Raul Zelik
Podemos und die demokratische Revolution

Do, 18. Juni 2015, 19:00 Uhr
Treffpunkt Petershausen, Georg Elser Platz 1, 78467 Konstanz
Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung
Wichtiges:

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt in Koope­ration mit der Linken Liste Konstanz zu einem Vortrag über die gesell­schaft­lichen Ausein­an­der­set­zungen um die Zukunft Spaniens ein. Am 18. Juni referiert der Politik­pro­fessor und Publizist Raul Zelik (Berlin) in Konstanz über die ökonomischen und politischen Krisen in dem Land auf der Iberischen Halbinsel und die Reaktionen darauf, die zu sozialen Massen­be­we­gungen und der Entstehung einer neuen linken Partei geführt haben. Die Veran­staltung im Treffpunkt Peters­hausen beginnt um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Ähnlich wie in Griechenland hat die EU-Politik auch in Spanien zu einer Dauerkrise geführt. Die öffent­lichen Schulden verdrei­fachten sich seit 2008, trotz des von Brüssel angeordneten Sparkurses. Finanz- und Immobi­li­en­ge­schäfte haben die Korruption wuchern lassen, 25 Prozent der Bevöl­kerung sind erwerbslos.

Doch es regt sich inzwischen kräftiger Widerstand gegen die von den europäischen Eliten verordnete und von einer willfährigen konser­vativen Regierung umgesetzte Austeri­täts­politik. In den vergangenen Jahren entstanden breite Basis­be­we­gungen, die für soziale Rechte kämpfen. Als ein Ergebnis gründete sich 2014 mit Podemos („Wir können“) eine neue Partei, die seitdem im Bündnis mit örtlichen Initiativen spekta­kuläre Erfolge erzielen konnte. Zuletzt punktete sie bei den Kommunal- und Regio­nal­wahlen im Mai, die allgemein als Testlauf für die Parla­mentswahl im Herbst betrachtet wurden.

Raul Zelik wird am 18. Juni der Frage nachgehen, wie es zu dem Höhenflug der linken Bürger_innenbewegungen kam – und warum diese Entwicklung über die Grenzen des südeu­ro­päischen Lands hinaus von Bedeutung ist. Für den Spani­en­kenner Zelik – er ist Publizist, Politik­pro­fessor und politischer Aktivist – ist der Aufstieg der linken Bewegungs­bündnisse in dem von der neoli­beralen Krisen­politik schwer gebeu­telten Land, nach dem Wahlerfolg von Syriza in Griechenland, eine weitere Chance für eine radikale gesell­schaftliche Trans­for­mation, die nicht auf Südeuropa beschränkt bleiben muss.

Der Referent Raul Zelik ist Schrift­steller und Professor für Politik an der Natio­nal­uni­versität Kolumbiens. Er war in Projekten in Latein­amerika sowie der baskischen Unabhän­gig­keits­be­wegung aktiv. Seine journa­lis­tischen Arbeiten erscheinen unter anderem in der WOZ, im Freitag, dem Neuen Deutschland und dem DLF. Zelik lebt heute als freier Autor in Berlin.

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