Alle Beiträge von Michael M.

Das Wahlorakel #4

Gewinn - Verlust

Die beiden Parteien in der großen Koalition haben gegenüber allen anderen deutlich verloren. Martin Schulz will die große Koalition nicht fortsetzen. Dann gibt es realistisch nur eine Jamaika-Koalition.

Das Wahlorakel #3
Was macht der denn da?

CDU vor den Kameras

Die Kanzlerin tritt kurz nach den ersten Hochrechnungen vor die Kameras. Man fragt sich, warum macht der Herr an ihrer Seite sich an die Kanzlerin ran?

Das Wahlorakel #2
Jamaika wird kommen

Wenn man die Aussagen der SPD und die Statistik vergleicht, kann nur eine „Jamaika-Koalition“ erwarten. Es sei denn …

Nur eine Möglichkeit
Nur eine Möglichkeit

Kommt es so, wird die SPD die Opposition anführen. Man kann ihr nur zurufen: „Glückauf!“

Das Wahlorakel #1
„Wir werden sie jagen!“

AfD zweistellig im Bundestag
AfD zweistellig im Bundestag

Das sagt der Spitzenkandidat der AfD, Gauland, der drittstärksten Kraft im neuen Bundestag. Es lässt erahnen, wie die neue Rechte in den nächsten vier Jahren agieren wird. Ein bitteres Ergebnis für alle demokratische Parteien im Bundestag, dass eine rechtspopulistische Partei drittstärkste Partei im neuen Bundestag wird.

Was die Anstifter im Chor mit den Kräften der Zivilgesellschaft seit Wochen befürchteten, ist eingetreten: die rechten Kräfte in der Gesellschaft werden stärker.

Die ersten Aussagen von Anton Hofreiter lässt erahnen, was auf uns zu kommt, nachdem die SPD sich für die Opposition ausgesprochen hat: Es wird eine Koalition zwischen CDU, Grünen und FDP geben.

Deutschland hat gewählt - erste Hochrechnungen
Deutschland hat gewählt – erste Hochrechnungen

Songwriting
Ob du Peter, Che oder Michał heißt – Vergiss meinen Namen

Aslı Erdoğan erhält Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis 2017

© Gürcan Öztürk

Am Freitag, 22. September, erhielt Aslı Erdoğan den mit 25.000 Euro dotierten Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis 2017 verliehen. Während einer Feierstunde im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses überreichte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert den Preis, der nach dem weltbekannten, in Osnabrück geborenen Schriftsteller Erich Maria Remarque benannt ist. Damit hat die türkische Journalistin und Schriftstellerin neben dem Friedenspreis der Anstifter einen weiteren wichtigen Preis für ihre Arbeit erhalten. Sie nahm an der Verleihung des Preises teil. Das lässt hoffen, dass sie auch am 10. Dezember zur Verleihung des Friedenspreises der Anstifter ins Theaterhaus kommen wird.

In ihrer Dankesrede erzählt Aslı Erdoğan von einem Erlebnis aus dem Frauengefängnis von Istanbul, in dem sie 132 Tage in Haft saß. Sie hatte Frauen in ihrer Zelle beobachtet, die heimlich eine Pflanze aufgezogen hatten. Dabei gab es keine Erde für das zarte Gewächs, nur ein Provisorium aus Eierschalen und Teebeuteln: „Sie haben versucht, diese kleine Pflanze zu verbergen und am Leben zu erhalten. Sie haben ihr die Sonne und den Regen gezeigt als wäre sie ihr kleiner Prinz. Und natürlich wurde diese kleine Pflanze entdeckt – und die Wächter haben sie den Frauen mit Freude aus den Händen gerissen. Das hätten Sie sehen sollen: Frauen, einige seit zehn Jahren und länger in Haft, die um diese kleine Pflanze weinen!“

Quelle: Deutschlandfunk Kultur

In den Maschinenraum der Parteien geschaut
Ein bekanntes Gesicht auf der Liste

Mit einem alten Spitzenkandidaten ins RennenDie Splitterpartei MLPD wirbt mit originellen Plakaten. Sie erwecken den Anschein, dass Che Guevara auf ihrer Liste zur Wahl steht. Nun ist dieser kubanische Volksheld bekanntlich schon seit 50 Jahren tot. Wenn er gekonnt hätte, hätte er das getan, was  Kim Jong-un heute plant: den Einsatz von Atomraketen. Da Kim Jong-un als beinharter Stalinist noch lebt, kann spekuliert werden, wann die MLPD mit dem Konterfei dieses Diktators in den Wahlkampf zieht. Ihrem internationalistischen Anspruch würde es gerecht.

MLPD zum Recht auf Flucht für DeutscheDas Wahlplakat zum Thema Flucht ist sehr bemerkenswert. Suggeriert es doch, dass die MLPD für ein Recht auf Flucht für die Deutschen im Bundestag streiten würde, käme sie hinein. Dabei haben wir jeden Sommer bereits eine massive Fluchtbewegung der bundesdeutschen Bevölkerung in die südlichen, warmen Länder.

Im übrigen braucht die MLPD sich nicht grämen, wenn sie ein Wahlergebnis im Promillebereich bekommt: Die Partei ist steinreich und damit in der Lage, im Wahlkampf überall sichtbar zu sein. Sie hat es nicht nötig auf die Erstattung ihrer Wahlkampfkosten zu spekulieren.

Songwriting
Jos sä tahdot niin – Wenn du es so willst

Jippu & Samuli Edelmann

In dem Lied heißt es: „Ohne Liebe sind wir auf dem halben Weg zur Hölle“ und „Ohne dich ertrinke ich in chaotischen Nächten.“ Das sind Sätze wie auf Gräber gemeißelt.

Kino, Kino
Schöne neue Welt – The Circle

Informationssammelwut, totale Überwachung und schließlich Kontrolle der Politik: Die Verfilmung von Dave Eggers‘ dystopischem Bestseller malt den Teufel in Gestalt eines Social-Media-Unternehmens an die Wand, einer Melange aus Facebook, Google und Apple. Leider sind viele Dinge, die dieser Film schildert, schon heute Realität und mit dem „Internet der Dinge“ (auch Internet 4.0) wird diese hier beschriebene Dystopie endgültig Realität.

»The Circle« ist eine abgründige Fabel über die Leichtfertigkeit, mit der wir Stück für Stück Freiheit und Selbstbestimmung aufgeben, weil wir die Bequemlichkeit wählen. Er basiert auf dem vor vier Jahren erschienenen, gleichnamigen Buch von Dave Eggers. Dort gibt es nur noch einen Weltkonzern, „The Circle“, ein unheimliches Imperium, aber auch der scheinbare Heilsbringer für alle, die sich ihm unterwerfen. Ein Interview über die totalitäre Hölle mit Dave Eggers und den Internetkritiker Jaron Lanier, die einen tiefen Einblick in die digitale Parallewelt gibt, kann man hier anschauen.

Fazit zum Film: Unbedingt sehenswert und anschließend das Smartphone wegwerfen und Harald Welzers Buch: „Die smarte Diktatur: Der Angriff auf unsere Freiheit“ lesen!

Türkische Künstler vorgestellt
Cemil Qocgiri

Cemîl Qoçgirî singt Porê. Er wird von der kurdischen Harfenspielerin und Sängerin Tara Jaff, 1958 in Bagdad geboren, begleitet.

Cemîl Qoçgirî wurde 1980 in Duisburg geboren. Er stammt aus einer kurisch-alvitischen Familie aus der Qoçgiri-Region im Norden Dersims.

Dersim (kurdisch Dêrsim, osmanisch درسم, İA Dersim, armenisch Տէրսիմ/Դերսիմ Tersim, zazaisch Dêsım) ist der heute inoffizielle Name eines Gebiets in der Türkei und entspricht im Kern der heutigen Provinz Tunceli. Trotz des Tunceli-Gesetzes von 1937 und der Umbenennung in Tunceli, ist der Name Dersim unter der Bevölkerung gängig und politisiert. Es ist die Region mit dem höchsten Anteil an Personen alevitischen Glaubens in der Türkei, zudem sind die Mehrheit der Einwohner Zazas; vor dem Völkermord an den Armeniern lebten hier zahlreiche Armenier. Viele Armenier fanden hier während des Völkermordes Zuflucht. Quelle: Wikipedia