Wann: Montag, 16, November 2026, 18 – 19.30h

Wo: Hospitalhof, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Wer: Die Anstifter


III. Der pysikotheologische Beweis

Der dritte Beweis, den Kant untersucht, ist der physikotheologische, der zurückgeht auf Sokrates. „Dieser Beweis“, sagt Kant, „verdient jederzeit mit Achtung genannt zu werden. Er ist der älteste, klarste und der gemeinen Menschen Vernunft am meisten angemessene.“ Dieser sozusagen populäre Beweis schließt aus der erstaunlichen Ordnung der Natur auf eine ihr zugrundeliegende göttliche Intelligenz.

Wann: Samstag, 21.11.2026, 10:30 Uhr

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


Horror hat sich als ästhetische Gattung im Gefolge der Aufklärung entwickelt und thematisiert das, was in unserer lebendigen Vernunft lauert und weder lebendig noch vernünftig ist. Zu einer neuen Blüte gelangt die Gattung derzeit vor allem im Bereich des Films: Horrorfilme wie Sinners gingen mit einem Rekord an Oscar-Nominierungen ins Rennen, Get Out gewann diese Auszeichnung schon vor Jahren und selbst auf den Filmfestspielen in Cannes wurde mit Titane ein Film dieser Gattung prämiert.

Die These des Vortrags lautet, dass der Horrorfilm angesichts der Polykrisen der Gegenwart (Klimawandel, Kriege, Erosion der Grundlagen westlicher Demokratien) eine der zentralen Kunstgattungen der Gegenwart ist: Im Medium einer affektiven, wie kognitiven Attacke auf die Körper der Zuschauer lässt er etwas erfahrbar werden, was einerseits konstitutiver Teil unserer Rationalität ist, andererseits etwas ist, mit dem wir uns lieber nicht auseinandersetzen wollen. Der Vortrag wird Grundbestimmungen der Gattung vorstellen und einige Klassiker des Genres wie jüngere Filme kommentieren.

Daniel Martin Feige ist Professor für Philosophie und Ästhetik an der „Staatlichen Akademie der Bildenden Künste“ in Stuttgart.  Jüngste Buchveröffentlichungen: „Kritik der Digitalisierung“, 2024 erschienen im Meiner-Verlag und „John McDowell zur Einführung“, 2025 erschienen im Junius-Verlag. Derzeit bereit er ein Buch zur Ästhetik des Horrors vor.

Kostenbeitrag: 10 Euro, inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Hier Anmelden: Philosophisches Café 21.11.2026 10:30 Uhr Hegelhaus – Formular ausfüllen

2. Dezember 2026
19:00 - 21:00

Referent: Dr. Jan Busse

Moderation: Jörg Armbruster

Wann: Mittwoch, 02.12.2026, 19 – 21 Uhr,
Eintritt: 5€ (Ermäßigung möglich)

Wo: Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart, Königstr. 7

Wer: Die AnStifter
in Kooperation mit pax christi, dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart; mit Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg


Seit Anfang Oktober 2025 gilt im Gazastreifen ein mehr als brüchiger Waffenstillstand. Der Gazastreifen ist seitdem weitgehend aus dem Fokus der Berichterstattung verschwunden, obwohl israelische Angriffe seitdem laut Vereinten Nationen mehr als 1.100 Todesopfer gefordert haben, die Infrastruktur – Kliniken, Schulen, Landwirtschaft – in Gaza vollkommen durch die Angriffe und gezielte Sprengungen zerstört ist, Israel weiterhin Hilfslieferungen einschränkt und den Lebensraum der palästinensischen Bevölkerung noch weiter eingeschnürt hat. Ein dringend nötiger Wiederaufbau steht weiterhin aus.

Im Schatten des Gazakrieges und danach hat im Westjordanland die Gewalt militanter Siedler zusammen mit einer massiven Ausweitung des Siedlungsbaus zu einer beispiellosen Verschärfung der Lage geführt.

Der völkerrechtswidrige Krieg der USA und Israels gegen den Iran wurde mit einem äußerst wackeligen Waffenstillstand mit wechselseitigen Attacken nur vorübergehend „eingefroren“ und flammt immer wieder auf. Ob substantielle Verhandlungen zum Erfolg führen können, ist zweifelhaft. In jedem Fall bedeutet die Blockade der Straße von Hormus eine schwere Erschütterung für die Weltwirtschaft.

Bei den für Ende Oktober angesetzten Parlamentswahlen in Israel ist ein Regierungswechsel nicht ausgeschlossen. Inwieweit dies auch zu einem Wandel im Umgang mit diesen Konflikten führen kann, bleibt offen.

Unklar bleibt daher, wie eine dauerhafte Regelung dieser Konflikte gelingen kann, damit die Menschen in Israel, Palästina aber auch im Libanon, Syrien und Iran dauerhaft in Frieden und Sicherheit leben können.

Der Nahost-Experte Dr. Jan Busse arbeitet mit einem Schwerpunkt auf Internationale Politik und Konfliktforschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität der Bundeswehr in München.
Zusammen mit Muriel Asseburg hat er das Buch „Der Nahostkonflikt: Geschichte, Positionen, Perspektiven (Verlag C.H. Beck)“ verfasst, das mittlerweile in der 14. aktualisierten Auflage vorliegt. 

Der Journalist Jörg Armbruster war bis Ende 2012 Korrespondent der ARD für den Nahen und Mittleren Osten.

(Stand 10.8.26)

6. Dezember 2026

Wann: Sonntag, 06.12.2026, 13:30 Uhr

Wo: Theatherhaus Stuttgart

Wer: Die AnStifter


Verleihung des FriedensPreises und des JugendPreises der AnStifter

Merken Sie sich diesen Termin vor: Am 6. Dezember 2026 um 13:30 Uhr laden Die AnStifter zur feierlichen Verleihung des FriedensPreises und des JugendPreises der AnStifter ins Theaterhaus Stuttgart ein. Die Auszeichnungen würdigen Menschen, Projekte und Initiativen, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und Zivilcourage engagieren.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Weitere Informationen folgen in Kürze.

Wann: Freitag, 11. Dezember, 19h

Wo: Hospitalhof, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Wer: Die Anstifter


Am 3. September 1786, morgens um drei, schlich sich Goethe aus Karlsbad fort, wo er kurz zuvor im Kreis der Weimarer Hofgesellschaft seinen 37. Geburtstag gefeiert hatte. Es war eine Flucht und erst zwei Monate später meldete sich der Dichter bei seinen Freunden und gab seinen Aufenthaltsort bekannt: Rom.


Fast zwei Jahre blieb Goethe fort und erlebte in Rom eine Wiedergeburt als Mensch und Künstler, so dass er im hohen Alter bekannte: „Ja, ich kann sagen, dass ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen; ich bin, mit meinem Zustand in Rom verglichen, eigentlich nachher nie wieder froh geworden.“
Ein Glanzlicht in Goethes Reisebericht ist seine lebhafte Schilderung des Römischen Karnevals: Sie bildet den Abschluss unseres Programms, das auch nach Neapel und Sizilien führt – und entführt…

Dorothea Baltzer (Schauspielerin und Sprecherin), Frank Ackermann (Philosoph und Schriftsteller) und Frank Eisele (Akkordeon) machen als Trio seit Jahren literarische Bühnenprogramme.

Wann: Samstag, 30.01.2027, 10:30 Uhr

Wo: Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


In Anlehnung an die Idee des Films Powers of Ten von Charles und Ray Eames unternehmen wir eine Reise mit Bildern nach beiden Seiten unserer Lebenswirklichkeit: Auf der einen Seite bis in die Tiefen des Mikrokosmos jenseits der Atombausteine;
auf der anderen Seite hinaus und zurück bis an die Enden und den Anfang des Universums nach dem Standardmodell der Kosmologie. Dabei wird jeweils auch der aktuelle Stand der Forschung mit einbezogen. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Martin Welsch, Jahrgang 1954, ist Physiker und Informatiker. Er war Chief Technology Advisor bei IBM in Forschung und Entwicklung und lehrte und forschte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Sein besonderes Anliegen ist die verständliche Vermittlung aktueller technologischer Entwicklungen und die Diskussion der damit verbunden gesellschaftlichen und philosophischen Herausforderungen auch jenseits der Expertenkreise.

Kostenbeitrag: 10 Euro,
inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Hier Anmelden: Philosophisches Café 30.01.2027 10:30 Uhr Hegelhaus – Formular ausfüllen

Wann: Samstag, 13.02.2027, 10:30 Uhr

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: die Anstifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


Die liberalen westlichen Demokratien hatten ihre Hoch-Zeit während der ersten Nachkriegsjahrzehnte, als sich der Klassenkonflikt zum Verteilungskonflikt gemäßigt hatte und sich in nahezu allen westlichen Ländern wirtschaftsnahe konservative und sozialdemokratisch orientierte Parteien gegenüber standen. Der Erfolg des Neoliberalismus mit seiner Politik der Alternativlosigkeit führte zunächst zum Rückgang der Wahlbeteiligung, zu Entpolitisierung und Resignation breiter Bevölkerungsgruppen. Das hat sich geändert: Beispielhaft Donald Trump in den USA, aber auch die rechtspopulistischen Parteien Europas treten mittlerweile als Rächer der missachteten und gekränkten Massen auf und feiern spektakuläre Wahlerfolge.

Der Vortrag wird den Aufstieg des Rechtspopulismus nicht aus der üblichen Perspektive gesellschaftlichen Strukturwandels erklären, sondern sich auf die politische Logik des Niedergangs demokratischer Repräsentation konzentrieren und den Aufstieg eines neuen, als affektive Gegenmobilisierung charakterisierten Repräsentationstyps beschreiben. Die These wird lauten, dass die damit verbundene Transformation der Demokratie zur autoritären Führerdemokratie nur durch die Wiederbelebung und Repolitisierung demokratischer Kontroversen um das Gemeinwohl aufzuhalten sein wird.

Winfried Thaa, Prof. em. für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Trier. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Zusammenbruch des Sozialismus sowjetischen Typs, zum politischen Denken Hannah Arendts und zu Fragen der politischen Repräsentation.

Kostenbeitrag: 10 Euro, inkl.
Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Wann: Samstag, den 27. Februar 2027, 10:30h

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: Die Anstifter


Mit „Situation und Konstellation“ hat Hartmut Rosa ein Buch vorgelegt, das den interessanten Versuch unternimmt, die beiden Denkströmungen Kritische Theorie und Phänomenologie zusammenzudenken. Wir wenden uns zunächst dem Inhalt des Buchs zu und erkunden, was uns die phänomenologische Differenzierung von Situation und Konstellation über unser alltägliches Leben und die Politik zu sagen hat. Zudem sprechen wir aber über die historische Entwicklung der beiden einflussreichen philosophischen Großschulen von Kritischer Theorie und Phänomenologie. Im aktuellen Diskurs werden immer mehr die Verbindungslinien dieser beiden Ansätze gesucht, um die historisch bedingte gegenseitige Nichtbeachtung, bis hin zur Feindschaft, zu über winden.

Jonathan Lübke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ethikzentrum der Universität Tübingen und forscht zu Nachhaltiger Entwicklung sowie zur Phänomenologie.

Kostenbeitrag: 10 Euro,
inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Wann: Samstag, 20. März 2027, 11h

Wo: Treffpunkt: Museum Hegel-Haus Idealistischer Stadtspaziergang mit Frank Ackermann

Wer: Die Anstifter


Der Schiller und der Hegel, der Schelling und der Hauff… Diese Verse sind weithin bekannt, aber wenig bekannt sind die Orte, an denen die Genannteneinst in Stuttgart wohnten.

Wir beginnen diesen idealistischen Stadtspaziergang am Museum Hegel-Haus, kommen vorbei an Schillers „Räuber-Höhle“ und an dem Gasthof, in dem Goethe sein „Wanzenabenteuer“ hatte.


In der Königstraße wurde Gustav Schwab geboren hier starb der Dichter und Musiker C. D. F. Schubart, und Hölderlin hatte hier seine dichterisch fruchtbarste Zeit (u.a. die Elegien „Stuttgart“ und „Der Gang aufs Land“).


Einen realistischer Kontrapunkt bildet schließlich der Gasthof „Bären“, in dem Casanova arretiert wurde – was ihn zu seiner „Flucht aus Stuttgart“ zwang. „Die Flucht war schwierig“, schrieb er, „aber nicht so schwierig wie die Flucht aus den venezianischen Bleikammern“….


Der Spaziergang endet im Museum Hegel-Haus, wo es im historischen Gewölbekeller ein ausklingendes Glas Hegel-Wein geben wird.


Dauer des Rundgangs: ca. 1,5 Stunden


Anmeldung bei Bernd Möbs 0711/2624117 oder

www.bernd-moebs.de


Kostenbeitrag: 19 Euro

Eine Ermunterung:
Unverfroren. Huhu, ich bin’s, unser Konto: 18
Bank: GLS-Bank, BLZ 430 609 67, KNr 7000 582 701 – Die AnStifter
IBAN: DE31 4306 0967 7000 5827 01, BIC: GENODEM1GLS

Wann: Donnerstag, den 1. April, 19h

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: Die AnStifter


Das Recht des Individuums auf persönliche Freiheit zieht sich wie ein roter Faden durch Hegels Werk. GFW war einer der wenigen ersten, der auf der Betonung der Selbstbestimmung fast seine ganze Philosophie begründete. „Philosophen der Freiheit“ fehlen heute, jammert der Kabarettist. Vieles in Hegels beruflichem und privatem Leben war durch Unstetigkeit und Geldmangel gekennzeichnet – wie bei Grohmann! Abwechselnd verdingte er sich als Journalist, Redakteur und Pädagoge.


Kostenbeitrag: 10 Euro