Alle Beiträge von Michael M.

Bei Loretta

Einmal im Monat veranstalten die Anstifter bei Loretta ein Abendmahl. An einer langen Tafel im Alimentari da Loretta versammeln sich ca. 20 – 25 Anstifter und Sympathisanten, genießen die wundervollen italienischen Vorspeisen von Loretta und kommen bei einem Glas Wein miteinander ins Gespräch.

Das Alimentari da Loretta ist eine charmante Gaststätte und seine kulturellen Aktivitäten hinlänglich z. B. hier beschrieben.

Das Abendmahl ist ein idealer Rahmen, um sich über politische, kulturelle und organisatorische Themen auszutauschen. Den Vorsitz hat Peter Grohmann inne, der auch „Nichtanstifter“ durch seine vielfältigen Aktivitäten in der Zivilgesellschaft anzieht. Man kennt sich: durch Veranstaltungen, Demonstrationen, Aktionen.

Diese Woche wurde kurz die Initiative „Stuttgart laufd nai“ von Joachim S. vorgestellt. Ziel der Aktion: Innerhalb des Stuttgarter Cityrings soll das gesamte Straßennetz in eine Fußgängerzone umgewidmet werden. Ein Paradies für zu Fuß Gehende und Radfahrende mit optimaler Anbindung an den ÖPNV im Herzen der Stadt. Joachim nährte die Hoffnung, dass das Projekt in einem Zeithorizont von ca. 5 Jahren umzusetzen wäre. Zumal es eine immer breitere Zustimmung über alle Parteien hinweg für diese Idee gibt. Sollte es dazu kommen, bräuchte man Straßen nicht zu beruhigen oder wie hier angedeutet ihren Namen zu ändern.

Lange Zeit war es den Anwesenden nicht klar, ob Joachim S. wieder mit seinem asthmakranken Hund zugegen sei, den er oft mit sich führt. Erst gegen Ende des Abends wachte der Hund auf und keuchte.

1.500 Euro pro Semester – so viel werden ausländische Studenten, die aus Nicht-EU-Staaten kommen, ab Herbst an Gebühren bezahlen müssen, wenn sie in Stuttgart oder Karlsruhe, Freiburg oder Hohenheim studieren wollen. Darüber berichtete die Hochschullehrerin Prof. Cordula G. Sie lehrt als Professorin für Malerei in der Fachgruppe Kunst. Die Anstifter haben Aktionen gegen diese finanziellen Belastungen von Studierenden aus Nicht-EU-Staaten unterstützt.

Auch nächsten Monat wird es wieder ein Abendmal bei Loretta geben, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Der Termin wird auf der Homepage der Anstifter und über ihren Newsletter bekannt gegeben.

Eigentlich für Freitagabend …

… aber mit diesem wunderbaren Song von Vienna Teng sollte man sich schon heute aufs Wochenende vorbereiten, denn damit geht „Anstiften“ besser:

He’s a company man, your right hand, 13 years and counting.
No detectable ambition, a model of efficiency, far as you can see.
He knows every loophole, the art of fine print, massages the numbers ‚til they fit.
And every time you ask him for another vanishing act, he half-smiles as if to say:

Whatever you want, whatever you want, whatever you want is fine by me.
Whatever you want, whatever you want, whatever you want is fine by me.

Den vollständigen Song-Text hier

„Hey, wie geht’s“
Carlos Santana wird 70

Wir gratulieren Carlos Santana zu seinem ziebzigsten Geburtstag. Wir erinnern uns: Carlos Santana, geboren am 20. Juli 1947 in Autlán de Navarro, Jalisco, Mexiko, war einer, der Weltmusik spielte, als es diesen Begriff noch gar nicht gab. Seinen auf dem genialen Album Abraxas veröffentlichen Song Oye Como Va wurde in den 70ziger Jahren in allen Wohngemeinschaften rauf und runter gespielt. Er beschrieb mit dieser Coververion des Latinjazz- und Mambomusiker Tito Puente das Lebensgefühl einer ganzen Generation.

Carlos Santana bei einem Konzert vor 47 Jahren in Tanglewood / Massachusetts

Einfach mal mitnehmen!

Leben und Tod

Ungleichheit in Deutschland
Die Schere zwischen Arm und Reich

Verdi hat eine Studie veröffentlicht, die die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums darstellt. Hier kann man sie sich anschauen.

Darstellung der Ungleichheit, Quelle Verdi

Die Zahlen zeigen, wie unterschiedlich die Einkommen in den letzten Jahren auseinander klaffen.

Darstellung der Ungleichheit, Quelle Verdi

Impeachment
Der Mann mit der Föhnfrisur …

Donald Trump
Quelle: Wikipedia

… gerät immer mehr unter Druck: Nun verteidigt er seinen Sohn und schießt gegen Hillary Clinton und Medien. Augrund immer neuer Enthüllungen hat Donald Trump einen Staranwalt eingestellt. Schau’n wir mal.

G20
Was Linke über die Eskalation der G-20-Proteste denken

Die radikale Linke denkt nicht einheitlich.
Die radikale Linke denkt nicht einheitlich. (Foto: Screenshot SZ)

Brennende Autos und Straßenbarrikaden, fliegende Flaschen und Steine. Was war in Hamburg los?  Wie hat der Demonstrant Philip die Ereignisse wahrgenommen? Woher kam die Gewalt? Und: Welche Folgen hat das Ganze für die linke Szene?

Videostatements und Interviews auf SZ

G20
Spalter – Ein Bier der Linken

M. fuhr nach Gunzenhausen. Das liegt im fränkischen Teil Bayerns. Dort sah er sich die Talksendung „Maischberger“ über die Krawalle im Schanzenviertel während des G20-Gipfels an.

Keine gute Idee von Sandra Maischberger, Jutta Ditfurth zusammen mit Wolfgang Bosbach einzuladen. Jutta Ditfurth ist für ihren Diskussionsstil bekannt, der frei von Empathie für ihre Mitdiskutanten ist. Auch Wolfgang Bosbach, CDU, ist in Diskussionen gefürchtet. Oft vertritt er Positionen abseits der CDU-Linie. Da kam der besonnene, ruhige Diskussionsformen anmahnende Jan van Aken – Abgeordneter der Linksfraktion und Mitorganisator einer friedlichen Großdemonstration mit über 70.000 TeilnehmerInnen – unter die Räder.

Jutta Ditfurth unterschied wieder zwischen rechter Gewalt, die es auf Menschen abgesieht, und linken Aktionsformen, die lediglich Sachbeschädigungen zur Folge haben.   mehr…

Türkei
Erdogan will Gesetz zur Todesstrafe unterschreiben

Der türkischer Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan würde ein Gesetzt zu Wiedereinführung der Todesstrafe unterzeichen, würde das Parlament es im vorlegen. Keine guten Aussichten für die Menschen in der Türkei. Erinnern wir uns: Unter dem Druck der Europäischen Staatenvereinigung stimmte das türkische Parlament im August 2002 der Abschaffung der Todesstrafe in Friedenszeiten zu und kündigte an, Todesurteile aufgrund terroristischer Straftaten zukünftig in lebenslange Haftstrafen umzuwandeln. Ende 2003 schaffte die Türkei die Todesstrafe ebenfalls im Militärgesetz ab.

Das Parlament wird von seiner Partei AKP dominiert. Da wird es für ihn ein leichtes sein, seine Parteigenossen dazu zu bringen, ein entsprechendes Gesetzesvorhaben zu initiieren.

Dann könnte es eng werden für Kemal Kılıçdaroğlu, den 69jährigen Führer der CHP, der mit seinem Marsch für Gerechtigkeit („ADALET“) mehr als zehntausend Türken zum Marsch auf Istanbul mobilisierte. Man kann nur hoffen, dass Onkel Kemal vor der Unterschrift in Istanbul ankommt.

Zum Jahrestag des Putsches schaltete sich Recep Tayyip Erdoğan übrings in jedes private Handygespräch mit einer von ihm verfassten Botschaft ein. Siehe SZ

Friedenspreis
Aslı Erdoğan bei Knauer und Union

Die essayistischen Schriften unsere diesjährigen Friedenspreisträgerin Aslı Erdoğan erscheinen im Knauer-Verlag, der auf seiner Homepage über die Preisvergabe der Anstifter berichtet. Titel: Nicht einmal das Schweigen gehört uns
Eine ausführliche Rezension zum Buch auf Bayern 2

Die Erzählungen und Romane von Aslı Erdoğan sind beim Unionsverlag erschienen, der ebenfalls auf die Friedenspreisverleihung auf seiner Homepage hinweist.