Framing formt, wie wir Informationen verstehen und bewerten. Der Begriff leitet sich vom englischen „frame“ („Rahmen“) ab und beschreibt, wie Themen durch sprachliche und rhetorische Mittel in einen bestimmten Bedeutungskontext gesetzt werden. In Politik und Medien wird Framing gezielt eingesetzt, um Deutungen zu lenken. Manche Perspektiven werden betont, andere ausgeblendet. Ob von „Asyltouristen“ oder „Asylsuchenden“ die Rede ist oder von „Frauen“ oder „FLINTA“ – die Wortwahl prägt, wie wir über Menschen und Themen denken.
Was erwartet dich?
Du arbeitest mit Beispielen aus Politik und Medien zu Rechtsextremismus, Rassismus, Klimakrise und Antifeminismus. Du erkennst, wie Framing funktioniert, welche Wirkung es entfaltet und wie du es reflektiert einsetzen oder dekonstruieren kannst.
Zentrale Fragen
Wie beeinflusst Framing unsere Wahrnehmung von politischen und gesellschaftlichen Themen? Welche sprachlichen Strategien werden genutzt, um Interpretationen zu steuern? Wie können wir Framing erkennen und kritisch hinterfragen?
Für wen?
Der Workshop richtet sich an alle, die sich für die Macht der Sprache interessieren. Er eignet sich für Menschen aus politischen, beruflichen und ehrenamtlichen Kontexten. Vorkenntnisse brauchst du nicht.
Warum solltest du teilnehmen?
Framing prägt Debatten und Entscheidungen. Wer es versteht, kann gezielt gegen manipulative Sprachmuster vorgehen und selbst bewusster kommunizieren. Du erhältst Werkzeuge, um Medienbotschaften kritisch zu lesen und eigene Aussagen klarer und fairer zu gestalten.
Mit wem?
Caro Scholz, Politik- & Islamwissenschaftler*in, Bildungsreferent*in und Aşkın-Hayat Doğan, Diversity- & Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader, Autor
