Archiv der Kategorie: Medien

Kick oder Kack
Vom Lauf einer Pressemitteilung

Eine Pressemitteilung kann unabhängig vom Wahrheitsgehalt der durch sie verbreiteten Daten in den Medien die Runde machen und sehr hohe Reichweiten erzielen. Voraussetzung dafür scheint zu sein, dass sie nachts von einem nicht ganz unbekannten Medium – am besten im Printbereich – aufgegriffen, veröffentlicht und damit verbreitet wird. Wenn der Inhalt der Meldung jetzt von allgemeinerem Interesse ist, dann ist die späte Stunde recht gut dazu geeignet, dass die entsprechende Meldung ungeprüft in den nächsten Stunden von einer und dann auch von anderen Presseagenturen aufgenommen und multipliziert wird. mehr…

Kick oder Kack
Flat-Earth-Loop

Nicht nur das Handwerk leidet unter selbstanleitenden Youtube-Videos. Klempner, Schreiner und Elektriker kommen neben anderen Berufsgruppen und deren Kundschaft durch das audiovisuelle Material, das auf der zu Google gehörenden Plattform angesehen werden kann, zu seltsamen Überzeugungen. Die Erde, so eine an Popularität gewinnende, aber eigentlich aus dem Mittelalter stammende Überzeugung, sei nämlich keine Kugel, sondern eine Scheibe. mehr…

Kick oder Kack
Sex, Wien, Militär

In Wien wirbt ein Bordell mit einem Plakat um Soldaten. „Jeder Soldat zahlt nur die HÄLFTE!“ (Hervorhebung im Original). Wie ein Bewegungsmelder – man erlaube mir diese polemische Eröffnung – aktiviert dieser Sachverhalt die moralische Entrüstung einer Autorin auf einer meiner Lieblingsadressen im Internet, den Salonkolumnisten. Ist der Vergleich, den die Autorin mit den koreanischen und chinesischen „Trostfrauen“ herstellt, die als Kriegsbeute japanischer Soldaten während des zweiten Weltkrieges vor allem Objekte fehlgeleiteter sexueller Impulse waren, angebracht? mehr…

Kick oder Kack
„Ich frame, also bin ich“

Wer kennt sie nicht? Elisabeth Wehling, Autorin des (internen) Framing Manuals der ARD, das unter dem Vorsitz des MDR von der ARD für etwas mehr als 100.000 Euro beim so genannten „Berkeley International Framing Institute“ in Auftrag gegeben und dann von netzpolitik.org veröffentlicht wurde. mehr…

Kick oder Kack
Social Bots

Ein Bot ist, abgeleitet von RoBOTer, eine Software, die ohne weitere (menschliche) Interaktion bestimmte Aufgaben automatisch und vor allem massenhaft erfüllt.

Zu den bekannteren Bots gehören die Softwareroutinen, die die Ergebnisse zusammentragen, die die Grundlage für Internetsuchmaschinen wie Bing, Yahoo oder Google sind. Andere Bots mit einer weniger ruhmreichen Funktion „bewegen“ sich in den sozialen Netzwerken und werden als „Social Bots“ bezeichnet. Sie suchen zum Beispiel bei Twitter nach bestimmten Hashtags (#). Ein Social Bot ist so geschrieben, dass nach dem Auffinden eines bestimmten Hashtags ein Text generiert wird, der sich auf dieses Schlüsselwort bezieht. Hierbei handelt es sich nicht um eine rein „maschinelle“ oder „künstliche“ Äußerung; das Maschinelle oder Künstliche kommt erst dadurch zustande, dass es massenhaft geschieht. Die einzelne Mitteilung und ihre bestimmten Bedingungen folgende Erzeugung ist das Ergebnis der Arbeit einer Person oder Personengruppe die den besagten Ablauf erdacht, programmiert, getestet, als Erfolg versprechend bewertet und schließlich gestartet hat. Künstliche Intelligenz, die in diesem Zusammenhang gerne zitiert wird, ist also weniger eine technische als eine ideologische Kategorie, verschleiert sie doch allzu gerne den Umstand, dass hinter dem „künstlichen“ Apparat ein „menschliches“ Interesse steht. mehr…

Friedrich Schiller
Unbekannte Jugend

Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten,“ sagte Friedrich Schiller zu Peter Grohmann. Und der verlegt jetzt (wie immer ohne großes Nachdenken) Frank Ackermanns 400-Seiten-Enthüllungen über „Schiller als Schüler – eine unbekannte Jugend.“ Spannend, den Revoluzzer von unten zu sehen! Zur Buchpremiere am 8. Mai 09 treffen wir uns vor der Eberhardstr. 63 in Stuttgart. Dort wohnte F.S. gut versorgt bei der Hauptmannswitwe Luise Fischer (Laura). Wir essen Döner, erzählen was und spazieren mit Musik zum Schillerplatz. Mehr in Kürze. Schiller ist 16 x 23 cm groß (29,80). ISBN 978-3-927340-87-9. Im Buchhandel oder über die AnStifter … Versand auf Rechnung