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I love the President

Das neue Maschinengewehr von Donald Trump heißt Anthony Scaramucci. Nach nur einem halben Jahr trat der für seine Wutausbrüche berüchtigte Trump-Sprecher Sean Spicer zurück. Sein Amt übernahm die bisherige Stellvertreterin Sarah Huckabee Sanders.

Der Posten ihres Chefs wurde mit dem Banker Anthony Scaramucci besetzt. Was der seit seinem Antritt als Kommunikationschef des Weißen Hauses rausgehauen hat, stellt jede Satire in den Schatten. Es ist zu überlegen, ob das „Wettern der Woche“ noch nötig ist, wenn man sich diese Bilder anschaut:

Eines hat er geschickt damit erreicht: Der Fokus der Medien ist weg vom Präsidenten und seiner Russlandaffäre.

Auch mit der Öffentlichkeitsarbeit geht er unkonventionell um: So löscht er schon mal Twitter-Tweets, die seinen Chef in schlechtem Licht erscheinen lassen, mit den Worten: diese Meinung sei überholt und würde ein falsches Bild vermitteln.

Selbst Chef-Stratege Stephen Bannon wird von ihm nicht verschont von dem er sich mit den Worten distanziert: „Ich bin nicht Stephen Bannon. Ich versuche nicht, meinen eigenen Schwanz zu lutschen.“

Lenin versus BannonErinnern wir uns: Stephen Bannon, ein Bewunderer von Lenin hat im Wahlkampf entscheidende Impulse zur Erringung der Macht im Weißen Haus gegeben.

1964 hatte Stanley Kubrick in seiner Satire „Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“ bereits solche paranoiden, durchgeknallten Typen im Weißen Haus charakterisiert. 53 Jahr später haben sie in den Sesseln des Oval Office Platz genommen.

Lenin versus Bannon

lechts und rinks kann man nicht velwechsern

Steve Bannon gilt als wichtigster Berater und politischer Chefstratege von Präsident Trump. Er ist Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten. Da verwundert es schon, dass er sich selber als glühenden Verehrer von Lenin bezeichnet. Er sei Leninist, behauptete er in einem Interview, weil dieser „den Staat zerstören wollte“. Gleiches habe er vor. Alle heute existierenden staatlichen Strukturen sollen zusammenbrechen. Das heutige politische Establishment, einschließlich der republikanischen Partei, sollen dabei vernichtet werden. Darauf arbeite er hin. Somit sei er alles andere als ein Populist oder gar ein „amerikanischer Nationalist“.

Bannon glaubt, dass die Geschichte der USA in Zyklen von siebzig bis hundert Jahren verläuft und diese stets in einem Krieg enden. Darauf folge dann wieder ein gesellschaftlich-kulturelles Hoch. Nach Ende des 2. Weltkrieges vor 70 Jahren stehe derzeit ein neuer, reinigender Krieg unmittelbar bevor. Da verwundert es nicht, dass er Die Kunst des Krieges zu seinen Lieblingsbüchern zählt.