Wann: Samstag, den 3. April 2027, 10:30h

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: Die AnStifter


Mit den Eroberungen Alexanders des Großen begann im 4. Jahrhundert v. Chr. die Epoche des Hellenismus. An die Stelle der vertrauten, überschaubaren Stadtstaaten traten von Königen regierte Territorialstaaten. Den Griechen erschlossen sich da durch ganz neue Welten. Viele zog es in die Ferne, doch viele fühlten sich in den neuen Verhältnissen unsicher, wandten sich von der Politik ab und suchten im Privaten nach neuen Orientierungen. Diese fanden sie in der Philosophie und in der Religion. Die Philosophie fragte dabei nicht mehr wie in den Zeiten Platons nach dem besten Staat, sondern nach dem Glück des Einzelnen. Und in der Religion fanden zunehmend Kulte aus dem Orient Anklang, die anders als die alten griechischen Staatsgötter persönliche Erfüllung und spirituelle Erbauung versprachen – eine der Voraussetzungen für den späteren Siegeszug des Christentums. Der Vortrag schildert das faszinierende Spannungsverhältnis zwischen Globalisierung und Isolierung in einer prägenden Phase der Weltgeschichte.


Holger Sonnabend lehrt Alte Geschichte an der Universität Stuttgart. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Antike, u.a. „Nero. Inszenierung der Macht“ (2016), „Tiberius. Herrscher ohne Volk“ (2021), „Aufstieg und Fall großer Reiche“ (2022), „Die Antike in Berlin“ (2026).


Kostenbeitrag: 10 Euro
inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf

Wann: Samstag, den 17. April 2027, 10:30h

Wo: Museum Hegel-Haus

Wer: Die AnStifter


Nachdem infolge der napoleonischen Kriege die Universität Jena geschlossen wurde und Hegel da mit seine Professorenstelle verloren hatte, wurde er Gymnasiallehrer in Nürnberg. In dieser Zeit (1808 –1816) arbeitete er weiter an seinem System der philosophischen Wissenschaften und unterrichtete es seinen Gymnasiasten – von der Unterklasse bis zur Oberklasse. Dazu fertigte Hegel spezielle Hefte an, und insbesondere das Heft zur Rechts- und Moralphilosophie ist überraschend gut und verständlich geschrieben.


Im Kern sind darin seine „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ (1821) enthalten, dasjenige seiner Werke, welches die größte Wirkung erzielte.

Der für seine Gymnasiasten geschrieben Text kann insofern als Einführung in Hegels praktische Philosophie gelten.


Kostenbeitrag: 10 Euro
inkl. Kaffee/Brezeln oder Hefezopf