Wann: Samstag, 07.11.2026, 10:30 Uhr

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


Künstliche Intelligenz verändert, wie wir Entscheidungen treffen – doch wie viel Vertrauen ihr dabei geschenkt wird, fällt sehr unterschiedlich aus. Bei Sachfragen, etwa in der medizinischen Diagnostik, zeigt sich häufig ein Untervertrauen in KI-Systeme, wodurch das Potenzial einer sinnvollen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine oft ungenutzt bleibt. Bei moralischen Fragen hingegen ist eher ein Übervertrauen zu beobachten: Menschen verlassen sich stark auf die Einschätzungen der KI und geben dadurch Verantwortung ab – ein Phänomen, das als „moral offloading“ bezeichnet wird.

Der Vortrag stellt diese gemischte Evidenz vor, erörtert psychologische Erklärungsansätze für dieses widersprüchliche Vertrauensverhalten und beleuchtet die normativen Implikationen. Abschließend werden Möglichkeiten diskutiert, wie sich Vertrauen in KI gezielt und situationsangemessen kalibrieren lässt.

Matthias Uhl ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialethik an der Universität Hohenheim. Er forscht u. a. zur Ethik der Künstlichen Intelligenz und zur Ethik der Mensch-Maschine-Interaktion.

Kostenbeitrag: 10 Euro, inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

Mit Dorothea Baltzer, Frank Ackermann und Frank Eisele am Akkordeon

Wann: Dienstag, 10. November 2026, 19:00 Uhr

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


Schillers zentrales Thema war die Freiheit, verbunden mit bürgerlichen Grundrechten und der Menschenwürde. So ließ er seine Helden Karl Moor gegen die willkürlichen Repressionen des damaligen Feudalsystems kämpfen. Und als ihm daraufhin der tyrannische Herzog Carl Eugen das Dichten verbot und mit Festungshaft drohte, nötigte ihn dies im Alter von 22 Jahren zu seiner Flucht aus Stuttgart. „Die Räuber kosteten mir Familie und Vaterland“, schrieb Schiller rückblickend. Er hatte sich für die Kunst und die Freiheit entschieden, und sein schwerer Weg als Flüchtling und Asylant führte ihn bekanntlich nach Weimar, wo er zum Klassiker wurde.

Bei unserem Schiller-Abend spannen wir einen weiten  Bogen von der Stuttgarter Sturm-und-Drang-Zeit bis zu seinen unverwüstlichen Balladen („Der Ring des Polykrates“, „Der Handschuh“, „Der Taucher“), die er im Wettstreit mit Goethe schuf.

Und zuletzt darf auch sein Gedicht „An die Freude“ nicht fehlen, das in der Vertonung Beethovens zur Europahymne wurde: „Diesen Kuss der ganzen Welt…“

Dorothea Baltzer (Schauspielerin & Sprecherin), Frank Ackermann (Philosoph & Schriftsteller) und der Akkordeonist Frank Eisele machen seit Jahren literarisch-musikalische Bühnenprogramme.

Kostenbeitrag: 15 Euro

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

Hier Anmelden: Philosophisches Café 10.11.2026 19:00 Uhr Hegelhaus – Formular ausfüllen

Frank Ackermann:
Kant und seine Kritik der drei Gottesbeweise

Zu Kants bekanntesten und folgenreichsten Leistungen gehört seine Kritik der drei klassischen Gottesbeweise. Heinrich Heine meinte dazu, dass seitdem „der Oberherr“ der Welt unbewiesen in seinem Blute schwimme.“ An drei Abenden werden diese Beweise und Kants Kritik vorgestellt.

Der ontologische Gottesbeweis
Montag, 21. Sep. 26, 18 – 19.30h

Der kosmologische Gottesbeweis
Montag, 19. Okt. 26, 18 – 19.30h

Der psychotheologische Gottesbeweis
Montag, 16. Nov. 26, 18 – 19.30h

Wann: Samstag, 21.11.2026, 10:30 Uhr

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


Horror hat sich als ästhetische Gattung im Gefolge der Aufklärung entwickelt und thematisiert das, was in unserer lebendigen Vernunft lauert und weder lebendig noch vernünftig ist. Zu einer neuen Blüte gelangt die Gattung derzeit vor allem im Bereich des Films: Horrorfilme wie Sinners gingen mit einem Rekord an Oscar-Nominierungen ins Rennen, Get Out gewann diese Auszeichnung schon vor Jahren und selbst auf den Filmfestspielen in Cannes wurde mit Titane ein Film dieser Gattung prämiert.

Die These des Vortrags lautet, dass der Horrorfilm angesichts der Polykrisen der Gegenwart (Klimawandel, Kriege, Erosion der Grundlagen westlicher Demokratien) eine der zentralen Kunstgattungen der Gegenwart ist: Im Medium einer affektiven, wie kognitiven Attacke auf die Körper der Zuschauer lässt er etwas erfahrbar werden, was einerseits konstitutiver Teil unserer Rationalität ist, andererseits etwas ist, mit dem wir uns lieber nicht auseinandersetzen wollen. Der Vortrag wird Grundbestimmungen der Gattung vorstellen und einige Klassiker des Genres wie jüngere Filme kommentieren.

Daniel Martin Feige ist Professor für Philosophie und Ästhetik an der „Staatlichen Akademie der Bildenden Künste“ in Stuttgart.  Jüngste Buchveröffentlichungen: „Kritik der Digitalisierung“, 2024 erschienen im Meiner-Verlag und „John McDowell zur Einführung“, 2025 erschienen im Junius-Verlag. Derzeit bereit er ein Buch zur Ästhetik des Horrors vor.

Kostenbeitrag: 10 Euro, inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

Wann: Freitag, 11. Dezember, 19h

Wo: Hospitalhof, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Wer: Die Anstifter


Am 3. September 1786, morgens um drei, schlich sich Goethe aus Karlsbad fort, wo er kurz zuvor im Kreis der Weimarer Hofgesellschaft seinen 37. Geburtstag gefeiert hatte. Es war eine Flucht und erst zwei Monate später meldete sich der Dichter bei seinen Freunden und gab seinen Aufenthaltsort bekannt: Rom.


Fast zwei Jahre blieb Goethe fort und erlebte in Rom eine Wiedergeburt als Mensch und Künstler, so dass er im hohen Alter bekannte: „Ja, ich kann sagen, dass ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen; ich bin, mit meinem Zustand in Rom verglichen, eigentlich nachher nie wieder froh geworden.“
Ein Glanzlicht in Goethes Reisebericht ist seine lebhafte Schilderung des Römischen Karnevals: Sie bildet den Abschluss unseres Programms, das auch nach Neapel und Sizilien führt – und entführt…

Dorothea Baltzer (Schauspielerin und Sprecherin), Frank Ackermann (Philosoph und Schriftsteller) und Frank Eisele (Akkordeon) machen als Trio seit Jahren literarische Bühnenprogramme.

Wann: Samstag, 30.01.2027, 10:30 Uhr

Wo: Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


In Anlehnung an die Idee des Films Powers of Ten von Charles und Ray Eames unternehmen wir eine Reise mit Bildern nach beiden Seiten unserer Lebenswirklichkeit: Auf der einen Seite bis in die Tiefen des Mikrokosmos jenseits der Atombausteine;
auf der anderen Seite hinaus und zurück bis an die Enden und den Anfang des Universums nach dem Standardmodell der Kosmologie. Dabei wird jeweils auch der aktuelle Stand der Forschung mit einbezogen. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Martin Welsch, Jahrgang 1954, ist Physiker und Informatiker. Er war Chief Technology Advisor bei IBM in Forschung und Entwicklung und lehrte und forschte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Sein besonderes Anliegen ist die verständliche Vermittlung aktueller technologischer Entwicklungen und die Diskussion der damit verbunden gesellschaftlichen und philosophischen Herausforderungen auch jenseits der Expertenkreise.

Kostenbeitrag: 10 Euro,
inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

Wann: Samstag, 13.02.2027, 10:30 Uhr

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: die Anstifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


Die liberalen westlichen Demokratien hatten ihre Hoch-Zeit während der ersten Nachkriegsjahrzehnte, als sich der Klassenkonflikt zum Verteilungskonflikt gemäßigt hatte und sich in nahezu allen westlichen Ländern wirtschaftsnahe konservative und sozialdemokratisch orientierte Parteien gegenüber standen. Der Erfolg des Neoliberalismus mit seiner Politik der Alternativlosigkeit führte zunächst zum Rückgang der Wahlbeteiligung, zu Entpolitisierung und Resignation breiter Bevölkerungsgruppen. Das hat sich geändert: Beispielhaft Donald Trump in den USA, aber auch die rechtspopulistischen Parteien Europas treten mittlerweile als Rächer der missachteten und gekränkten Massen auf und feiern spektakuläre Wahlerfolge.

Der Vortrag wird den Aufstieg des Rechtspopulismus nicht aus der üblichen Perspektive gesellschaftlichen Strukturwandels erklären, sondern sich auf die politische Logik des Niedergangs demokratischer Repräsentation konzentrieren und den Aufstieg eines neuen, als affektive Gegenmobilisierung charakterisierten Repräsentationstyps beschreiben. Die These wird lauten, dass die damit verbundene Transformation der Demokratie zur autoritären Führerdemokratie nur durch die Wiederbelebung und Repolitisierung demokratischer Kontroversen um das Gemeinwohl aufzuhalten sein wird.

Winfried Thaa, Prof. em. für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Trier. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Zusammenbruch des Sozialismus sowjetischen Typs, zum politischen Denken Hannah Arendts und zu Fragen der politischen Repräsentation.

Kostenbeitrag: 10 Euro, inkl.
Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

Wann: Samstag, den 27. Februar 2027, 10:30h

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: Die Anstifter


Mit „Situation und Konstellation“ hat Hartmut Rosa ein Buch vorgelegt, das den interessanten Versuch unternimmt, die beiden Denkströmungen Kritische Theorie und Phänomenologie zusammenzudenken. Wir wenden uns zunächst dem Inhalt des Buchs zu und erkunden, was uns die phänomenologische Differenzierung von Situation und Konstellation über unser alltägliches Leben und die Politik zu sagen hat. Zudem sprechen wir aber über die historische Entwicklung der beiden einflussreichen philosophischen Großschulen von Kritischer Theorie und Phänomenologie. Im aktuellen Diskurs werden immer mehr die Verbindungslinien dieser beiden Ansätze gesucht, um die historisch bedingte gegenseitige Nichtbeachtung, bis hin zur Feindschaft, zu über winden.

Jonathan Lübke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ethikzentrum der Universität Tübingen und forscht zu Nachhaltiger Entwicklung sowie zur Phänomenologie.

Kostenbeitrag: 10 Euro,
inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

Wann: Samstag, 20. März 2027, 11h

Wo: Treffpunkt: Museum Hegel-Haus Idealistischer Stadtspaziergang mit Frank Ackermann

Wer: Die Anstifter


Der Schiller und der Hegel, der Schelling und der Hauff… Diese Verse sind weithin bekannt, aber wenig bekannt sind die Orte, an denen die Genannteneinst in Stuttgart wohnten.

Wir beginnen diesen idealistischen Stadtspaziergang am Museum Hegel-Haus, kommen vorbei an Schillers „Räuber-Höhle“ und an dem Gasthof, in dem Goethe sein „Wanzenabenteuer“ hatte.


In der Königstraße wurde Gustav Schwab geboren hier starb der Dichter und Musiker C. D. F. Schubart, und Hölderlin hatte hier seine dichterisch fruchtbarste Zeit (u.a. die Elegien „Stuttgart“ und „Der Gang aufs Land“).


Einen realistischer Kontrapunkt bildet schließlich der Gasthof „Bären“, in dem Casanova arretiert wurde – was ihn zu seiner „Flucht aus Stuttgart“ zwang. „Die Flucht war schwierig“, schrieb er, „aber nicht so schwierig wie die Flucht aus den venezianischen Bleikammern“….


Der Spaziergang endet im Museum Hegel-Haus, wo es im historischen Gewölbekeller ein ausklingendes Glas Hegel-Wein geben wird.


Dauer des Rundgangs: ca. 1,5 Stunden


Anmeldung bei Bernd Möbs 0711/2624117 oder

www.bernd-moebs.de


Kostenbeitrag: 19 Euro

Eine Ermunterung:
Unverfroren. Huhu, ich bin’s, unser Konto: 18
Bank: GLS-Bank, BLZ 430 609 67, KNr 7000 582 701 – Die AnStifter
IBAN: DE31 4306 0967 7000 5827 01, BIC: GENODEM1GLS

Wann: Donnerstag, den 1. April, 19h

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: Die AnStifter


Das Recht des Individuums auf persönliche Freiheit zieht sich wie ein roter Faden durch Hegels Werk. GFW war einer der wenigen ersten, der auf der Betonung der Selbstbestimmung fast seine ganze Philosophie begründete. „Philosophen der Freiheit“ fehlen heute, jammert der Kabarettist. Vieles in Hegels beruflichem und privatem Leben war durch Unstetigkeit und Geldmangel gekennzeichnet – wie bei Grohmann! Abwechselnd verdingte er sich als Journalist, Redakteur und Pädagoge.

Kostenbeitrag: 10 Euro

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.