Mittwoch 25.02.2026 um 20:00 Uhr,
Eintritt 14,50 Euro
Renitenztheater
Büchsenstraße 2670174 Stuttgart
In Zeiten der Dauerkrisen, in der negative Nachrichten und Resignation alles zu dominieren scheinen, ist Renitenz wichtiger denn je – die Kunst der Aufmüpfigkeit, des Protests und Widerstands. Das alles wird derzeit dringend gebraucht. Denn wenn niemand mehr zu widersprechen wagt, alle nur noch hinnehmen, was ihnen vorgesetzt wird, dann schlittern wir in die nächste Katastrophe.
Aber wie wird man richtig renitent? Also nachhaltig aufmüpfig und erfolgreich widerständig? Wie entwickelt man den nötigen langen Atem, ein dickes Fell und das notwendige Herzblut? Wie bleibt man dabei fair und verliert nicht den Spaß am Streit und der Debatte? Das alles lässt sich lernen: Wir müssen nur unsere Gleichgültigkeit ablegen und uns trauen, unbequem zu sein, anzuecken und aufzumucken. Einfach öfter mal „Nein“ sagen! Im Job, auf der Straße, in der Politik. Fair, nicht fies. Fröhlich statt verbittert.
An diesem Abend wollen wir über Renitenz reden und diskutieren, wie Aufmüpfigkeit und Widerstand gelingen können – in Politik, Medien, Gesellschaft. Wir wollen darüber sprechen, warum es Parteirebellen oft so schwer haben, sie aber unersetzlich sind für die Demokratie. Wir zeigen, warum Medien nicht immer neutral sein müssen und warum Klickzahlen nicht alles sind. Und wir wollen den Spaß nicht vergessen – denn Humor kann eine Waffe des Widerstands sein, aufmüpfig, bissig und frech.
Anna Hunger (*1980), Chefredakteurin der „Kontext: Wochenzeitung“ aus Stuttgart, widersetzt sich regelmäßig dem Herdentrieb ihrer Branche. „Kontext“ setzt eigene Themen, inhaltlich stets kritisch, im Ton oft schärfer als andere Medien und immer ein bisschen krawallig. Das gefällt nicht allen: Immer wieder wird die Zeitung für ihre Berichterstattung angezeigt, nicht zuletzt aus den Reihen der AfD.
Dietrich Krauß (*1965), Journalist und Autor, ist einer der führenden Köpfe hinter der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“. Seit vielen Jahren arbeitet der promovierte Politikwissenschaftler humoristisch, früher als Kabarettist, heute vor allem hinter den Kulissen der „Anstalt“. Immer wieder legt die Sendung den Finger in die Wunde, führt die Mächtigen vor und zieht so auch schon mal den Zorn der Politik auf sich.
Paul Starzmann (*1982), freier Journalist aus Berlin, schreibt über deutsche und internationale Politik sowie über Gesellschaftsthemen. Er ist Autors des neuen Buchs „Mut zum Unmut“ über die Kraft der Renitenz (Ko-Autor: Matthias Meisner). Seine „Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit“ ist eine Mischung aus Sachbuch, Ratgeber und Streitschrift und richtet sich an alle, die unzufrieden sind mit den Verhältnissen, aber wissen, dass es besser geht.
