31. Oktober 2026
18:00 - 20:00

Die jugendlichen Teilnehmenden der diesjährigen internationalen Jugendbegegnung „Campo della Pace“ in Sant`Anna di Stazzema treffen sich im Herbst 2026 noch einmal zur Refelxion des Friedenscamps in Stuttgart.
Sie beschäftigen sich im Nachbereitungsseminar (28.10.2026 bis 01.11.2026) mit der gescheiterten juristischen Aufarbeitung des Massakers von Sant`Anna di Stazzema in Deutschland und besuchen die damit verbundenen Schauplätze in Stuttgart.

Am 31. Oktober gestalten sie gemeinsam mit dem Team eine öffentliche Veranstaltung im Hotel Silber und präsentieren dort auch die Ergebnisse ihrer kreativen Workshops.
Es gibt Gelegenheit mit den Teilnehmenden aus Italien und Deutschland und mit dem Begleitungsteam ins Gespräch zu kommen.

Sprachen: Italienisch und Deutsch mit Übersetzung
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Eintritt frei, Spenden willkommen

Veranstalter:innen: Die AnStifter, Naturfreundejugend Württemberg, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber, Haus der Geschic

Wann: Samstag, 07.11.2026, 10:30 Uhr

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


Künstliche Intelligenz verändert, wie wir Entscheidungen treffen – doch wie viel Vertrauen ihr dabei geschenkt wird, fällt sehr unterschiedlich aus. Bei Sachfragen, etwa in der medizinischen Diagnostik, zeigt sich häufig ein Untervertrauen in KI-Systeme, wodurch das Potenzial einer sinnvollen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine oft ungenutzt bleibt. Bei moralischen Fragen hingegen ist eher ein Übervertrauen zu beobachten: Menschen verlassen sich stark auf die Einschätzungen der KI und geben dadurch Verantwortung ab – ein Phänomen, das als „moral offloading“ bezeichnet wird.

Der Vortrag stellt diese gemischte Evidenz vor, erörtert psychologische Erklärungsansätze für dieses widersprüchliche Vertrauensverhalten und beleuchtet die normativen Implikationen. Abschließend werden Möglichkeiten diskutiert, wie sich Vertrauen in KI gezielt und situationsangemessen kalibrieren lässt.

Matthias Uhl ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialethik an der Universität Hohenheim. Er forscht u. a. zur Ethik der Künstlichen Intelligenz und zur Ethik der Mensch-Maschine-Interaktion.

Kostenbeitrag: 10 Euro, inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

Mit Dorothea Baltzer, Frank Ackermann und Frank Eisele am Akkordeon

Wann: Dienstag, 10. November 2026, 19:00 Uhr

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


Schillers zentrales Thema war die Freiheit, verbunden mit bürgerlichen Grundrechten und der Menschenwürde. So ließ er seine Helden Karl Moor gegen die willkürlichen Repressionen des damaligen Feudalsystems kämpfen. Und als ihm daraufhin der tyrannische Herzog Carl Eugen das Dichten verbot und mit Festungshaft drohte, nötigte ihn dies im Alter von 22 Jahren zu seiner Flucht aus Stuttgart. „Die Räuber kosteten mir Familie und Vaterland“, schrieb Schiller rückblickend. Er hatte sich für die Kunst und die Freiheit entschieden, und sein schwerer Weg als Flüchtling und Asylant führte ihn bekanntlich nach Weimar, wo er zum Klassiker wurde.

Bei unserem Schiller-Abend spannen wir einen weiten  Bogen von der Stuttgarter Sturm-und-Drang-Zeit bis zu seinen unverwüstlichen Balladen („Der Ring des Polykrates“, „Der Handschuh“, „Der Taucher“), die er im Wettstreit mit Goethe schuf.

Und zuletzt darf auch sein Gedicht „An die Freude“ nicht fehlen, das in der Vertonung Beethovens zur Europahymne wurde: „Diesen Kuss der ganzen Welt…“

Dorothea Baltzer (Schauspielerin & Sprecherin), Frank Ackermann (Philosoph & Schriftsteller) und der Akkordeonist Frank Eisele machen seit Jahren literarisch-musikalische Bühnenprogramme.

Kostenbeitrag: 15 Euro

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

Hier Anmelden: Philosophisches Café 10.11.2026 19:00 Uhr Hegelhaus – Formular ausfüllen

Frank Ackermann:
Kant und seine Kritik der drei Gottesbeweise

Zu Kants bekanntesten und folgenreichsten Leistungen gehört seine Kritik der drei klassischen Gottesbeweise. Heinrich Heine meinte dazu, dass seitdem „der Oberherr“ der Welt unbewiesen in seinem Blute schwimme.“ An drei Abenden werden diese Beweise und Kants Kritik vorgestellt.

Der ontologische Gottesbeweis
Montag, 21. Sep. 26, 18 – 19.30h

Der kosmologische Gottesbeweis
Montag, 19. Okt. 26, 18 – 19.30h

Der psychotheologische Gottesbeweis
Montag, 16. Nov. 26, 18 – 19.30h

Wann: Samstag, 21.11.2026, 10:30 Uhr

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


Horror hat sich als ästhetische Gattung im Gefolge der Aufklärung entwickelt und thematisiert das, was in unserer lebendigen Vernunft lauert und weder lebendig noch vernünftig ist. Zu einer neuen Blüte gelangt die Gattung derzeit vor allem im Bereich des Films: Horrorfilme wie Sinners gingen mit einem Rekord an Oscar-Nominierungen ins Rennen, Get Out gewann diese Auszeichnung schon vor Jahren und selbst auf den Filmfestspielen in Cannes wurde mit Titane ein Film dieser Gattung prämiert.

Die These des Vortrags lautet, dass der Horrorfilm angesichts der Polykrisen der Gegenwart (Klimawandel, Kriege, Erosion der Grundlagen westlicher Demokratien) eine der zentralen Kunstgattungen der Gegenwart ist: Im Medium einer affektiven, wie kognitiven Attacke auf die Körper der Zuschauer lässt er etwas erfahrbar werden, was einerseits konstitutiver Teil unserer Rationalität ist, andererseits etwas ist, mit dem wir uns lieber nicht auseinandersetzen wollen. Der Vortrag wird Grundbestimmungen der Gattung vorstellen und einige Klassiker des Genres wie jüngere Filme kommentieren.

Daniel Martin Feige ist Professor für Philosophie und Ästhetik an der „Staatlichen Akademie der Bildenden Künste“ in Stuttgart.  Jüngste Buchveröffentlichungen: „Kritik der Digitalisierung“, 2024 erschienen im Meiner-Verlag und „John McDowell zur Einführung“, 2025 erschienen im Junius-Verlag. Derzeit bereit er ein Buch zur Ästhetik des Horrors vor.

Kostenbeitrag: 10 Euro, inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.

2. Dezember 2026
19:00 - 21:00

Referent: Dr. Jan Busse

Moderation: Jörg Armbruster

Wann: Mittwoch, 02.12.2026, 19 – 21 Uhr,
Eintritt: 5€ (Ermäßigung möglich)

Wo: Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart, Königstr. 7

Wer: Die AnStifter
in Kooperation mit pax christi, dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart; mit Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg


Ein mehr als brüchiger Waffenstillstand beendete Anfang Oktober 2025 den nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 begonnenen israelischen Krieg gegen Gaza. Der Gazastreifen ist weitgehend aus dem Fokus der Berichterstattung verschwunden, obwohl israelische Angriffe seitdem laut Vereinten Nationen mehr als 1.100 Todesopfer gefordert haben, die Infrastruktur – Kliniken, Schulen, Landwirtschaft – in Gaza vollkommen durch die Angriffe und gezielte Sprengungen zerstört ist, Israel weiterhin Hilfslieferungen einschränkt und den Lebensraum der palästinensischen Bevölkerung noch weiter eingeschnürt hat. Ein dringend nötiger Wiederaufbau steht weiterhin aus.

Im Schatten des Gazakrieges und danach hat im Westjordanland die Gewalt militanter Siedler zusammen mit einer massiven Ausweitung des Siedlungsbaus zu einer beispiellosen Verschärfung der Lage geführt.

Der völkerrechtswidrige Krieg der USA und Israels gegen den Iran wurde mit einem äußerst wackeligen Waffenstillstand mit wechselseitigen Attacken nur vorübergehend „eingefroren“ und flammt immer wieder auf. Ob substantielle Verhandlungen zum Erfolg führen können, ist zweifelhaft. In jedem Fall bedeutet die Blockade der Straße von Hormus eine schwere Erschütterung für die Weltwirtschaft.

Bei den für Ende Oktober angesetzten Parlamentswahlen in Israel ist ein Regierungswechsel nicht ausgeschlossen. Inwieweit dies auch zu einem Wandel im Umgang mit diesen Konflikten führen kann, bleibt offen.

Unklar bleibt daher, wie eine dauerhafte Regelung dieser Konflikte gelingen kann, damit die Menschen in Israel, Palästina aber auch im Libanon, Syrien und Iran dauerhaft in Frieden und Sicherheit leben können.

Dr. Jan Busse, Nahost-Experte, arbeitet mit einem Schwerpunkt auf Internationale Politik und Konfliktforschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität der Bundeswehr in München.
Zusammen mit Muriel Asseburg hat er das Buch „Der Nahostkonflikt: Geschichte, Positionen, Perspektiven (Verlag C.H. Beck)“ verfasst, das mittlerweile in der 14. aktualisierten Auflage vorliegt. 

Jörg Armbruster, Journalist, war bis Ende 2012 Korrespondent der ARD für den Nahen und Mittleren Osten.

(Stand 01.10.26)

6. Dezember 2026

Wann: Sonntag, 06.12.2026, 13:30 Uhr

Wo: Theatherhaus Stuttgart

Wer: Die AnStifter


Verleihung des FriedensPreises und des JugendPreises der AnStifter

Merken Sie sich diesen Termin vor: Am 6. Dezember 2026 um 13:30 Uhr laden Die AnStifter zur feierlichen Verleihung des FriedensPreises und des JugendPreises der AnStifter ins Theaterhaus Stuttgart ein. Die Auszeichnungen würdigen Menschen, Projekte und Initiativen, die sich in besonderer Weise für Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und Zivilcourage engagieren.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Weitere Informationen folgen in Kürze.

Wann: Freitag, 11. Dezember, 19h

Wo: Hospitalhof, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Wer: Die Anstifter


Am 3. September 1786, morgens um drei, schlich sich Goethe aus Karlsbad fort, wo er kurz zuvor im Kreis der Weimarer Hofgesellschaft seinen 37. Geburtstag gefeiert hatte. Es war eine Flucht und erst zwei Monate später meldete sich der Dichter bei seinen Freunden und gab seinen Aufenthaltsort bekannt: Rom.


Fast zwei Jahre blieb Goethe fort und erlebte in Rom eine Wiedergeburt als Mensch und Künstler, so dass er im hohen Alter bekannte: „Ja, ich kann sagen, dass ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen; ich bin, mit meinem Zustand in Rom verglichen, eigentlich nachher nie wieder froh geworden.“
Ein Glanzlicht in Goethes Reisebericht ist seine lebhafte Schilderung des Römischen Karnevals: Sie bildet den Abschluss unseres Programms, das auch nach Neapel und Sizilien führt – und entführt…

Dorothea Baltzer (Schauspielerin und Sprecherin), Frank Ackermann (Philosoph und Schriftsteller) und Frank Eisele (Akkordeon) machen als Trio seit Jahren literarische Bühnenprogramme.

16. Dezember 2026
17:00 - 19:00

Wir laden herzlich ein! 

Am 16. Dezember wird unser Adventsfenster in der DenkMacherei zum Treffpunkt für Nachbar:innen, Freund:innen und alle, die Lust auf einen gemütlichen und zugleich politischen Adventsabend haben.

Gerade in der Adventszeit möchten wir daran erinnern, was uns als Gesellschaft verbindet: Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Frieden und Demokratie. Werte, die nicht selbstverständlich sind und für die es sich jeden Tag einzusetzen lohnt.

Wir wünschen uns zu Weihnachten eine Welt, in der diese Grundwerte für alle Menschen gelten – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Lebensweise. Weihnachten ist für uns auch ein Fest der Hoffnung, des Friedens, der Mitmenschlichkeit und des Miteinanders. Und deshalb wollen wir unser Adventsfenster nutzen, um zusammenzukommen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für Demokratie und Menschenrechte zu setzen.

Von 17:00 bis 19:00 Uhr erwarten euch:

☕ Punsch und Lebkuchen
📖 Politische Texte von Peter Grohmann
🎸 Gitarrenmusik zum Mitsingen
💬 Zeit für Begegnung und Gespräche

Kommt vorbei, singt mit, hört zu, diskutiert und wärmt euch bei einem Punsch auf.

Wir freuen uns auf euch! ❤️
Die AnStifter – Adventsfenster Nr. 16

📍 DenkMacherei, Werastraße 10, Stuttgart

Wann: Samstag, 30.01.2027, 10:30 Uhr

Wo: Hegel-Haus

Wer: die AnStifter e.V. Museum Hegel-Haus, StadtPalais – Museum für Stuttgart


In Anlehnung an die Idee des Films Powers of Ten von Charles und Ray Eames unternehmen wir eine Reise mit Bildern nach beiden Seiten unserer Lebenswirklichkeit: Auf der einen Seite bis in die Tiefen des Mikrokosmos jenseits der Atombausteine;
auf der anderen Seite hinaus und zurück bis an die Enden und den Anfang des Universums nach dem Standardmodell der Kosmologie. Dabei wird jeweils auch der aktuelle Stand der Forschung mit einbezogen. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Martin Welsch, Jahrgang 1954, ist Physiker und Informatiker. Er war Chief Technology Advisor bei IBM in Forschung und Entwicklung und lehrte und forschte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Sein besonderes Anliegen ist die verständliche Vermittlung aktueller technologischer Entwicklungen und die Diskussion der damit verbunden gesellschaftlichen und philosophischen Herausforderungen auch jenseits der Expertenkreise.

Kostenbeitrag: 10 Euro,
inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Die Anmeldung ist erst ab 5 Tagen vor der Veranstaltung möglich.