Wann: Montag, Oktober 2026 19.30 Uhr
Wo: Theaterhaus Stuttgart Siemensstrasse 11 70469 Stuttgart
Wer: Petra Bewer Reiner Graner Sandrine Kirschenbilder
Mit Prof. Dr. Frank Brettschneider, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Hohenheim.
Wahlergebnisse und Umfragen lassen keinen Zweifel. Das jahrzehntelang gewohnte Parteiensystem in Deutschland löst sich auf: Die lange stabile Struktur mit CDU/CSU und SPD als Haupttaktgeber ist Geschichte. In Deutschland vollziehen sich tiefgehende soziale, gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Entwicklungen. Angst vor einer „Zukunft der Katastrophen“ macht sich breit. Immer mehr BürgerInnen zweifeln daran, dass die bisher tonangebenden Parteien die richtigen Antworten darauf haben. Der einstige Glaube an Wohlstand durch Wachstum nimmt rapide ab. Gleichzeitig steigen die Verlustängste.
„Wir schaffen das“, das war einmal. Die Erfolge der AfD sind das augenfällige Resultat dieser gesamtgesellschaftlichen Stimmung. Doch: Keine Angst vor Populisten. Die Demokratie ist durchaus widerstandsfähig. Der Glaube an ihre Steuerungsfähigkeit kann wiederbelebt werden. Doch das geht nur durch konkrete Erfahrungen von Fortschritt. Und das braucht mehr Bürgernähe und Bürgerbeteiligung.
Unser Gast, Frank Brettschneider, wird mit aktuell erhobenen Daten die politische Stimmung
in Deutschland analysieren und einordnen und die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin einbeziehen.
Er erläutert die neuesten Zahlen aus seinem „Demokratie-Monitor 2026“, einer repräsentativen, bundesweiten Umfrage. Wir freuen uns, mit ihm einen Gesprächspartner gewonnen zu haben, der sich wissenschaftlich mit der Frage befasst, was die Demokratie für die BürgerInnen wieder attraktiv macht.
Moderation Rudolf Rauschenberger, Journalist, ehem. Studioleiter des ZDF-Landesstudios Baden-Württemberg.
