Sonntag, 15. Februar 2026, 14.30 – 17 Uhr, Treffpunkt Parkplatz Zeppelingymnasium (Neckarstraße 149, U- Bahn Haltestelle Stöckach)
Vor 93 Jahren, am 15. Februar 1933, hielt der neu ernannte Reichskanzler Hitler im Rahmen einer Wahlkampftour für die bevorstehenden Reichstagswahlen eine Rede in der Stuttgarter Stadthalle. Diese wurde sowohl reichsweit im Rundfunk als auch auf den Stuttgarter Marktplatz übertragen. Vier junge Antifaschisten, Wilhelm Bräuninger, Alfred Däuble, Hermann Medinger und Eduard Weinzierl, beendeten die Übertragungen vorzeitig, indem sie die entsprechenden Kabelverbindung mit einem Beil durchschlugen. Diese Tat ging als „Stuttgarter Kabelattentat“ in die Geschichte ein..
Der Rundgang zum Jahrestag führt – auf den Spuren der vier mutigen jungen Männer und ihres antifaschistischen Umfelds – zu den damaligen Schauplätzen im Stuttgarter Osten. An vier Stationen werden Ablauf und Hintergründe der Widerstandstat durch eingespielte O-Töne der Beteiligten Eugen Waller, Willi Bohn, Hermann Medinger und Alfred Däuble authentisch geschildert. Er endet in der Werderstraße, wo das „Attentat“ damals stattfand. (Heute stehen dort die Sendergebäude des SWR). Die Teilnahme am Rundgang ist kostenlos.
Gudrun Greth schreibt und forscht seit vielen Jahren zum Arbeiterwiderstand im Stuttgarter Osten, Ebbe Kögel ist Heimatforscher in Stetten im Remstal, dem Heimatort des an der Aktion beteiligten Hermann „Mendel“ Medinger (1900 – 1979).
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erbeten unter: , ist aber keine Bedingung.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Stolperstein-Initiative Stuttgart Ost, David-Pfeffer-Geschichtswerkstatt Stetten, Allmende Stetten und Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber.
