Stadtspaziergang
Jüdische „Displaced Persons“ im Stuttgarter Westen

Do, 3. November 2022, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr
VVS Bushaltestelle Leipziger Platz (stadtauswärts), Leipziger Platz, 70197 Stuttgart (West)
Veranstalter: Buch & Plakat, Werastr. 49, 70190 Stuttgart, Tel. 0711 24 6238, E-Mail: kontakt@buch-plakat.de
Wichtiges:

Der Vormarsch der alliierten Truppen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges brachte in Etappen Häftlingen aus Konzentrationslagern und Zwangsarbeiter/-innen die Freiheit. Viele hatten ihre ehemalige Heimat verloren und waren sogenannte „Displaced Persons“ geworden. Für sie schuf die alliierte Militärverwaltung Lager, in denen diese Holocaust-Überlebenden, die häufig traumatisiert waren, versorgt werden konnten.

Ein solches Lager befand sich u.a. in der oberen Reinsburgstraße in Stuttgart. Lange Zeit unbekannt geblieben ist auch die Geschichte des Auschwitz-Überlebenden Samuel (= Shmuel) Danziger, der einen Tag nach seiner Ankunft in diesem Lager bei einer Razzia von der deutschen Polizei erschossen wurde. Inzwischen konnte der Täter dank der engagierten Arbeit zweier Forscherinnen identifiziert werden. Die Gebäude sind bis heute komplett erhalten, doch bis vor kurzem erinnerte nichts an ihre Geschichte. Dies änderte sich am 11. April 2018 mit der Einweihung einer kleinen Gedenkstätte. Den Stadtspaziergang leitet Robert Tetzlaff.

Treffpunkt: VVS-Bushaltestelle Leipziger Platz (stadtauswärts), 15 Uhr,  Teilnehmerbeitrag: 10,-EUR/Person (zahlbar vor Ort).

Im Rahmen von „Kultur für Alle“ werden zwei Freikarten für Inhaber/-innen der BonusCard + Kultur zur Verfügung gestellt. Bitte bei der Anmedlung angeben.

Eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung möglich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Bitte beachten Sie die am Veranstaltungstag gültigen Coronabestimmungen.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Aktion 30 Tage im November – vom Wert der Menschenrechte statt!

Verschlagwortet mit: führung, Geschichte, Holocaust, Nationalsozialismus, Stadtspaziergang, Zusammenleben