Smart City – Plattform-Kapitalismus oder digitale Selbstorganisation?

Do, 2. April 2020, 19:30 Uhr
Württembergischer Kunstverein (wkv), Schloßplatz 2, 70173 Stuttgart
Veranstalter: Hannah-Arendt-Instituts für politische Gegenwartsfragen Stuttgart (HAIS), attac Schorndorf, die AnStifter, in Kooperation mit dem Württembergischen Kunstverein Stuttgart (WKV)
Wichtiges:

Mit Felix Gnisa, M.A., Universität Jena, Institut für Soziologie

Je mehr digitale Vernetzungsmöglichkeiten es gibt, desto mehr Plattformen werden genutzt: Facebook, Airbnb, Uber, Youtube u.w.m.

Die haben alle nix – außer ihren Plattformen, deren Nutzung auch noch umsonst ist. Und doch wissen wir, dass hinter diesen Plattformen ertragreiche Unternehmen stehen, überdies häufig mit einer monopolähnlichen Marktmacht. Wie funktioniert dieses Geschäftsmodell und auf welchen Ausbeutungsstrukturen von Beschäftigten / Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen beruht es? Und nicht zuletzt: Wie steht es um die Perspektiven von Gegenmacht?

Eine Veranstaltungsreihe des Hannah-Arendt-Instituts für politische Gegenwartsfragen Stuttgart (HAIS), attac Schorndorf, die AnStifter Stuttgart und in Kooperation mit dem Württembergischen Kunstverein Stuttgart (WKV)

Alle Termine im Überblick:

Fr, 10. Januar 2020, 19:30 Uhr: Smart City – Smart Citizen?

Fr, 21. Februar 2020, 19:30 Uhr: Smart City – „Das jesuitische Prinzip“ – Herrschaft über Kommunikation in der digitalen Moderne

Fr, 6. März 2020, 19:30 Uhr: Smart City – Wohin geht der „Auspuff“ der digitalen Netze

Do, 2. April 2020, 19:30 Uhr: Smart City – Plattform-Kapitalismus oder digitale Selbstorganisation?

Weitere Termine tba.

Ist die Digitalisierung der Gesellschaft eine durch Globalisierung und Standortwettbewerb erzwungene technologische Innovation, an die wir uns als Bürgerinnen und Bürger schlichtweg anzupassen haben? Die zu neuen Spaltungen innerhalb unseres Gemeinwesens und insbesondere auch in der Arbeitswelt führt? Oder handelt es sich um eine soziale Innovation, die wir Bürger und Bürgerinnen unseren Zwecken und Interessen gemäß mit ausgestalten? Unübersehbar ist die anfängliche Euphorie bezüglich mehr Demokratie und Partizipation umgeschlagen in Ernüchterung: Fünf Konzerne beherrschen weltweit den Markt der Digitalisierung und gestalten ihn ihren Gewinninteressen entsprechend. Der privatwirtschaftlich erfolgende Ausbau der 5G-Funknetze verstärkt die Abhängigkeit politischer Institutionen von den Interessen der Wirtschaft. Die Möglichkeiten des Daten-Sammelns und deren wirtschaftlicher Verwertung haben weiter zugenommen, aber auch die Möglichkeiten der Überwachung der Bürger und Bürgerinnen. Schließlich sind die immensen ökologischen Kosten sowohl bezüglich der Produktion wie der Entsorgung digitaler Geräte offensichtlich geworden. Wie können wir als Bürgerinnen und Bürger Macht entfalten, um die negativen Folgen der Digitalisierung zu reduzieren, ohne dabei aber deren Potentiale für die Ausgestaltung einer aktiven Bürgergesellschaft zu negieren? Diese Fragen sollen in den Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe gestellt und gemeinsam diskutiert werden.

Unterstützt durch die Bürgerstiftung Stuttgart und Rosa Luxemburg Stiftung BW

Verschlagwortet mit: Digitalisierung, Hannah-Arendt-Institut Stuttgart, Smart City