Wann: 2. Oktober 2026, 19h
Wo: Humanistisches Zentrum, Mörikestr. 14, 70178 Stuttgart
Wer: die AnStifter, Humanistisches Zentrum
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt von Beteiligung, vom offenen Streit der Argumente und vom Vertrauen in Institutionen. Doch sie gerät zunehmend unter Druck – durch Polarisierung, gezielte Desinformation und eine wachsende Gleichgültigkeit gegenüber politischen Prozessen.
Für Hannah Arendt war politische Teilhabe kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass Freiheit überhaupt erfahrbar wird. Aber Freiheit ohne Rechtsstaatlichkeit, ohne Gewaltenteilung und ohne den Schutz von Minderheiten bleibt leer. Ebenso bleibt Demokratie ohne engagierte Bürgerinnen und Bürger fragil. Sie ist kein Zustand, den man einmal erreicht und dann besitzt – sie ist eine fortwährende Aufgabe.
Der Vortrag zeigt, warum es heute entscheidend ist, demokratische Werte aktiv zu verteidigen: durch klare Haltung, durch respektvollen Diskurs und durch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Denn Demokratie lebt nicht vom Zuschauertum, sondern vom Mitmachen – und Freiheit braucht Menschen, die sie schützen.
Alessandro Bellardita ist Strafrichter in Karlsruhe, Krimiautor und Journalist. Er ist Mitglied des PEN-Deutschland, beschäftigt sich mit gesellschaftspolitischen Themen und schreibt für deutsche und italienische Medien.
