Facebook. PostScriptum. – von Andris Bulis und Galina Polišcuka

Mi, 23. November 2016, 20:00 Uhr - 22:00 Uhr
Theater tri-bühne, Eberhardstraße 61a, 70173 Stuttgart
Veranstalter: tri-bühne
Wichtiges:

Ein Facebook-Workshop im Theater tri-bühne? Viel mehr als das! Ein Stück über das Leben eines ganz gewöhnlichen Menschen in der virtuellen Realität. Es zeigt eine verdrehte Wirklichkeit, in der ein Avatar oder Nickname auf dem Smartphone oder Computer wichtiger werden und mehr emotionale Bedeutung haben kann, als eine reale Person auf der Straße oder die eigenen Freunde und Familien. Gerade Letztere sind oft von einem getrennt, in der greifbaren Welt verloren wegen des Zeitmangels für echte Kommunikation …

Was bringt einen modernen Menschen dazu, sozialen Netzwerken beizutreten? Was sucht er dort, das in der realen Welt nicht zu finden ist? Wir treffen unseren Helden, Tomass Bertans, einen typischen Anzugträger, beim Entwurf seines Facebookprofils. Tomass erzählt von Facebook, über alle soziale Aspekte des Systems, gibt Statusbeispiele, zeigt populäre Facebook-Idiomatik und spekuliert darüber, wie tief die modernen Menschen ins Web 2.0 abgetaucht sind. Während der weiteren virtuellen Korrespondenz findet unser Held Gefallen an einem Avatar, Frau Alice, und verliebt sich real in sie. Eine Liebesgeschichte also, die das D(a)Elit_ed theatre da entspinnt? Dem Publikum wirkt alles sehr vertraut, schließlich ist bekannt, worum es bei Facebook geht. Doch es gibt eine unerwartete Wendung: Tomass Bertans beginnt zu vermuten, dass er eigentlich bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist …

„Die Zuschauer betrachteten das Stück mit ganz speziellen Gefühlen. Die Vorstellung vermittelte etwas sehr Nahes und Vertrautes für alle. Das ist im zeitgenössischen Theater ziemlich selten geworden, und es ist einfach schön. Schwer vorstellbar, dass es sonst eine Inszenierung gibt, die diese Art kollektiver Wirkung auf das Publikum hat. Zu unterschiedlich sind die jeweiligen Lebenswege, nichts ist wirklich gemeinsam. Die Inszenierung provozierte Zustimmung, Lachen und Melancholie …”
(Tatiana Tihonovec, „St. Petersburg Theatre Magazine”, Juni 2016)

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