flüchtlinge und ihre (geplanten) Unterkünfte keine Seltenheit mehr sind, wenn in Karlsruhe beinahe wöchentlich teils überregional angereiste organisierte Neoanazis unter dem Label «Kargida» durch die Innenstadt von Karlsruhe marschieren, Nazi-Hooligans (HoGeSa) einen großen Aufmarsch am Karlsruher Hauptbahnhof planen und somit Vorurteile und Rassismus in der breiten Gesellschaft zu verankern versuchen, finden wir es besonders wichtig, die Erinnerung an die NS-Geschichte in Form dieser Veranstaltung wach zu halten und dazu beizutragen, dass sich so etwas niemals wiederholt.

Tickets gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf bei der GEW im DGB Haus in der Ettlinger Str. 3a in Karlsruhe, sowie in der Stephanus Buchhandlung in der Herrenstraße 34 in Karlsruhe.

Einlass ist um 18:30 Uhr, Beginn 19:30 Uhr
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Da durch den Eintritt die Kosten nicht gedeckt werden, freuen wir uns über Spenden.

Während der Veranstaltung wird es Getränke und Infostände geben. Die Veranstaltung ist bestuhlt.

Verschlagwortet mit: Rassismus‚ Rechtsextremismus und -terrorismus

Über Fritz Mielert

Fritz Mielert, Jahrgang 1979, arbeitete von 2013 bis 2017 als Geschäftsführer beim Bürgerprojekt Die AnStifter in Stuttgart. Davor betreute er ab 2011 bei Campact politische Kampagnen im Spektrum zwischen Energiewende und Vorratsdatenspeicherung, engagierte sich in der AG Antragsbearbeitung der Bewegungsstiftung, baute ab 2010 maßgeblich die Parkschützer als eine der wichtigsten Gruppierung im Protest gegen Stuttgart 21 auf und war ab 1996 mehrere Jahre ehrenamtlich bei Greenpeace aktiv.

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