Dokumentarfilm von Tanja Cummings
LINIE 41

So, 10. Dezember 2017, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr
Rathaus Gäufelden-Tailfingen, Hauptstraße 39, 71126 Gäufelden-Tailfingen
Veranstalter: KZ Gedenkstätte Hailfingen/Tailfingen, Gegen Vergessen/Für Demokratie e.V. Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen
Wichtiges:

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der KZ-Gedenkstätte Hailfingen • Tailfingen mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.

Der Film LINIE 41 dokumentiert die Rückkehr eines Überlebenden des Lodzer Ghettos zurück ins heutige Łódź. Jahrelang hatte Natan Grossmann es vermieden, das Schicksal seines Bruders Ber zu ergründen, der dort 1942 verschwand. Nun beginnt nach 70 Jahren eine späte Suche nach seinem Bruder und Spuren seiner Eltern, die im Ghetto umkamen. Seine Suche kreuzt sich mit der von Jens-Jürgen Ventzi, dem Sohnes des ehemaligen Nazi-Oberbürgermeisters der Stadt, der hier einem dunklen Familiengeheimnis nachgeht.

Tanja Cummings Film „Linie 41“ schildert das unglaubliche Geschehen in Łódź während des Zweiten Weltkriegs. In der Stadt befand sich nach Warschau das zweitgrößte Ghetto, in dem die jüdischen Bürger der Stadt zusammengepfercht waren – und die Straßenbahn Linie 41 fuhr mitten durch das Ghetto. Bewaffnete Wächter sorgten dafür, dass niemand ein- oder ausstieg. Immer wieder kam es zu ungeplanten Stopps, weil sich verzweifelte Ghettobewohner von der Brücke auf die Schienen warfen. Täglich wurden Deutsche und Polen Zeuge, was mit ihren jüdischen Mitbürgern geschah, sahen aus dem Fenster heraus Not und Elend.

Anschließend ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin Tanja Cummings und Natan Grossmann, der heute in München wohnt.

Der Eintritt ist frei.

Um 17 Uhr findet eine Führung durch die Gedenkstätte statt.

Verschlagwortet mit: Geschichte, Gesellschaft, Nationalsozialismus

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