Anmerkungen zum Ende der Weimarer Republik
So, 1. März 2026, 11:00 h, Württ. Kunstverein Stuttgart, Schloßplatz 2
Mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 endet die Weimarer Republik, und es beginnt die nationalsozialistische Diktatur – so jedenfalls das weit verbreitete Bild. Tatsächlich war die Zerstörung der ersten deutschen Demokratie nicht das Ergebnis einer einzigen Entscheidung. Sie begann schon Jahre davor. Die Wahl des Monarchisten und Antidemokraten Hindenburg zum Reichspräsidenten im Jahr 1925 entpuppte sich als erster großer Schritt auf diesem Weg. Mit der Errichtung eines Präsidialregimes von Hindenburgs Gnaden begann bereits 1930 die – mutwillig herbeigeführte – Schwächung des Parlaments. Sie war der Anfang vom Ende der Demokratie.
Demokratien werden meist nicht an einem Tag zerstört, und manchmal sind die ersten Schritte schwer zu erkennen. Wachsamkeit ist das Gebot der Stunde. Besonders heute, wo in den USA bereits ein Donald Trump Präsident ist und in Deutschland eine Partei mit rechtsextremistischem Gedankengut Erfolge feiert.
Vortrag und Diskussion
Eintritt frei | Spende erbeten
Eine Veranstaltung der AnStifter und des Württ. Kunstvereins Stuttgart
Kurz vor der Wahl: Eine Anmerkung
Wahlen entscheiden über das Schicksal von Demokratien. Das ist heute wieder so bewusst, wie lange nicht. Kommen die Falschen in höchste Ämter, können Demokratien scheitern. Im April 1925 wählen die Deutschen Paul von Hindenburg zu ihrem Reichspräsidenten und legen damit eine Zeitbombe, die 1933 mit zerstörerischer Gewalt explodieren sollte. Wolfgang Niess zeigt, wie es dazu kam, und warum Hindenburg zum Totengräber der ersten deutschen Demokratie wurde.“